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1,1 (1863) Geschichte der verschiedenen Geschlechter Bocholtz unter besonderer Berücksichtigung der alten Geographie, Rechts-, Sitten- und Culturgeschichte des Niederrheins
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I. Zum Jülicbgau gehörten: 1029 Aldenhoven; 21 ) 861 Bardenberg;22) 898 Dür-Bosslar; 33 ) 1029 Cörren-zich;2i) 898 Furtmala;2 5 ) 847 Gusten; 26) 944 Jülich; 2 ') 898 Hustine; 28 ) 861 die Villa Lotmari; 20) 861 Palmbach; 3°)922 Pier; 31) 847 Büdingen, 32 ) Wil, 33 ) Zier. 34 )

II. Zum Gau Nivenheim 35 ) später Amt Hülchrath, werden gezählt: 796 locus ad crucem in pago niuan-heim in ripa fluuii arnapea L. I. 3. 816 foresto super fluuio arnapa in loco qui dicitur ad crucem L. I. 17. DerOrt lag zwischen Wehl und Rüblinghoven, einige suchen ihn in den einzelnen Häusern: Hagelcreutz, andere inKreitz, dieses bei Neuss, jenes Kr. Grevenbroich. Holzheim, Dorf bei Neuss; 801 UUla holtheim in pago niuanheimL. I. 12. Nievenheim, Dorf, Kr. Neuss; 816 terra aratoria, ante porta Orientale (Niuenem) L. I. 17. RüblinghovenKotten in der Bürgermeisterei Hülchrath am Gilbaah; 817 villa hrodbertinga houa super fluuio Gilibecki in pagonivenhem. L. I. 18, auch hrotberctinga houa in pago rigoariorum. ibid. Wehl, Dorf in der Bürgermeisterei Hülch-rath, 817. uueldi in pago niuenhem L.1.17. Widdeshoven, Dorf am Gilbach. Bürgerm.Evinghoven, Kr. Grevenbroich.793. Wedugiseshoua L. I. 3.

III. Zu dem hattuarischen Keldachgau gehörten: Die Stadt Kaiserswerth, das Dorf Himmelgeist, die StadtMettmann, der Hof Angern, Hersbach bei Schöller, endlich Neurath und Herscheid, letzteres eine Gemeindeabtheilungder Bürgermeisterei Velbert, 36 ) er erstreckte sich also über die spätem Aemter: Angermund, Mettmann, Monheim odergenauer über den rechtsrheinischen Theil des Neusser Decanats, der später zu einem Decanat Düsseldorf umgeschaflenwurde. 37 ) Er führte seinen Namen von demKedelbach, einem Arme der Dussel, der sich am Fusse des Grafenbergesabzweigt und bei Kaiserswerth in den Rhein ergiesst. Calcum (im Mittelalter Calicheim) bis in neuester Zeit Ritter-sitz, einst vielleicht die Malstätte, erinnert an das frühere Verhältniss und die Ortschaft Hetterscheid zeigt darauf hin,dass hier Hattuarier und Sachsen sich schieden. Vor 40 Jahren fand ich das Ohrfeigen, oben S. 266, darin noch vor.

IV. Zu dem ebenfalls hattuarischen Ruhrgau und Duisburgergau 38 ) gehörten Gelep, Kirst (also auch Langstund Nierst) und Ilverich, alle drei auf dem linken Rheinufer, 39 ) Diepenbeck, das heisst der Ort, worauf das KlosterWerden gegründet wurde, 40 ) die Stadt Duisburg, 41 ) Fischlaken, jetzt Gemeinde bei Werden,* 2 ) Heisingen an derRuhr, 43 ) Harnscheid, 44 ) Hetterscheid, Gemeinde bei Velbert, 43 ) Menden, Kirchdorf bei Bruch (oder Mintard), 46 )Oeft, 4 ') Werden, die Stadt mit dem Stifte 48 ) und Wyneburg, 49 ) endlich Wanoswald. 50 ) Es gehören ferner hierherdie Stadt Ratingen 51 ) und der Duisburger Wald 52 ) zwischen Rhein, Ruhr und Dussel.

