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Herbede an der Ruhr,«) Mündelheim bei Kaaserawerth,«) Styrum bei Kssen.^j Durch Styrum, Mündelheim undHerbede ist nachgewiesen, dass Attuarien sich über den Ruhrgau und durch Udem, dass es sich noch weiter als derRuhrgau auch über das linke Rheinufer erstreckte. Diese letztere Ausdehnung geht auch aus obigen Theilungen hervor,wonach Hattuarien sich längst Betau und Teisterbant hinzog und beide vom Mühlgau trennte. 58 ) Ilattuarien umfasstealso: Die Decanate Duisburg und Xanten ganz, Theile (Üdem) des Decanats Geldern, und wahrscheinlich auch denKeldachgau, also das Decanat Düsseldorf, so dass also auf dem rechten Ufer Sachsen, M) auf dem linken das alteRhembett, oder doch die davon zurückgebliebenen Sümpfe, und weiter unterwärts die Oeden und Waldungen unddie Sümpfe der Niers die Grenze bildeten. Innerhalb dieser erinnern denn auch manche Ortsnamen an das frühereVerhältniss, z. B. die Honnschaft Hetterscheid und die Herrschaft Hardenberg, beide bei Werden im ehemaligenKeldachgau, die Stadt Hattingen an der Ruhr, der Hetterwald zwischen Rees und Emmerich, das clevtsche AmtHetter mit den Bauerschaften Esserden und Spaldorp bei Rees, der Weiler Hestert bei Kervenheim, die GemeindeHettert bei Stralen.
VI. Zu dem Mühlgau endlich werden gezählt: das Dorf Amern, Kr. Kempen, 60 ) Baal (siehe unten Helsum)Berg bei Beeck, Kr. Erklenz, 6 ') Boisheim, Dorf, Kr. Kempen, 02) Borsemich, Dorf, Kr. Erklenz, 63) Bouslar, Dorf undRittergut, Kr. Erklenz,«) Gladbach, Stadt und Kloster, es) Helsum, auch Heesum, Weiler beiWeeze, Kr. Geldern,'««)Heringen (Herongen) Dorf bei Venlo,« 7 ) Holzweiler, Dorf, Kr. Erklenz, 68 ) Jüchen, Dorf, Kr. Grevenbroich, 69 )Oisterich und Richelrath, Dörfer bei Erklenz, ro ) Rummeln, Kloster bei Mors, besass Güter in dem Mühlgau, Süchteln,Stadt, Kr. Kempen, 71 ) Wanlo, Dorf, Kr. Grevenbroich,'2) Waslar,«) endlich das ganze Amt Brüggen mit den StädtenDalen und Dülken.") Auch gab es einen Decanat-Bezirk, der in der Mühlen hiess und seinen Sitz in Süchteln
des Reichs Ludwigs des Frommen zu Gunsten seines Sohnes Lothar gedacht. — M ) König Lothar schenkt 856 seinem Pallastgrafen Ansfridvier Hansen in pago hattuariensi et in villa quae vocatur Geizefurth super fluvium Nerse mit allem Zubehör an Acker, Wald, Wiesen,Wasser und Hörigen beiderlei Geschlechts, Bond. 30. 863 schenkt Graf Ansfrid, der auch Graf in der Betau war, dem Kloster Laureshamden Fronhof zu Geizefurth in pago Hattuaria in Odeheimero Marca, in uilla quae dicitur Geizefurt quae sita est super fluvium Nersa, undeinen Wald, in den man 1000 Sehweine zur Mast schicken kann, welchen Wald begrenzt: ab Oriente fluvius Lusgochesbach usque in Ner-schinam et aNerschina usque in Nersam et aNersa usque ad sylvam campumque qui dividit oderheimero marca. Gothfurth beiUden istGeise-furth (Lac.TJrkb. II.S.566.) — M ) Villa Heribeddin in pago Hatterun. Meginhardi translatio S. Alex. Wildeshus. im Scheid Bibl. Gott. Wiees kommt, das dieser Ort bald hierher, bald nach WestphaJen gerechnet wird, darüberLedebur, Land derBructererS. 152,169. — s «) 945 schenktKaiser Otto dem Stifte Gandersheim seinEigenthum in villa Mundelheim, in pago Hatteri in comitatu Erenfridi. Leib, scrip. r. B.II. 375. —5 ') 1067 schenkt Heinrich IV. dem Stifte Kaiserswerth seine Besit-ungen in uilla Stirheim in pago Hettero L.l. 134. — »») g_ 0D Anm. 20.50 ) S. oben die Landwehr. Eine Urkunde von 1027, Lac. I. 100, bekundet, dass die sächsisch-fränkische Grenze längst der HerrschaftBroich lief, denn es heisst darin, „die Grenzen des Zehnten des Stifts Essen läuft von dem Hause Hugos an der Emscher auf Haus Hörl(Horlon) Ueckendorf (Huchintorp), die Höfe des Wracharius und Rothmannsell (wenn nicht Wattenscheid, doch in der Nähe), weiter überWeitmar (Wetmare) zur Ruhr, mit dieser bis zum Lugilisbaeh und Rellinghausen (Frigilonhusen), von da an die Landwehr (marca) zwischenSachsen und Ripuarien (bei Wortberg), weiter längst derselben (d. h. durch oder um die Herrschaft Broch) bis zum Thiergarten Wendon (DorfWinkhausen und Wennemanns erinnern an ihn) durch das Thal desFrithebald, durch Gladbach überLirick und Lippern bis an die Emscherund mit dieser aufwärts zum Hause Hugos. — m ) 1372 verkauft Gertrud, Frau zu*Limburg ihren Hof „zo Amber in der Molejn gelegen anHerzog Wilhelm von Jülich L. IH. — 01 ) 966 bestätigt Otto I. dem Stift zu Aachen die vom Grafen Immo erworbenen Besitzungen in pagoMulehkeue in comitatu eremfredi. herclinze, hostrich, berge, richolferod, uuazzalar L. 1. 