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1,1 (1863) Geschichte der verschiedenen Geschlechter Bocholtz unter besonderer Berücksichtigung der alten Geographie, Rechts-, Sitten- und Culturgeschichte des Niederrheins
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bis nach Burguncl hin, Vcrdun eingeschlossen. Von Burgund die Landschaften: Toul, Odorn, Bittburg, Blois, 6 ) denGau Perticus, 7 ) die beiden Bar (später Ilcrzogthum), die Grafschaft Brienne, die Bisthümer Troyes, Auxerre, Sens,ferner Gustinois, Melun, Estampes, Chateau-Roux s ) und Paris; endlich von Paris ab die Seine entlang bis ins Meerund durch das Meer bis Friesland." °) In der Theilung von 839 heisst es:Lothar soll erhalten: Ganz Italien, Bur-gund bis zur Rhone, ferner (nach Aufzählung verschiedener anderer Landestheile) das Herzogthum Moselanien, dieGrafschaften der Ardennen und Condros, weiter die Maas abwärts bis ins Meer: das Herzogthum Ripuarien, die GaueWorms und Speyer, die Ilerzogthümer Elsass, Alemannien, Chur, Thüringen, das ganze Königreich Sachsen, dasHerzogthum Friesland bis an das Meer, endlich die Grafschaften Hamalant, Batua, Teisterband und zuletzt Dorstadt. 10 )Li der Theilung vom 9. August 870 zwischen Carl dem Kahlen und Ludwig dem Deutschen erhält Ludwig unterAnderem:die Grafschaft Teisterbant, Batua, Hattuarien, von dem obern und niedern Maasgau, so wie von Lüttichdie Theile auf dem rechten Maasufer, den District von Aachen; den Distrikt von Mastricht, in Ripuarien fünf Graf-schaften, den Maycngau, den Bitburger Gau und noch mehrere andere Gaue, auch die Stadt Metz mit der GrafschaftMoselanien, zuletz alles, was rechts der Urte liegt von ihrem Ursprünge bis zu ihrem Einflüsse in die Maas, Prümund Stabelo einbegriffen. Carl erhältvier Grafschaften in der Hasbay, die Theile von dem oberen und niederenMaasgaue, sowie von Lüttich, welche auf dem linken Maasufer liegen, von den Ardennen den Theil auf dem linkenUfer der Urte u. s. w.'') Endlich in der Theilung, welche die Söhne Ludwigs des Deutschen 876 vornehmen, wirdnur nach grossen Complexen gezählt und zwar gewinnt Ludwig durch das Loos: das östliche Franzien, das heisst

über den letzteren, den oben beschriebenen Limes entlang bis Wesel, die Lippe hinauf bis zur Quelle, um die Decanate von Soest, Meschede,Medebach, Wormbach und Siegburg herum, bei dem letzteren, in der Richtung von "Wildenburg auf Hachenburg, über die Sieg, zuletztlängst der Wied, von ihrer Quelle bis zwei Stunden vor ihrem Ausflusse in den Khein, endlich von der Quelle der Kasbach bis in denRhein und mit diesem aufwärts bis oberhalb Breisich. Zunächst ist diese Grenze zu weit; denn die westphälischen Decanate des rechtenRheinufers: Essen, Wattenscheid, Dortmund, Soest, Meschede, Medebach, Wormbach, Attendorn, Lüdenscheid sind von Ripuarien ausge-schlossen, sie sind grösstentheils der Cölner Kirche durch die Bekehrungsarbeit des h. Swibertus zugewachsen, so dass nur dazu gehörigbleiben im Allgemeinen 1. die Kirchspiele der Decanate Siegburg und Deutz, worin noch die WeilerRieferscheid" bei Winterscheid undReifferschcid" bei Flamersfeld am Wiedbache an das alte Verhältniss erinnern, und 2. tiefer, im rechtsrheinischen Theile des alten NeusscrDecanats, die Kirchspiele: Somborn, Elberfeld, Barmen, Hardenberg mit Neviges und Langenberg, Werden mit Velbert, im Decanat Duis-burg die Kirchspiele: Kettwich, Mülheim, Sterkrath, und im Decanat Xanten von Hamminkel ab bis Emmerich der alte Limes (oben S. 252)die Grenze bildeten. Wenn Müller diese Grenze dadurch noch schärfer ziehen will, dass in Sachsen für die Erbfälle das Wort; Kurmud,in Ripuarien das Wort Erbtheilung gebräuchlich sei, so ist dieses nicht zutreffend. Auf dem linken Rheinufer war Ripuarien grösser alsder Sprengel. Schon ein Blick auf die Charte überzeugt, dass die Volksgrenze nicht, wie oben, von der Wurm auf die Niers und zurück-laufen konnte und es wird sich unten zeigen, dass sie von der Wurm auf die Quellen der Swalme sprang und mit dieser in die Maas lief. e ) Odorn ist mir unbekannt. Blesum ist Blois, Blesensium Comitatus die Grafschaft Blois; obgleich dieses nicht zu der Reihenfolge inder Aufzählung passt; Blenau, Herrlichkeit im Lande der Santonen und Bleseneau in dem Dep. Yonne, würden noch weniger passen.Bedensis pagus ist der Gau Bittburg, der ebenfalls hier ausser der Reihfolge vorkommt. ') Dieser Gau lag an der obern Marne, Pertheswar seine Hauptstadt, sie wurde von den Hunnen zerstört. Von den Perticensischen Grafen finden sich noch Münzen vor. 8 ) Von denHerren des castri Rodulfi hat man noch Münzen. ö ) Nithard hist. bei Duchesne scrip. II. S. 362 sagt: portionem regni id est a mari perfines