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1,1 (1863) Geschichte der verschiedenen Geschlechter Bocholtz unter besonderer Berücksichtigung der alten Geographie, Rechts-, Sitten- und Culturgeschichte des Niederrheins
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herum, wo sich noch Spuren von ihr vorfinden. Von hier bis Horath habe ich sie nicht weiter verfolgt. 11 ) Dortam Flanhard, nördlich von der Barmen-Wittener Strasse (Flur III. Nr. 128. 129) zieht sie sich durch dieJHatzfelderBüsche und zu der Ullenthaler Strasse längst des Kottens, genanntan der Lander". Unterhalb Barmen, wo dieCultur sie vernichtet hat, ist sie von dem rechten auf das linke Ufer der Wupper gesprungen; auf letzterem findetsie sich zwischen Barmen und Eonsdorf, im Barmer Walde deutlich wieder, (die uralte, jetzt zerstörte BergfesteElberfeld war ihr hier eine wesentliche Stütze) und durchschneidet weiter die ganze Flur Scharpenack (Ronsdorf I.)in der Richtung von Westen nach Osten, nur an der Stelle des GehöftesConrads Wüste", durch dass sie mittendurch läuft, ist sie durch die Anbauung vernichtet. Aus Scharpenack tritt sie in die Flur Marscheid, wo sie überalldurch Wald und, ebenso wie in Scharpenack, auf der Anhöhe längs der Wupper, bald 600, bald 700 Fuss von dieserentfernt, fortläuft, dann nach Ueberschreitung des Marscheider Baches in die Bürgermeisterei Lüttringhausen tritt undRemscheid, (vielleicht Römerscheid) eine halbe Stunde westlich lassend, in manchen Krümmungen, immer auf derHöhe, die Flur Laaken (XII) in der Richtung auf Graves Hammer durchschneidet. Auf diesem Wege, am Paulus-berge, tritt sie der Wupper auf 34 Ruthen nahe. Von etwa 110 Ruthen vor Graves Hammer ab bis zur FlurSondern (XIII) ist sie zerstört. In Sondern (Waldung) zeigen sich noch die Spuren von ihr, welche sich auf Beyen-burg verfolgen lassen. Hinter Beyenburg springt sie auf das rechte Wupperufer und zieht sich durch die FlurRemelingrade den Sprelerbach (1. U.) hinauf, also fast unmittelbar längst der Grenze der Grafschaft Mark resp. desjetzigen Regierungsbezirks Arnsberg. Gegenüber dem Hofevor dem Baum" überspringt sie den Sprelerbach undund tritt in die Bürgermeisterei Gevelsberg (Grafschaft Mark) und dann zurück in Flur III. der Bürgermeisterei Radevor dem Walde, ,2 ) wo sie, von der Milsper Höhe her, nach verschiedenen Windungen zum Rothstahl Hammer undzu der Enepe gelangt. Sie verfolgt diesen Fluss und zwar meist in seiner Nähe bis Höller Mühle, in deren Nähe siedie Ohausee zwischen Rade vor dem Walde und Breckerfeld durchschneidet. Unmittelbar darauf verlässt sie dieEnnepe, durchläuft die Fluren: Wellershausen, (VH) etwa 40 Ruthen unterhalb der Ortschaft Weilershausen, Bor-beck (VIII) in der Richtung von Schlcchtcnbcck auf Schlagbaum, Klaukenberg (IX), östlich von Klaukenberg, Alten-burg (XI) längst des Ortes Winterhausen und zuletzt die Flur Kortmannshausen, an deren südlicher Grenze, zwischenKortmannshausen und untersten Graben sie den Bewerbach überspringt und in die Bürgermeisterei Klüppelberg(Wipperfürt) und den Regierungsbezirk Cöln tritt. 13 )

Auf der ganzen Strecke von Barmen ab ist die Landwehr nur 6070 Fuss breit und hat zwei Gräbenohne Wasser und in der Mitte einen Wall, also einen Durchschnitt wie oben Nr. II.

