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68. Engelhard Spiegel zum Desenberg und seine Frau Eva verkaufen an Johan von Niehausen und dessenFrau Anna für 100 Thaler eine Rente von 5 Thaler und verpfänden dafür ihren Antheil an Hof und Gut zu Aldorpen. \)1583, uf Diostag nha den heiligen Ostern (24. März).
69. Die Räthe der paderborner Regierung -schliessen einen Vertrag zwischen Goda Spiegel, Wittwe Diedrichsvon Wiehausen aind Johann von Niehausen, wegen der Lehne und Leibzucht. Geschehen in Kloster Abdinghof binnenPaderborn, 1574, 5. August. 2 )
Die hessischen, braunschweigischen und andere Lehngüter werden an Johan, als nächsten männlichen Lehnsfolger, abgetreten.
70. Vergleich zwischen Kloster Gehrden und Johann von Nihausen, wegen der Besetzung des Beneficii derLiebflauen.Kapelle binnen der Kirche zu Gehrden, woiin sicli der jetzige Besitzer verpflichtet, die Hälfte der Einkünfte anMeinoilf Von Brenken, Sohn Meinolfs, Behufs Vollendung dessen Studien, abzugeben. 1576, 12. Juni.
71. Wilhelm, Domscholastcr zu Paderborn, und sein Bruder Herman Schilder zu Himmiughausen, versprechenihrem Schwager Johann von Niehausen, der sich für sie mit Eimerhaus von Haxthausen und Lubbert Westphal, Erbgesessenezu Lippspringe, für 1000 Reichsthaler bei Herman von Calenberg verbürgt hat, Schadloshaltung. 1578, 1. Mai.
72. Henrich Sokefclt zn Niehausen verschreibt dem Caspar Bocken, Rector der Capelle St. Gottardi zu Niehausen,für dargeliehene 57 Reichsthaler ä 21 Schillinge und einen Schreckenberger, eine jährliche Rente von 9 Scheffel Sommergerste,zahlbar Martini. 1579, 23. März.
73. -Die Brüder Herman und Cordt von Mengersen versprechen dein Johann von Nyhusen und Jobann Spiegelzum Desenberg, ihren Vetter und Schwager, für eine, dem Statthalter und der Kirche zu Paderborn geleistete Bürgschaft,Schadloshaltung. 1579, 4. November.
74. Meinolph Spiegel, für sich und seine Söhne: Herman und Curt, verpfändet seinem Schwager Johann vonNiehausen und dessen Frau Anna, für 200 Königs oder Dicke Thaler, welche er für die Aussteuer seiner Tochter Elisabethbei ihrer Heirath mit Georg von Twiste verwendet hat, mehrere Kornrenten zu Fronhausen. 1580, 29. September.
75. Philipp Spiegel zum Desenberg und seine Frau Elisabeth, verpfänden ihrem Vetter und Schwager Johanvon Niehausen für 140 Königsthaler, welche sie für die Präbende ihres Sohnes Symon zu Fritzlar verwendet haben, mehrereKornrenten zu Fronhausen. 1582, 29. September.
76. Reinhard (von Bocholtz), Abt zu Corvey, und Theodor, Propst zu Marsberg, verpfänden dem Johann vonNiehausen für 200 Reichsthaler Darlehn den Zehnten und die Pacht des Dorfes Ostörpe im Stifte Paderborn, der PropsteiMarsberg zuständig. 1583, 25. Juli.
Mit den Siegeln des Abtes, Propstes und des Conventes.
77. Jost Derendaell und seine Ftau Edelinck Jodden, Erbgesessene zu Borcholtz, quittirendem Johann von Niehausen und dessen Frau Anna ein Darlehn von 100 Reichsthaler zu 5 Prozent.
Jost hat nebenstehendes Wappen in seinem Siegel.
78. Henrich von Stockhausen zu Lutlmarszen und seine Frau Christoffel versprechenihrem Vetter Johann von Niehausen, der sich für sie bei Otto von Boltmer für 5000 Reichslhalerverbürgt hat, Schadloshallung. 1587, in den heiligen Ostern (29. März).
79. Engelhard Spiegel (Sohn Henrichs und Annen von Niehausen,) ergreift nach dem Tode der Goda Spiegel,Wittwe Diedrichs von Niehausen, mittelst Notarialact Besitz von den Meiergütern zu Fronhausen, herrührend ans demNachlasse gedachten Diedrichs von Niehausen. 1587, 30. April.
80. Engelhard Spiegel zum Desenberg bittet den Bischof Diedrich von Paderborn, ihn auf Grund des ersten,am 13. September 1589 ergangenen Possesional-Urtheiles 3 ) in den Allodialgütein zu Niehausen zu schützen, welche seitherGoda Spiegel, Wittwe Diedrichs von Niehausen besessen bat und durch seine Mutter auf ihn vererbt sind. 1589, 13. Dec.
81. Jobst von Exterde und seine Frau bekennen, von Anna Spiegel, Wittwe des Johann von Niehausen,100 Reichsthaler zu 6 Prozent Zinsen, zahlbar auf Jobannes Bapt., dailehnsweise empfangen zu haben. 1591, 24. Juni.
1 ) Aldorpen bei Borgentreich, Lehn der Grafen von Waldeck, gehörte ursprünglich einem gleichnamigen Gesehleohte und kamvon ihm an die Kaven von Calenberg. Rave von dem Calenberg, Kitter, Sohn Ravens v. d. K., verschuldete das Gut so, 1451—51, dasses nach seinem Tode nur einen geringen Ertrag abwarf. Henrich Spiegel zum Desenberg, unter Vermittelung des Landgrafen Ludwig vonHessen, brachte es darauf 1458 beim Grafen von Waldeck dahin, dass ihm das Gut gegen Uebernahme der Schulden zu Lehn gegebenwurde. 1506 besassen es die Brüder Gerd und Cord Spiegel und deren Vetter Jürgen Spiegel, alle zum Desenberg, Letzterer Knappe, und1551 die Vettern Cort, Henrich und Schoneberg Spiegel zum Desenberg.
2 ) Mit diesem Vertrage war Henrich Spiegel nicht einverstanden, er behauptete vermöge seiner Frau Anna, SchwesterDiedrichs von Niehausen, Anspruch an die Niehausenschen Güter zu haben und verlangte diese heraus. Es kam zu einem Prozese, der indamals schleppender Weise selbst im Possessorio summarissimo erst am 12. Januar 1592 durch ein, von dem paderborner Generalhofgericht beider Universität Helmstedt eingeholtes Urtheil entschieden wurde, zur Zeit, als beide Prätendenten längst todt und deren Kinder, resp. Enkeleingetreten waren. Jede Partei erhielt gewisse Antheile zugesprochen. Wie das Petitorium ausgefallen ist, sagen die Acten nicht, wohl aberdass später die Spiegel einen Theil der Niehauser Güter inne hatten. Vergleiche unten 1584, 13. December. Von Guda, der Wittwe,Diedrichs, ist noch zu bemerken, (vergl. auch die vorletzte Note,) dass sie 1577 mit Arnold von Bredenol verheirathet war.
3 ) Das zweite erfolgte 4. Mai 1590, das dritte 12. Januar 1592 (siehe oben Anmerkung 2).