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hatte. 73 ) Durch alles dieses kann über die Lage des Mühlgaues wohl nicht mehr Zweifel 7Ö ) sein, er erstreckte sich von dennördlichen Punkten Heesum und Udem bis zu den südlichsten Punkten Erkelenz und Holzweiler und Jüchen und vondem westlichen Punkte Born zu dem östlichen Süchteln, umfasste also von der Diöcese Cöln das alte, ganze DecanatSüchteln, den grösstcn Theil des Decanats Geldern, Theile des Decanats Bergheim und sogar von der Diöcese Lüttich,/, Theile des Decanats Süstern. Die Grenzen waren nach drei Seiten Naturgrenzen, nämlich gegen Osten der alteRhein oder die Crefelder, Stender, Langhorstcr, Aldekerker, Eyllsche, Nieukerker Brüche, von da ab die Niers biszu ihrem Einflüsse in die Maas, diese aufwärts bis zur Schwalme, auch letztere aufwärts bis zu ihrer Quelle, und vondort eine Linie um die ehemalige Herrlichkeit Erkelenz, um das Amt Caster und weiter, wahrscheinlich längst der Herr-lichkeit Dyck, durch das kleinen Bruch um die cölnische Pfarre Wittlich zum Crefelderbruch. Das cölnische DecanatSüchteln bestand aber im 13. Jahrhundert aus den Kirchspiele: Bosheim an der Nette, Dülken, die Stadt, Geysern,jetzt Wachtendonck, Gladbach, Grevrath, Heringen, Hinsbeck, Hüls, Kempen, Leuth, Oedt, Süchteln, Viersen, Vorst,Wankum; das Decanat Geldern aus den Kirchspielen: Afferden, Aldekerk, Arsen, Asperde, Bergen, Boegen (Hollum),Geldern, Genep, Goch, Heyden, Hommersum, Kessel, Neukerck, Straten, Udem, Walbeck, Welle, Werth, Wetten, Weeze,Winnendunc, die wohl alle mit Ausschluss von Udem zu Mühlgau gehört haben mögen, und ausserdem gehörten dazu ausdem Lüttichschen Dec. Süstern die Kirchspiele: Born, Bracht, Dablen, Erkelenz mit Kückhoven, Lobberich, Venlo, Tegeln,Waldniel, Wegberg (vielleicht auch Birgein, Beeck, Dovern, Elmpt, Gerderath, Hüchelhoven, KrUchten, Myhl, Orsbeck,Ophoven, Ratheim, Steinkirchen, Wassenberg, Wildenrath); endlich aus dem cölnischen Dec. Bergheim: die KirchspieleBorsemich, Plolzweiler, Jüchen, Wanlo (diese vier bildeten das Amt Caster, vorher Cützgau). In den Grenzen dieses Bezirks
gegeuen hain ynhelt, Dairynne wir yem verschreuen hain, dat wir die vurgt. Slosse undStede tusschen dit ind vnser vrauwen dach lichtmissnyest kumpt oeuer dry jair nyet loescn en sullen, so bekennen wir, so wanne wir, vnse eruen off nakomelingen die Yurgt. Slosse ind Stedeloesen willen na den vurgt. dryn jairen, so soillen wir mit loesen alsulche andere pantschafft as wir dem vurgt. vnsen Neuen ouch versatthain mit namen Brügge in derMoele mit den Sieden Dulken ind Dalen ind vort alle andere pantschafft as der vurgt. vnse Neue hait,die vnse alderen ind vurfaren mit namen hertzouge Reinalt ind herlzoug Edewart vnse Oehemen seliger gedeichtniss greuen Diederichvan Moirse ind heren Johann van Moirse vurtzyden versatt ind verschreuen hain, also dat die eyne pantschafft sonder die andere nyetgeloist — soillen werden —. Alle dese vurss. Sachen hain wir hertzoieh vurss. vur vns, vnse eruen ind nakomelinge gelaifft by vnseri'urstliger eren ind truvven ind gelayuen wair vaste stede ind