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36. CIrarcölnischer landtagsfälliger Rittersitz Steege oder Ingerstegen.
Dieser churcölnische Sitz, der mit zwei wohlgebauten Wohnhäusern, drei landwirthschaftliehen Gebäudenund 160 Morgen des besten Ackerlandes versehen "ist, liegt jetzt im Kreise Geldern, Bürgermeisterei Issum, und zähltevormals zum chureölnischen Amte Rheinberg, Decanat Stralen (seit 14. Jahrhundert Decanat Geldern). Er wird von16 catholischen und 6 evangelischen Einwohnern bewohnt und gehört der älteren gräflichen Linie: Bockoltz - Ahne.
Das dazu gehörige Archiv enthält folgende Urkunden:
1. Henrich Droste und seine Frau Bertha von Weyenhorst übertragen ihr, im Gericht und Kirchspiel Issumgelegenes Leibgewinngut, Steiffertshof genannt, an Johann op Steiffert als ein Erbzinsgut. 1543 op Nijejahrszavent. (31. Dec)
2. Unheil des Drosten und Magistrats zu Moers in Sachen der Beatrix gebornen von Weinhorst, Wittwe vonDroste und deren Sohnes Johan vou Droste gegen mehrere ihrer Pachtleute bei Capellen wegen rückständiger Pacht.1573, 19. Juni.
3. Die Brüder Jaspar und Johann von Droste, Söhne von Hendrich Droste zur Stege und Beatrix von Weinhorst,theilen unter Vermittelung ihrer Schwäger: Werner von Bocholtz zu Buisz (Busch) und Engelbert von Eyll zu Gastendunck
die elterlichen Güter, Jaspar und sein Bruder Hendrich und Johann erhalten das Lehngut zur Stege mitZubehör, gelegen im chureölnischen Amte Bergk (Reinberg), Kirchspiel Issum. Johann Droste erhält:1. Goertzgut, welches zu zu einem Theile den Namen zur Stappen, anderntheils zur Stratten führt undLehngut von Alpen ist, 2. Spaenlgisgut, 3. Notenkoit nebst Hauswinckel, 4. Steyversgut, früher Haixgutgenannt, welche drei Güter vorlängst von dem Passenhove abgetheilt sind uud muss aus diesen Güternseine beiden Schwestern, Melchiore Droste, Frau von Bocholtz, und Balthasare Droste, weiland Frau vonEyll, abfinden. Es siegeln: 1. Jaspar Droste für sich und seine Frau, 2. Johann Droste, beide wie hier neben,3. Werner v. Bocholtz für sich und seine Frau Melchiore Droste, Engelbert v. Eyll, Johann v. Pallant als Lehnsherr desHofes zur Steege und Henrich Wolff genannt Metternich, Amtmann zu Bergk. 1578, 20. August.
4. Testament der Melchiore Droste, Ehefrau v. Boeholtz zum Busch. Die Morgengabe von 1000 Goldgulden,welche ihr früherer Mann Reinard Spee ihr gegeben hat vermacht sie ihren Brüdern Jaspar und Johan Droste. Da zwischenihr und ihrem Eheherrn Werner v. Bocholtz keine Heirathsverschreibung errichtet ist, so setzt sie diesen, zur Verhütungaller Zwietracht zwischen letzterem und ihren Brüdern, zum Erben ihrer fahrenden Habe und Güter ein; nur sollen dieKetten und Ringe ihrer Mutter an ihren Bruder Johann und 100 Goldgulden an Carl Spee behändigt werden. Actum Hauszum Busch 1579, 30. Nov.
5. Vergleich zwischen Johan Droste und Werner von Bocholtz zum Busch über den Nachlass der f MelchioreDroste, Schwester des ersteren und Frau des letzteren Auf Seiten Werners stehen die Brüder Werner und Gerhard v.Gahlen als Schiedsfreunde. 1580, 15 Juni.
6. Johann Droste macht ein Codicill zu seinem Testamente und schenkt darin Lehngüter in der Grafschaft Moers,Kirchspiel Capellen, seinem Vetter: Hans Henrich Droste, Sohn Henrichs. Verhandelt zu Duisburg am Markte im Hausezum Schwanen. 1606, 20. Februar.