IV. Als Ortschaften im Gau Hattuarien 53 ) werden genannt: Geisefurth mit dem dabei gelegenen Udem, 54 )

2I ) Kaiser Conrad H. schenkt der Abtei Burtseheid: praedia in locis Cornizich, "Wil et Altenhof in pago Julicbgouui in comitatibus Gerhardiet Gisilberti. L. I. 104. ") Kaiser Lotbar empfängt für seinen Fiseus in Tausch: in comitatu Juliacensi in commarca Bardunbach curti-lem unum cum arhoreta unum, in -villa Palembach curtilem. Mart. Coli. amp. insuper in villa Buslare mansos II. Mart. coli. amp. 179.M ) König Zwentebold schenkt dem Stifte Essen: in pago ruuolla et iulihgeuue inuillis holtuuilare, birsmike, curnilo. hustine. buhslar. furtmala.hoba salica et alias XX. L. I. 41. 101. 24 ) siehe Anm. 21. 25 ) 8. Anm. 23. 26 ) Lothar schenkt: in pago riboriensi in Comitatu Julia,censi capellam, quae est dicata in honorem S. justinae martyris. Mart. Coli. I, 113. Das hustine der Anmerkung 23 ist wohl ebenfallsGüsten. 21 ) Villa julicha in pago juliacense, Bintrim et Mooren, Erzdiöcese I. 177. 28 ) s. Anm. 23 u, 26, 20 ) Kaiser Lothar schenktaus der Villa lotmari einen Knecht, Bintrim und Mooren 1. c. halten den Ort für Lammersdorf. Mart, coli. amp. I. 179 hat aber Villa Ro-mari, was wohl auf Rommeisheim gehen möchte. 30 ) s. Anm. 22. 31 ) marca vel villa pirnam. Crombach, Marty. S. Ursulae S. 778.32 ) Villa ßodingaue Mart. coli. ampl. 33 ) s. Anm. 21. M ) Dieses dürfte das Curnilo der Anm. 23 sein. Zier hiess vor 500 Jahren "Cime. 36 ) Vielleicht dem Distrietus Nussiensis entgegengestellt, wie der Ober-Maasgau dem districtus trectis, im Districtus war der Pallast-graf, im Gau der gewöhnliche Graf Richter. 36 ) König Ludwig das Kind schenkt 904 dem Stifte Kaiserswerth verschiedene loca in comitati-bus ottonis et eburharti in pagis Diuspurch et Keldaggoue sita id est Curtem I. in Uueritho (Kaiserswerth) dominicalem atque cellulasV. inKirihsexta (Dorf Kirst) unam, alteram in elfriche, tertiam in Geldapa, quartam in humilgise, quintam in medamana et omnes res quead illas pertineut in niuuuenrothe et in herisceithe usque in heribahc et in angeron curtem I. ita quod Folkero preposito ipsius monas-terii duas hobas ad medamana regales Omnibus uitae suae diebus sub usu fructuario habendas concedimus. 910 bestätigt derselbe Königauf Bitten Conrads, Grafen im Keldachgau, seines Anverwandten, dem gedachten Folker den gedachten Niessbrauch an den Güteren in pagoKeldocense. Langst und Nierst mit Kierst waren ein Hof. L. II. 1. 31 ) Es gehörten dazu Düsseldorf, Bilk, Hamm, Volmerswerth, Him-melgeist, Benrath, Monheim, Richrath, Gerresheim, Erkrath, Hilden, HaanJ Schöller, Wald, Somborn, Elberfeld, Neviges, Langenberg, Wulf-rath, Grüten, Dussel, Mettmann, Werden, Homberg, Batingen, Angermund, Mündelheim, Wittlar, Calcum und Kaiserswerth, so dass also deralte Rhein, zwischen Garath und Urdenbach, und unten die Anger, in Süden und Norden die Grenze gebildet haben werden, ^ Auchhier hestand eine Königspfalz und war daher der Distrikt der Stadt Duisburg, der unter dem Pallastgrafen stand, von dem übrigen Gau"getrennt, wiewohl ihn 1065, s. folgende Anm. 51, ebenfalls der Pallastgraf regierte. 30 ) s. Anm. 36. 40 ) 799 in loco nuncupante dia-panbeci siue uuerithina. Diepenbeck ist nach derselben Urkunde auch ein Bach, der in die Ruhr fällt. L. I. 7. 41 ) siehe unten An-merkung 52. 42 ) 819. uilla fisclaco in pago ruricgoo L. I. 19., villa fislaca in pago riporum L. I. 24. 43 ) Ursprünglich ein Wald, jetzteine Gemeinde. 796 schenkt Heinrich von der Ruhr seine dortige Rottung und Fischerei dem Kloster Werden: conprehensionem in Siluaque dicitur heissi in aquilonali ripa fluuii rure L. 1.4. 44 ) 838 uillaHernatscet super ripam rure in pago riporum L. 1. 25. 45 ) 847 uillain hestratescethe L.I.29. 40 ) 811 proprietes mea in pago ruracgauua in uilla que, vocatur menithina L. 1. 16. 4 ') 844 terra in uuita L.I. 26. uuitherouuald L. I. 29. 48 ). 819 Werthina in pago ruricgoa in ducatu ripuariorum, L. 1. 19., in pago ruricho, in loco qui dicituruuerthina super ftuuium rura, in silua uuenasuuald, L. 1. 15. 836 uuerithina super fluuio rura in pago riporum, L. 1 24. 40 ) 799 rothumquod dicitur uuiduberg (vielleicht Oefterberg) L. I. 8. Diese Strecke Schlagholz war von zwei Bächen eingeschlossen, vom Borbach unddem obigen Diepenbeck. L. I. 8. 11. i0 ) s. Anm. 48. 51 ) s. Anm. 20. 52 ) Tusburch curtis regia in Ruriggowe in comitatu Hermann!comitis palatini in pago ruricgowo cum foresto in Rheni, Tussalae et Rurae fluenta 1065 in der Schenkungsurkunde Kaiser Heinrichs IV. andie Kirche von Bremen. Lüning Reichsarchiv B. 16. 53 ) Ueber die Hattuarier ist schon im Laufe dieses Werkes berichtet. Attuarii undTubantes Hessen sich zwischen Rhein und Maas nieder. Am. Marc. XX. 11. Rheno deindo transmisso regionem pervasit Francorum, quosA.thuarios vocant. Hadrianus Valesius in pracf. ad Ann. Francorum: Francorum regio multos populos continet, a quibus Rhenum acoolebantAttuarii etc. 520 plündern die Dänen, welche Maas aufwärts kommen, den pagum Attuariorum, der zum Reiche Theoderichs, des Sohnesdes Clodwig, gehört. Gregor v. Tours HI. 3. 715 Saxones vastaverunt terram Attuariorum. Ann. St. Amandi. Ueber das Schicksal derAttuarier in denTheilungen von 830870 siehe ob.S.269 inm.20. Mit diesem Gau ist der pagusAttuariorum imLande derLigonen an derSaone nicht zu verwechseln. Davon kommt Hugo Comes Attariorum in Chronicon Sti. Benedict! vor, auch wird seiner 839 in derTheilung