Saxoniae usque ad fines Ribuariorum: totam Frisiam, et per fines Ribuariorum Comitatus Moilla: Hettra Hammalant (irrig steht:Halt Trahammalant) Masagobbi, deinde vero quiequid inter Mosam et Sequanam usque Burgundiam una cum Viridunensi consistit et deBurgundia, Tullensem, Odornensem, Bedensem, Biesensem, Parthensem, utrosque Barrenses, Brionensem, Tricasinum, Antisioderensem, Seno-nicum, Wastinensem, Milidunensem, Stampensem, Castrensem, Parisiacum et deinde per Sequanam usque in mare Oceanum et per ipsummare usque in Frisiam etc. Hiermit stimmen im Allgemeinen die Annales Bertiniani:maximam belgarum partem id est a mari per finesSaxoniae usque ad fines Ribuariorum comitatus Moila: Ettra Hamelant, Masagoa deinde vero quiequid" u. s. w. wie oben, nur fehlt Beden-sem und statt Parthensem steht: Pertinsem, statt Antisioderensem: Attiodrensem. Wegen der Schreibfehler: Halt Trahamalant, oder wie dieAnnales haben: Ettraham. Melant, ist viel geschrieben, wenn man aber auf der einen Seite die unsichere Schreibart Nithards und derAnnalen, in Masagobbi und Masagoa, Parthensem und Pertinsem, Antisioderensem und Attiodrensem gegeneinander hält, und auf der andernberücksichtigt, dass, wie sich unten ergeben wird, die Hetter, oder Hattuarien, mit Hamalant und dem Maasgau, dem Mühlgau (moila) gegen-über lagen, so wird man weder, wie einige gethan haben; an den Text, wie er von Duchesne gegeben ist, festhalten, und für Ettraham undMelant, oder für Halt und Trahammalant Ortnachweisungen aufsuchen, noch wegen einer sachgemässen Zusamnienziehung, aus Versehenverschriebener, willkürlich getrennter und unsachgemäss verbundener Wörter weitere gelehrte Abhandlungen versuchen wollen. Zu bemerkenist, dass Hamalant ein pagus Saxonicus genannt wird. Sigebert in Vita Theoderioi Metensis episcopi capj, 1. Leib. Scrip. R. Brunsw. I. S.291 und Alfrldus in vita Ludgerl I. c. 11 nennt die Yssel die Grenze zwischen Sachsen und Franken.j_^)_Pie Annales Bertiniani haben:Regnum Italiao, partem Burgundiae id est. Vallem Augustanam. Comitatum Vallissiorum, comitatum Waidensem usque ad mare Rhodaniac deinde orientalem et aquilonalem Rhodani partem usque ad comitatum Lugdunensem, comitatum Sucdingium, comitatum Wirascorum,comitatum Portisiorum, comitatum Suentisiorum, comitatum Calmontensium, Ducatum Mosellicorum, Comitatum Arduennsium, comitatum Con-drusto, inde per cursum Mosae usque in mare: Ducatum Ribuariorum, Wormazfelda, Sperohgouwi. Ducatum Helisatiae, Ducatum Alaman-niae. Curiam, ducatum Austrasiorum cum Sunalafelda et Nortgui et Hessi. Ducatum Toringubae cum (m)archis suis, regnum Saxoniae cum(m)archis suis, Ducatum Fresiae usque Mosam. Comitatum Hamarlant, comitatum Batauorum, Comitatum Testrabenticum Dorestado. Dorstadtist nach Valesius: Batenburg. Nach dem Leben des hl. Gregors lag es bei dem Flusse Lagbeki (Langerbach?) Bolland V.258. Wyck de Durstedeindess bewahrt seinen Namen. ") Ludwig erhält U.A.: Comitatum Trestebant. Batua. Hattuaris. Masau subterior de ista parte, item Masausuperior. quod de istaparte est. Liugas, quod de ista parte est. Districtum Aquense. Districtum Trectis. In Ripuarias Comitatus V. Megenensium,Bedagouua, Nitchouua. Sarachouua supterior. Blesitcliouua. Seline. Albechouua. Suetisium. Calmontis. Sarachouua superiur. Odormense, quodBernhardus habuit. Solocense, Basiniacum. Elischouue. Warasch. Scudingum.Emaus. Basalchouua. In Elisatio Comitatus II. DeFrisia duas partes.De regno, quod Hlotharius habuit, super istam divisionem propter pacis et caritatis custodiam superaddimus istam adjeetionem. CivitatemMettis cumabbatia S. Petri, et S. Martini et Comitatu Moslensi cum omnibus villis in eis consistentibus, tarn dominicatis, quam et vasallorum. De Arduennasicut flumen Urta surgit inter Bislanc et Tumbas, ac decurrit in Mosam, et sicut reeta via pergit inBedensi, seeundum quod communes fidelcs nostrirectius invencrunt. excepto quod de Condustro est ad partem orientis trans Urtam et Abbatias Prumiam et Stabolata, cum omnibus villisdominicatis et Vasallorum. Carl erhält unter Anderem: in Brabanto Comitatus HH. Camcracensem. Hauoium. Lomensem. in Hasbanio Co-mitatus Uli. Masu superior quod de ista parte (Mosae) est. Masau supterior de illa parte. Liugas, quod de ista parte Mosae est et pertinetad Velsatum. Scarponinse, Viriduninse. Dulminse. Arlon. Vuaurense Comitatus duos. Mosminse. Castricium, Condrust. de Arduenna sicutflumen Urta surgit inter Bislanc et Tumbas, ac decurrit ex hac parte oeeidentis pergit in Bedensi, seeundum quod Missi nostri rectius inve-nerint. Tullense aliud. Odornense, quod Tetmarus habuit. Barense. Portense. Salmoringum. Lugdunense. Viennense. Vivarias. Ucetium.' De