7. Henrich Droste, Vater, nnd Hans Henrich, dessen Sohn, theilen den Nachlass des Johan Droste, Oheimsdes letztem; namentlich verhandelt es sich über die Höfe ter Straten und ter Stappen. Actum Moersae 1606, 10. April.
ridder ende xxi Jochimdaler heufftgeldt dairuan eyn malder roggeu gegolden vnd op dach der commendatien van der vurss. broederschapden armen gespendt to werden . gebacken nae aingehauener gewoinheit . Vnd woirby dat conuent hoerer zcelen niet vergeten en sold, soheefft zy onser Eirwerdiger vrouwen . Elizabeth van Vlodrop abdissin in bairen Gelde gehantreickt hundert bescheiden gülden brabans, dathoir Eirw. off eyn naekoemende Abdis, so wanneer gedachte suster Heza in Godt verstoruen, hoere vytfardt behoirlicke vytrichteu vnd denconuent den "Wyn geiuen zall . darby noch eys eyn aem goitz wyns, tot der bester gelegenheit ende in behoirlicher freuden gedroncken towerden bi den gemeinen conuent. Beneuens desen heefft suster Heza vurss. hoere andachtige waillmeinung dairayn ryokelicken betoentdat zij mit groten Kosten etliche Altaren heefft helpen vertzieren vnd dat pauiment onser Kircken mit voell grauwen puluuissteinendoin vernyen . also hoire tytliche goeder, mit will irer Ouericheit verändert tot godtliche eer in onsterfflich vnd onuergenckliche goeder desewigen leiuens . dat hoir vmmer geboiren moit int anschouwen der heiliger Driuuldicheit. Amen." — Ueberhaupt waren die Conversenund Donatbrüder die vornehmsten "Wohlthäter des Stifts. Ich mache noch einige von ihnen aus dem Necrolog namhaft unter Angabe derSummen, welche sie dem Stifte schenkten: Mathias Bangen, (f 9. Juli,i 19 Gulden; frater Petrus de "Weert, (f 29. August,) 100 Guldenund 220 Griffones; frater Petrus Kolckmnnn, (f 17. Oct.,) 107 Griffones; Egidius von Maris, (f 26. Oct.,) 100 Gulden zum Bau der Abteiund jeder Stifsjungfer noch bei seinem Leben einen Goldgulden; Henrich Nab, (f 28. Oct.,) 70 Gulden und eine Jahresrente von 11 MalterRoggen; frater Petrus de Wissieh, (f 12. Nov„) provisor des Klosters, eine Rente von 15 Gulden und eine nicht benannte Summe zurDeckung der Klosterschulden; frater Paul de doern, (f 15. Nov.,) eine Rente von 4 Gulden; frater Gherardus Helden, (17. Nov.,) 72 Gulden;frater Angelus Roggen, (f 29. Nov.,) 40 Goldgulden; soror Katherina von Hees conuersa, (f 25. Nov. 1579,) 135 Gulden; Seger Nelyssen(f 29, Dee.,) eenen ouden dienar van ons godts huzs heefft het Kloster gegeuen 25 patacons die hy goedt vont aen het Kloster van syneloon. Auch die Klosterjungfern, welche Küsterinnen waren, zeichneten sich durch reichliche Geschenke an das Kloster aus. so: Heilwigisvon Randerad, (f 2. Oct. 1549,) schenkte 504 Gulden dem Kloster, und der Abtei 2 grosse und 6 kleine silberne Krüge, Johanna Chaloun(f 6. Oct. 1510,) schenkte dem Kloster 350 Gulden und der Abtei einen silbernen Löffel; Philippa von Roo, (10. Oct.,) hinterliess demKloster 180 Gulden. — Fast alle diese Personen setzten auch reichliche Renten für den Wein aus, der sowohl bei dem Mahlo nach demAbsterben als auch bei den jährlich wiederkehrenden Erinnerungsmahlen den Klosterbewohnern verabreicht werden sollte.