unverbrüchlich zo doin, zo halden ind zo vollentzien ind daweder nyet zodoyn schaffen gedain werden noch gesclrten laissen in eyncher wys, alle argelist behendicheit ind geuerde hie ynne gentzligen vyssgescheiden.Dis zo Vrkunde der wairheit ind gantzer vaster Stedicheit hain wir hertzoieh vurss. vnse Segeil — an desen brieff doin hangen — gedadingtind gegeuen in den jairen vnss heren duysent vyrhondert eyn ind tzwyntzich des achtindtzwenfzichsten dages des maends December. Indhie vnden an desein brieue stoent alsus zo Iatine geschreuen perducem presentibus de concilio Domino Andrea die liessingen, Dominode Zeuell et Domino Kngelberto de Orsbecke militibus et hemerico de Droeten officiato in Wilhelmsteyne armigero. Ind as ichFrederich Greue zo Moirse vurss. dan den vurss. brieff nu nyet en hain dat ich den ouergeuen moege den heren van Guilche nu synt asich gerne ind billich dede off ich den hedde, daromb bekennen ich in desem brieue vur mich ind alle myne eruen, dat ich den vurss. brieffind verbunlnisse, dat die Slosse lande indRenten da ynne begriffen zo samen geloist en seulden werden, machtlois doit ind nyet van werdengemacht hain — also dat man die Slosse, lande ind renten da ynne begriffen yecklich besunder, as die doch zusamen gehoeren, wael loesenledigen ind qwyten mach — zo Vrkunde hain ich myn Segell an desen brieff doin hangen ind hain gebeden die Eirwirdigen ind Edelenheren Goedart van Seyne Greue zo Wedichsteyn in Doym Dechen zu Coelne, ind heren Gumprecht Greuen zo Nuwen Ar, Erffvaet zoCoelne ind heren zo Alpem myme lieuen Neuen, want yn dese vurss. Sachen kundig synt, dat sy daromb ind des zo meirre getzuge yresegell mit an dessen brieff haint doin hangen des wir Goedart ind Gumprecht gedain hauen vmb bede willen des homeichtigen ind Edelenheren Friedrichs vnss lieuen heren ind oemen. Gegeuen in den jairen vnss heren do man Schreift Duysent vierhundert echt ind viertzichjair op den neysten Saterstach nach vnser lieuer vrauwen dage visitationis (1448, 6- Juli.)
Wappenschild des Qumpr.
v. Neuenar. Schildhalter 2
Löwen, auf dem Helm ein
Adlerhals mit 2 Flügeln.
Zu dem ehemalig Jülichschen Amte Brüggen gehörten 17 Gemeinden oder die jetzigen Bürgermeistereien Amern St. AntonAmern St. Georg, Boisheim, Bracht, Breyl, Brüggen, Burgwaldniel, Kirchspiel Waldniel, Dülken, Kaldenkirchen, Süchteln; zu dem JülichschenAmte Dahlen gehörte die Stadt Dalen mit der jetzigen ganzen Bürgermeisterei.
,6 ) 1139 verleiht Erzbischof Arnold I. von Cöln die „Decaniam que in pago sita est, quem uulgariter mulam appellant", dem Se-verinsstifte in Cöln L. I. 225. Der Propst dieses Stiftes war seitdem Decamis perpetuus im Mühlgau, worin der Propst von Xanten alsArchidiaconus perpetuus fungirte. — '«) Seither suchte man ihn bald in der Grafschaft Moers, wo der Ort Modiliana nach Bertius rer. Germ,S. 384 und Mercators Atlas bei Essenberg gegenüber Duisburg gelegen? ihn noch kenntlich machen sollte, bald in der Grafschaft Cleve, dawo Moyland liegt (Teschenmacher und Ditmar) bald um das Kloster Heylesem am Flusse Hasban (Paullinus und Eccard), bald in dem Amte