63. — •") 1304 schenkt Walram, Graf von Kessel,Herr zu Grevenbroich, der Abtei Pantaleon in Cöln den Zehnten zu Buysheim in terra de MulaL.III. 25 — 63 ) 898 villa birsmike in pagomuolla L. I. 43. — M ) Wohl das uuazzalar der Anmerkung 61. — ^) Das Kloster wurde in fines Molensium erbaut. Bd, III. S. 3 diesesWerkes. — 66 ) Graf Eberhard sagt in seinem Testament von 873: volumus, ut Judith filia habeat Balgingam et curtem nostram in pago,moilla, quae vocatur Helissem. Miraeus cod. Don. S. 20. Balginga ist der bei Helsum liegende Weiler Baal. — 67 ) 899 villa Heringe inpago moela. Mart. Ampi. Col. I. 248. — 68 ) König Zwentebold schenkt 898 dem Stifte Essen: in pago muolla et iulihgeuue in uillis holtuui-lare, birmike. Curnilo. hustine. buhslar. furtmala. seine Besitzungen. — 60 ) Die Abtei Prüm besitzt 866 in pago qui vocatur moella in villaJochunda mansum indominicatum cum mansis ibidem aspicientibus XXXVI. cum Mancipiis. etc. Beyer 109. Iuhggende non longe distatde Linneche in vna vicinitate que appelatur de mule et tenet eam comes seyensis et ab eo tenet eam vir nobilis de milendunhe. Beyer 186.Mart. ampl. col. 1. 185. — ,0 ) Anmerkung 61 hostrich und richolferrod genannt. — II ) Die Abtei Pantaleon in Cöln besitzt 1123 villa Suph-tele in pago Muliensi. L. IV. 770. — ") 861 vertauscht Kaiser Lothar: in pago molense in commarca Vuanolon benefieium Sigari. Mart-Ampi. col. I. 179. — ") Siehe Anm. 64. — '■>) Die folgenden beiden Urkunden werden das Verhältniss klar machen:
IjRerardus comes juliacensis notum faeimus, quod quia speetabilis vir dominus noster dilectus . . Renaldus comes Gelriae nobis et nostris^gS? liberis terram dietam Mule cum suis attinentiis quibuseunque concessit feodali litulo possidendam, prout in suis litleris nobis supra
<£** hoc tradilis continetur, ipsi Domino gelrensi et suis heredibus castrum et opidum nostrum Bruke cum suis fossatis, molendinis etpiscaturis supraportavimus et ab eo pro nobis et nostris heredibus suseepimus tenendum in feodo perpetuo. 1311, 4. Februar. (NyholFGedenkw. I. S 123.
Die zweite, noch ungedruckte Urkunde, worin Friedrich von Moers dem Herzoge Reinold von Jülich und Geldern gestattet,Schloss Born mit den Städten Sittard und Süstem und Schloss Brüggen mit den Städten Dülken und Dalen, welche ihm zusammen ver-pfändet sind, getrennt einzulösen, findet sich im Provinzial-Archiv zu Düsseldorf und lautet:
^ch Frederich Greue zoMoerse ind zo Sarwerden, doin kunt allen Luden, also as seliger gedeichtnisse der durchluchlige hogeboren furste und* heere her Reynoult, herlzouch zo Guylche ind zo Gelre ind Greue zo Sufphen myn gnedige lieue here mir die Slosse Borne mit den'S Steden Sittart ind Susteren mit alle yren zobehoeren versat hait mit vnderscheide wanne syne Gnaden syue eruen ind nakomelingehertzougen van Guylche ind van Gelre die vurgl. Sloss ind Stede van mir mynen eruen ofl helderen des pantbriefTs loesen willen dat syneGnaden ind eruen mit loesen sullen alsulchen ander pantschafft as der vurgt. myn gnedige her mir auch versat hait mit namen Brügge inder Moellen mit den Steden Dülken ind Dalen etc. in der maissen dat ein piincipailbrieff besunder darup gemacht cleirlingen ynneheltder van worde zo worde herna geschreuen volcht ind geit alsus an ind Vyss. Wyr Reynalt van der Gnaiden Goitz herlzouge von Guylcheind van Gelre und Greue vanSutphen doin kunt allen luden ind bekennen vur vns ind vnse eruen ind nakomelingen, also as wir demEdelenvnsen lieuven Neuen ind Rait heren Frederich Greuen zo Moirse ind zo Sarwerden vnsse Sloss Borne mit den Steden Sittart ind Susterenmit allen yren zogehoeren versatt liain, as die panl brieff, den wir yem in behoelf syns, synen eruen oft* behelderen des briefts darup