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1,1 (1863) Geschichte der verschiedenen Geschlechter Bocholtz unter besonderer Berücksichtigung der alten Geographie, Rechts-, Sitten- und Culturgeschichte des Niederrheins
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8. Die Vorgenannten, Vater und Sohn, schliessen einen zweiten Vertrag über den Nachlassdes gedachten Johan Droste, wobei Diedrich von Tiegellen zu Bungart, Schwager, und Johann vonLanghen, Neffe der Paciscenten, Zeugen sind. .Langhen siegelt wie hierneben. 1611, 29. Sept.

9. Magdalena geborene Gräfin zu Neuenar und Limburg, Gräfin zu Bentheim, Tecklen-burg, Steinfurt, Wittwe, belehnt Hans Henrich Droste Namens der Minderjährigen: Maria undAnna Cornelia Droste, Kinder seines verstorbenen Vaters Henrich aus zweiter Ehe mit Lueff vonUterwiek, mit .dem Gute zur Stappen an ger Culle, im Kirchspiel Issum gelegen, sowie solchesGut vorher Johann Droste und die von Wittenhorst von der Herrlichkeit Alpen zu Lehn getragenhaben. 1613, 25. April. ! )

10. Die Eheleute Hans Henrich Droste zur Steegen und Anna von der Reck machen

ein wechselseitiges Testament. Er vermacht seiner Frau, wenn sie ihn überlebt, alles was er hat,

mit Ausschluss dessen, was die (erste Frau) Mutter seiner Tochter Mechtilde ihm zugebracht hat;

überlebt er seine Frau, so will letztere, dass es bei der Eheberedung bleibe, welche ihr Bruder Wennemar von der Recke

r / zu Kemna aufgerichtet hat. Geschehen zu Haus Stege 1623, 8. November.

11. Zeugenvernehmung über das Jagdrecht des Hauses Issum auf den Ländereien des Hauses Steege. 1669,\ 16. März. Aus den Zeugenaussagen geht hervor, dass Henrich Droste zu Steege Altvater des jetzigen Besitzers von Steege,

\Johan Henrich Droste, war.

12. Maximilian Henrich, Churfürst von Cöln, befiehlt dem Oberamtmann von Rheinberg, den um Schutzbittenden Johan Henrich Droste in dem Jagdrechte seines Hauses Steege gegen die Brüder von Dorth zu Issum zu schützen.Datum Bonn 1684, 9. Dec.

13. Die Vormünder der minderjährigen Kinder der verstorbenen Eheleute Johan Friedrich von Droste zurSteege und Elisabeth gebornen von Adelsheim verpachten das Haus zur Steege. Actum Jssum 1693, 10. Februar.

14. Elisabeth von Droste, natürliche (Bastard) Tochter des verstorbenen Herrn v. Droste zur Steege, bittet dessenErben um Auszahlung ihrer Alimente. Ausgestellt zu Rheinberg 1699, 26. Maij. Aus der Schrift geht hervor, dass gedachterv. Droste drei eheliche Kinder hinterlassen hat; davon ist eine Tochter an den Obersten Bitter von Rheede verheirathet;die beiden andern Kinder, noch minderjährig, stehen unter der Vormundschaft des Assuer von Langen.

15. Die Erben von Droste, unter Bürgschaft des Milerben Obersten von Rhede, vergleichen sich mit derKirche zu Issum wegen der Blickenhorst. 10. März 1704.

16. Wilhelm v. Droste gibt seine sogenannten Görtz- und ler Stappen-Güter in Erbpacht. 31. Dec. 1711.

17. Der Oberst von Rheede zur Stege und Leemeul vergleicht sich mit der Kirche zu Issum. Er erhält zuseinem adligen Hause zur Steege das Büschchen zwischen dem STeeger Cümpchen und dem Holzgewächs des Hauses Issum,den Schmaalwinckel, den die Kirche seither vom Churfürsten zu Cöln in Leibgewinn gehabt hat und das Dominium directumsammt der Erbpacht der ßlickenhorst. Die Kirche erhält: das Dominium directum sammt der Erbpacht des Hockelhofs und400 Rchthlr. clevisch. 1716, 2. August.

