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49. Diedrich, Domherr zu Paderborn, und Henrich, Gebrüder von Nihusen, verschreiben dem .Dechant undKapitel der Domkirche zu Paderborn, für 150 rheinische Goldgulden, vorbehaltlich der Wiederlöse, eine Rente von7y 2 Goldgulden aus ihrem halben Zehnten, Luytherssen genannt, vor Nyhusen gelegen; ferner bekennen sie: dass ihreMutter Alheit an diesem halben Zehnten keine Leibzucht haben wolle, so lange diese Verschreibung in Kraft sei. Auchdass dieser Zehnten zu ihrem freien Vermögen gehörig und kein Lehn sei. 1522, peuultima die mensis Decembris(30. December.) Es siegeln die Gebrüder Diedrich und Henrich von Niehusen.
Mit zwei Siegeln.
50. Vergleich, geschlossen durch Lippold und Hermann, Vettern von Mengerssen, als Schiedsrichter zwischenFriedrich von Nyhusen dem Aeltern einerseits, und Hans von Gladbeke dem Aeltern, Hans, Hermann, Friedrich, Jost undJochym, dessen Söhnen, andererseits. 1524, ufF Sondach misericordias Domini (10. April;.
Wegen der Ansprüche aus einem Documente, welches die von Gladbecke von Diedrich und Engelhard von Nyhusen desgemeldeten Friedrich von N. Grossvater und Vater erhalten haben, dessen Inhalt folgender ist: Diedrich v. N. und Engelhard, sein Sohn,verschulden dem Hans von Gladbecke 100 rheinische Gulden, wofür sie ihm aus ihrem Zehnten zu "Vrylyhusen und einem Vorwerke daselbst7 Gulden verschreiben. Sie stellen als Bürgen Lambert von Stockliusen. 1441 fcr. III. post Dominicam Eeminiscere. — Nachdem nun derselige Bernd und Johann von Nyhusen, Vetter und Vater des Diedrich von Nyhusen, Domherrn zu Paderborn und dessen Bruder Henrichvon Nyhusen, dem Engelhard von N. 100 Goldgulden gegeben haben, welche sofort an die von Gladbeke gezahlt und welches dem Friedr.v. N., dem Aeltern, bekannt sei; so gibt Friedr. v. N., der Aeltere, denen v. Gladbeke für seinen halben Theü eine gewisse Summe, womitsich die Letzteren zufrieden stellen und dem Friedrich v. N., dem Aeltern, sowie dem Diedrich, Domherrn zu Paderborn und Henrich v. N.,dessen Bruder, seligen Johanns Söhne, und dessen Bruder Bernd für deren Theil quittiren.
Diedrich von Nyhusen.
1. Engelhard von Nyhusen. 2. Bernd von Nyhusen, 1524. 3. Johann von Nyhusen, 1524 f.
Friedrich von Nyhusen, der Aeltere, 1524. 1. Diedrich von Nyhusen, Domherr zu Paderborn 1524. 2. Henrich von Nyhusen, 1524.
51. Henrich von Nihusen und Eva, seine Frau, verschreiben für 30 rheinische Goldgulden dem EngelbertWipperman, Beneficiaten zu Brakel, eine Rente von einem Malter Roggen und einem Malter Hafer aus einer bei Nihusengelegenen Hufe Landes, vorbehaltlich der Wiederlöse, zum Behufe des St. Jacobi- und Annen-Altars und der WippermannschenMemorie in der Kirche zu Brackel. 1529, sent Remigius Dage (1. October). Es siegeln: Henrich von Nihusen und seinBruder Diedrich von Nihusen, Domherr und Domscholaster zu Paderborn.
Das erste Siegel ist abgefallen, das zweite grösstentheils erhalten.
52. Engelhard, Domherr zu Fritzlar, und Friedrich, Gebrüder von Nyhusen, seligen Diedrichs Söhne, verpfändenals Erben ihres Vetters Friedrich von Nyhusen selig, an Cord Heneken, Bürgermeister zu der Lechtenowe, an welchen ihrVetter selig, mit Genehmigung des Lehnsherrn, einen Theil des halben Gutes vor der Lechtenouwe, zu Northeym gelegen,verpfändet hatte, noch ausserdem jetzt für 20 rheinische Goldgulden den noch übrigen Theil dieses halben Gutes. 1532,am Myddewecken na dem Sondage Cantate (1. May). Es siegeln Engelhard und Friedrich von Nyhusen.
