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war, brannte das Hofesgebäude, wie vorher erzählt, ab. Zwei Jahre später wurde der eölniche Mauermeister JosephWagener Eigenthümer, der bald darauf sein Eecht an Johann Maria Farina aus der Stadt Turin auf der Hochstrasscin Cöln übertrug. Dieser benutzt das Haus mit seinem prachtvollen Garten und Park als Sommer-Residenz.
C. Der Stirzenhof mit Acker für 6 Pferde (250 Morgen), einst dem Kloster Marienforst gehörig undnach dessen Aufhebung vom Banquier Schafhausen in Cöln gekauft. Er lag am Ausgange des Dorfes nach Godesberg,links vom Wege und war mit einer Mühle versehen, von der sich nur der Name Mühlenkaule, ein vertieftes Stückin der Flur und die dahin führende Mühlengasse erhalten hat. Auch erinnert daran der Name des Weges, welcher vongedachter Kaule, längst des berühmten Hochkreuzes an der Chaussee, nach Friesdorf zu einem anderen Hofe desKlosters Marienforst führt; er heisst „der Eselsweg". Der Hof, niedrig und leicht aus Holz gebaut, wurde 1809 oder1810 wegen Baufälligkeit abgebrochen. Das Land ist getheilt, 150 Morgen davon besitzt jetzt Grat Salm-Hochstratenund 100 Morgen sind zum Auerhof gesehlagen.
D. Der Auerhof, jetzt Kittersitz 'und dem Fabrikanten J. A. Solf aus Neustadt (bei Gross - Bodungen,Provinz Sachsen) gehörig, war vormals Eigenthum der Abtei Heisterbach. Meister Andreas von Spoier kaufte ihn vondem Gelde, was er in Griechenland und am Hofe des Kaisers Friedrich gesammelt hatte, und schenkte ihn 1179 derAbtei Heisterbach. Er wird von Caesar magnum allodium, auch villa prope Bonnam ad Rhenum sita genannt. Bei derSecularisation kaufte ihn der gedachte Banquier Schafhausen, von dem er in Theilung auf Mertens-Schafhausen und1844 durch Kauf, sammt dem vorigen Stirzenhofe, auf Barthold Surmont aus Aachen kam. Es gehören gegenwärtigdazu 500 Morgen, von denen 100 aus dem Stirzenhofe herrühren, von Surmont dazu gescldagen. Das Haus liegtin einem 14 Morgen grossen, schönen Parke, angelegt von Mertens-Schafhausen. Es brannte 1784 mit allen Neben-Gebäuden nieder. Im Dezember 1858 legte das Feuer abermals die Scheunen und Stallungen in Asche. Der Hofliegt schräg dem Thurmhofe gegenüber.
E. Das Steinen-Haus, cölnischer landtagsfähiger Rittersitz mitten im Dorfe, an derselben Strasse, worander Thurmhof und Auerhof hegen, etwa 100 Schritte stromaufwärts von letzterem und mit ihm auf derselben Seiteder Strasse. Es gehörten zu ihm circa 70 Morgen Ackerland und Weinberge. Das Haus war massiv aus gehauenenSteinen gebaut und hatte, wie die ältesten Einwohner noch wissen, im Hofe einen freistehenden Thurm mit Wendeltreppeund vier Stockwerken, von denen jedes Gefängniss war. Es genoss vielfache Privilegien; unter andern durfte keinGerichtsdiener, kein Brief böte darin eintreten; die Briefschaften mussten durch eine bestimmte Oeffnung hineingereichtwerden. Nach Allem scheint es das Herrnhaus des Orts gewesen zu sein. Lehnpflichtig war es Niemanden. DieserSitz gehörte der Familie v. Bocholtz: wann und wie er in ihre Hände gekommen ist, konnte ich nicht ermitteln.Eduard Bernard von Bocholtz bewohnte ihn bis zu seinem Tode (f 1726, 23. März). Von ihm kam er auf dieStörmeder Linie, welche ihn am Ende des vorigen Jahrhunderts an die Grafen von der Heiden, genannt Belderbusch,verkaufte ') von denen er später auf Augustin Rhein überging. Dieser brach 1806 das Gebäude wegen Baufälligkeitab und baute aus dem Material auf den alten Fundamenten ein neues Haus in ganz einfachem Style. Bei dieserGelegenheit sind die Ornamente, Wappen, Inschriften verschleppt und zerstört, nur zwei übereinander stehende Säulenim hinteren Giebel sind noch Zeugen der alten Herrlichkeit. Nach ihnen, den im Dorfe noch vorfindlichen übrigenBruchstücken und der Beschreibung ist das Gebäude so beschaffen gewesen, wie es vorstehend abgebildet steht, ganz,wie auch noch das jetzige Haus, aus grauen Steinen, daher sein Name.
Neben dem Steinen-Haus lag in früheren Zeiten ein Nebenhaus aus Holz, wie es an der Spitze diesesAbschnittes abgebildet ist, nach der Inschrift 1540 erbaut, eines jener zierlichen Werke der mittelalterlichenZimmermannskunst, von denen einst der Rhein und die Mosel die manichfaltigsten Muster aufweisen konnte. Jetzthat sich davon nur hier und da ein Exemplar erhalten, namentlich fand ich ein solches, wie das vorstehende, im vorigenJahre noch in Rhense und Boppard, und früher vor dem neulichen Brande auch in Berncastel. Das vorstehendezeichnete sieh, ebenso wie das vorher beschriebene Steinen-Haus, durch seine mittelalterlichen Fenster aus, von denenich einige folgen lasse, wie sie theils noch ganz vorhanden sind, theils aus den Bruchstücken sich erkennen lassen,unter Anschluss von solchen, die sich an benachbarten Gebäuden vorfinden:
i) Die cölnische Matrikel der landtagsfähigen Sitze führt die Freiherrn von Belderbusch 1780 wegen Ifaus PUilenilorf und1750 den Freiherrn Joh. Fried, de Cler wegen des Thitrms zu Plittersdorf als landtagsberechtigt auf.Fahne, Bocholtz I.
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