18. Cornelis Ouderogge, Herr des Lehnshofes Berenbrock, belehnt Anthoin von Erxsen, als Vormund desJohann Gisbert von Rheede, mit den Gütern: Trecker, Weitmanns und Spiegelmanns, im Kirchspiel Capellen gelegen.1717, 14. April.

19. Oberst Bitter von Rheede stellt zum Protocolle vor dem Gerichte zu Jssum Namens seiner minderjährigenKinder den Antrag, den Rittersitz zur Steege verkaufen zu dürfen 6. März 1719 und erhält dazu die obervormuudschafllicheGenehmigung 13. März 1719.

Es liegt bei: Liste der Gewinngüter, welche zum Kittersitze Steege gehören; Verzeichniss der Güter, welche die verstorbeneFrau des Obersten hinterlassen hat und Register der jährlichen Einkünfte dieser Güter.

20. Bitter Freiherr von Rheede, Rath, Obervogt und Oberst, sowie seine Frau: Maria Francisca geborene vonStein und seine Kinder erster Ehe: Johann Gisbert und Anna Josine von Rheede, verkaufen ihren adligen Rittersitz Steegeim chureölnischen Amte Rheinberg, zu Issum gelegen, an Rernhard Freiherrn von Bocholtz, Domcapilular zu Hildesheim.

1725, 25. August.Es liegen bei: 1. Notarielle Vollmacht der Frau und Kinder des Obersten zum Verkauf, do dato Onolsbaoh 14. Juni 1725. 2. No-tarieller Kaufvertrag über den Verkauf des gedachten Rittersitzes für 11,000 Rchthlr. h 80 Albus zwischen dem genannten Obersten undDomherrn, de dato Abtei Vilioh 28. Juli 1725. Gerichtliches Protocoll behufs der landesherrlichen Bestätigung des Verkaufs, worin zugleichdio Edictalladung zur Anmeldung der Gläubiger beschlossen wird. Actum Issum 1725, 25. August. Edictalladung darum Issum 7. Sept. 1725und endlich Quittung über die völlig ausgezahlten 11,000 Rchthlr. Actum Issum 4, Januar 1726.

21. Clemens August, Churfürst von Cöln, gestaltet dem Freiherrn v. Bocholtz, für 3 folgende Jahre in derHauscapelle des Rittersitzes Steege an Sonn- und Festtagen die h. Messe lesen zu lassen, jedoch unbeschadet der Pfarrrechte.

1726, 24. November.

22. Freiherr v. Bocholtz bittet, trotz der Protestation der Oberstin Freifrau von Dorth, wegen Steeg zumcölnischen Ritterschaftscollegium zugelassen und aufgeschworen zu werden. 1728.

23. Friedrich Graf zu Bentheim, Tecklenburg, Sleinfurt, Limburg, Herr zu Rheda, Wevelinchouen, Hoja, Alpenund Helfenstein, Erbvogt zu Cöln, belehnt Freiherrn Caspar Arnold von Bocholtz mit dem im Kirchspiel Issum gelegenenHof zur Stappen , nachdem dieser von den Creditoren des letzten Lehnträgers : Johan Gisberl von Rheede, wegen Schuldenverkauft und von gedachtem v. Bocholtz angekauft ist. Actum Alpen 1. März 1728. Ferner werden mit Stappen belehnt:Caspar Arnold v. B. 1736,25. August durch Francisca Charlotte Gräfin zu Bentheim etc. und 1781, 11. Juli durch GrafLudwig

') Später wird belehnt: 1643 4./14. Oct. Caspar Droste, als Rentemeister der minderjährigen Kinder des verstorbenen HenrichDrosto zur Steege, durch Ernst "Wilhelm Graf von Bentheim, Steinfurt etc. Das Weitere unter Anno 1728. Nr, 23.