Von den beiden Siegeln ist nur nocbTdas erste vorhanden, dessen Inhalt aber nicht wohl zu erkennen ist.
53. Margaretha von Columna, ^Äbtissin des Stifts Heerse, belehnt Engelhard von Nyhausen, Domdechant zuFritzlar, Namens seiner und der Kinder seines t Bruders Friedrich mit dem Gute Wipperfürde als Pachtlchn gegen vierMalter Korn jährliche Pacht, so wie solches vorher Friedrich der Aeltere und Friedrich der Jüngere v. N. zu Lehngetragen haben. 1539, up den Sundaeh misericordias domini nach Paseben (20. April). ')
54. Dyderich von Nyhusen, Domherr und Scholaster zu Paderborn, und sein Vetter Johaun, Sohn seinesBruders Henrich, in Gegenwart der übrigen Vormünder der Kinder des Letzteren setzt seiner Schwiegerin', Wittwe desgenannten Heinrich, Eva von Grone, die Leibzucht fest. 1540, Donnersdag na trium Regum (7. Januar).
Die Leibzucht wird, da sie 400 Goldgulden Brautschatz mitgebracht hat, auf 800 Goldgulden Hauptsumme ermessen, und ihrdafür an Rente angewiesen 12 Malter Korn aus den Zehnten zu Menne, 3 Malter dito aus dem Hofe zu Wartburg, 6 Malter dito ausUlrichs Isernhodes Haus zu Wartburg, 3 Malter zu Daseborch, und 6 Malter aus 3 Hufen bei Nyhausen (zusammen 30 Malter), ausserdem sollsie von 300 Goldgulden jährlich 15 Goldgulden baar Geld, freie Wohnung und Garten zu Niehausen und 6 Malter Korn zu Menne geniessen,welche ihr verstorbener Mann ihr zur Morgengabe gesetzt hat. Die Vormünder sind: Hermann und Cord von Mengersen, Brüder, Neffendes verstorbenen Henrich v. N. und Gunsell von Grone, Sohn des f Diederich, Bruder der Eva.
55. Ludwig Werners, Bürgermeister zu Lügde, beurkundet, von Engelhard von Nyhusen, Dechant zu Fritzlar,mit Hof, Haus und Grund auf der Grone binnen Höxter in der Art wie seine Voreltern belehnt zu sein, und siegelt fürihn Henrich von Stochausen. 1541, am Donnerstage na Valentini (17. Februar).
>) Fernere Belehnungen fanden folgende statt: 1580, 1. August in der Stadt Bracke], durch genannte Marg. v. C., jetzt auchÄbtissin zu Gandersheim, nach Absterben des Diedrich von Nyhausen an Engelhard Spiegel, Erbfolger seines f Vaters Henrich Spiegel,wegen dessen Frau Anna von Niehausen; 1622, 4. Oct. in der Abtei Heerse, durch Helene Schmising, Äbtissin des Freiweltlichen StiftsHeerse an Henrich Diedrich von Niehausen; 1642, 29. April in derselben Abtei durch die genannte Helene Korff gt. Schmising, Äbtissin,an Gottschalk von Niehausen, für sich und seine Brüder: Curt, Friedrich und Engelhard von N.; 1650, 18. Januar ebenda durch ClaudiaSeraphia, Gräfin von Wolkenstein und Rodeneg der Stifter Essen, Vreden, St. Ursula in Cöln, Heerse und Freckenhorst, Äbtissin, Küsterinund Kanonissin: an Gottschalk von Niebausen, Rittmeister, für sich und seine Brüder: Conrad, Friedrich und Engelhard von N.; 1675,28. Mai ebenda durch dieselbe an Conrad von und zu Niehausen für sich und für seine Brüder: Friedrich und Engelhard, sowie für HenrichDiedrich, Wüh. Joh. Friedrich, Georg und Friedrich, Söhne des f Gottschalck v. Niehausen; 1693, 11. Febr. ebenda durch Agatha von undzu Niehausen, Äbtissin, an Conrad von Niehausen und dessen Vettern: Johann Godfrid, Georg und Friedrich, Söhne des f Gottschalck vonund zu Niehausen; 1697, 22. October dieselbe Äbtissin an Johan Godfried von und zu Niehausen und dessen Brüder Georg und Friedrich,Söhne des f Gottschalck von und zu Niehausen; endlich 1705, 2. April durch dieselbe Äbtissin an Georg von und zu Niehausen, Domkellnerzu Paderborn, für sieh und seines Bruders Sohn Gottschalck von und zu Niehausen.