Die Krieger, sofern sie vermögend waren, trugen vom 12. bis 13. Jahrhundertm der Regel ein Hemd aus Draht und eben solche Beinbekleidung, und darüber einen weitenRock, der die Farben ihres Wappenschildes und, seit Anfang des 13. Jahrhunderts, auch
meistens die Figuren desselben zur Schau trugDie vorstehenden Abbildungen der Siegel desGrafen Adolph von Berg von 1218, des Edel-herrn Theoderich von Malberg von 1233 13 ) unddes Reiner von Mollenark **) von 1298 werden diesesklar machen.
An die Stelle der Drahthemden traten später bis zum 17Jahrhundert 15 ) Hämische. Einen solchen trägt schon der Graf Johann,von Salm auf seinem Siegel von 1297. 18 ) Alle diese hier abgebildetenPersonen waren Edelherrn, welche ihre eigenen Leute ins Feld führtenund commandirten. Daher das gezogene Schwert in ihrer Hand. DieBannerherren, welche ebenfalls mit Reitersiegeln vorkommen, hattenstatt des Schwertes eine Fahne. Ich sprach von ihnen bereitsanderswo. ")
Ueber Fusstruppen in ältester Zeit liegen nur sparsame Nach-richten vor; desto schätzbarer ist das vor einigen Jahren in der( (II Hospital-Kirche zu Gend entdeckte, «gegen 50 Fuss langen "Wand-
\ jggL V \ Gemälde, nach der Malerei aus dem 13. Jahrhundert.
«) Jenes aus dem Düsseldorfer, dieses aus dem Coblenzer Archive. — '<) Aus dem Archive des Stifts St. Severin. — ,s ) Diejetzigen Kürassiere haben den Brustharnisoh davon beibehalten. — '«) Aus dem Coblenzer Archive. — ") Abtheilung 2 dieses Bandes S. 134Fahuc, Bocholts r. 7'