eultivirt. ") Wahrscheinlich läuft sie über die Höhen an der Ruhr (linkes Ufer) bis zum Deilbach, und diesen aufwärts, auf dessenlinkem Ufer, bis nach Horath im Dönberge, wo sie sich wohl an die dortige Horather Schanze angelehnt hat. Längst dieser Grenzescheidet sich noch jetzt die sächsiche und fränkische Mundart. Das alte Schloss zu Hardenberg War jedenfalls eine alte Grenzwehr undStützpunkt für den Limes. u ) In dieser Bürgermeisterei findet sich noch eine zweite Landwehr, welche wahrscheinlich die HerrschaftHückeswagen einschloss, mit dem Limes aber nichts gemein hat. w ) Von hier aus bis auf dem linken Ufer der Sieg bleibt die Richtungdes Limes nooh näher festzustellen. (Es scheint, dass er längst der alten Orte Wipperfürt und Lindlar nach Blankenburg zu suchen ist, woer die Sieg übersprungen und sich auf Uckerrath fortgesetzt haben -wird. Von der Sieg ab nimmt er den Namen Pfahlgraben an undfinden sich seine Spuren unfern Uckerrath, im Regierungsbezirk Coblenz, zunächst in mehreren Waldungen, weiterhin hinter der Burg Ham-merstein , ebenfalls im Walde, dann auf dem rechten Ufer der Wied fortlaufend bis zum Schlosse Isenburg, wo noch Reste eines Römer-thurmes stehen. (Es würde für die Geschichte von Werth sein, wenn man ihn von Regierungswegen auf dem beschriebenen Wege verfolgteund die Thürme und Castelle an ihm offen legte, wie dieses in Nassau und Würtemberg geschehen ist. Freilich mit 100 Thaler, die derRegierungsbezirk jährlich für Alterthümer hat, ist nichts anzufangen, in Frankreich hat ein Departement allein für Geschichte 50,000 Franken.)Hierauf tritt er in Nassau, wo er aufgedeckt ist. Zunächst finden sich fortlaufende Reste von ihm auf den Höhen, westlich von Grenzhausenund Hillscheid, sowie bei Arzbach und Zimmerscheid. Hinter Bad Ems steigt er denPfahlsberg" hinunter, wo ein Castell stand, setzt überdie Lahn und gelangt, längst des Castells östlich von Becheln, nach Dornholzhausen, dass er östlich lässt. Hier ist er im Walde überallnoch kenntlich. Nachdem er das Castell bei Marienfels verlassen hat, erreicht er Dorf Pohl und die Höhe zwischen Holzhausen und Laufen-setten, wo im Walde noch die Reste eines CastellsAlteburg" stehen ; und weiter das Kastell bei Kernel. Von da senkt er sich durch denRömergrund " zu der Aar, auf deren entgegengesetztem Ufer er durch denPfahlweg" und Pfahlbach " nach Dorf Born über Orlen längstdes WaldesPohl" bis zur Quelle der Aar und dem dort gelegenen CastellAlteburg" gelangt. Dann zieht er sich durch die Flur vonIdstein, nahe der Quelle des Wörsbachs, durchDasbach nach einem Castelle, abermalsAlteburg" genannt, südwestlich von Hefftrich, dichtan der Quelle der Crüfftel vorbei auf den Rücken des Hohengebirges, wo sich, über der Quelle der Weil nahe bei Reiffenberg, abermalsReste eines Castells finden. Von da ab über Saalburg (Artaunum) und Caspersberg, ebenfalls römisches Castell, bildet er die Grenzezwischen Nassau und Homburg. Weiter schliesst er die ganze Wetterau ein, zieht sich bei Miltenberg über den Main zum Neckar undweiter bis Pforring an der Donau. Nach den gemachten Ausgrabungen im Nassauischen, (siehe darüber die Annalen des Vereins fürAlterthumskunde und Geschichtsforschungen) befinden sich auf der inneren Seite des Grabens fortlaufend und in gleichmassiger Entfernungfeste Wachtposten und Wachtthürme und liegen mehr landeinwärts in fast gleichem Abstände von zwei Stunden die eigentlichen Castelleund befestigte Lager. Im Würtembergischen, wo er nicht fern von der Stadt Rottenburg (Sulmocenne, B. Jahrb. I.) vorbeiläuft, ist er aufStaatskosten durch den Topographen Paulus aufgedeckt (vergleiche Stalin Gesch. Würtenbergs I.) Bei Ellingen in Baiern ist er durch einenDenkstein bezeichnet, der an der Nordseite folgende Inschrift hat:Vallatum Hadriani et postea Valium Probi circa annum 279 p. C. a.Romanis exstruetum" und an derSüdseite:Die Pfahlhecke, der Pfahlrain, spater die Teufelsmauer." Es ist hierbei zu bemerken, dass Probusnoch eine weiter reichende zweite Pfahlhecke begann, deren Spuren man von Dünkelsbühl über Bühlertann bis zum Kocher findet, die abernicht vollendet wurde. Was den Namen Pfahlgraben angeht, so findet man Cod. Laursham III. schon im Jahre 741 ihn als Pollum undim Jahre 812 als Phal.