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1,1 (1863) Geschichte der verschiedenen Geschlechter Bocholtz unter besonderer Berücksichtigung der alten Geographie, Rechts-, Sitten- und Culturgeschichte des Niederrheins
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39. Hermann, Erzbischof von Cöln, als Administrator des Stifts Paderborn, belehnt Diedrich und Friedrich,Brüder von Nyehusen zu rechten Mannlehn mit einem Burglehn zu Lichtenowe, bestehend aus einer Wohnung daselbst, %des Gogerichls im Kirchdorfe, der Mühle daselbst, dem Holze genannt das Sundern, den Gütern zu Northeim, Manzenhemund Syverdessen, dem Kohlhofe vor der Lichtenawe, drei Hufen Landes zu Doseil, J / 2 Hufe zu Lütteken Nedder, welchesLehn durch den Tod des Albert von Flechten erledigt ist. Ferner belehnt er sie mit einem Burglehn zu Burcholte, einerHufe Landes zu Overn Natesungen und der Hälfte von Lutteken Herbruggen. Lehnszeugen sind: Johann von Horde undHermann Schiller, Erbkämmerer. Gegeben zu Paderborn 1500, uff JDonertag Remigie (1. October), ')

40. Johann von Nyhusen, Knappe, Aleid, seine Frau, Theoderich, Domherr zu Paderborn, Henrich und Ludwig,ihre Söhne, Friedrich von Nyhausen, deren Vetter, verkaufen dem Rector der Mariencapelle in der Stiftskirche zu Paderbornfür 100 rh. Goldgulden eine Rente von 5 Goldgulden, aus ihrem Antheile an dtm Zehnten zu Swedexen vor Nyhusen,wozu Barbara, Äbtissin des Stifts Heerse, von welcher der Zehnte Pachtweise zu Lehn geht, ihre Einwilligung ertheilt.1501, feria III. post festum Patri ad vincula (3. August).

41. Friedrich von Nyhusen, Bernd sein Sohn, noch unmündig, aber schon Knappe, verkaufen den BrüdernEngelhard, Hermann und Friedrich, Söhnen des f Diedrich von Nyhusen, ihren Vettern, 7 Malter Kornrente, halb Roggen,halb Hafer, aus Land zu Dorsel und Lutken Nedere für 100 Goldgulden, womit Bernds Schwester, die Bredenolsche (Fraudes Bredenol) ausgestattet ist. 2 ) Es siegelt Friedrich, Bernd wegen seiner Unmündigkeit führt noch kein Siegel. 1506,ipso die purificationis Marie Virg. glor. (2, Februar).

42. Johann von Nyhusen, Knappe, Aleid, seine Frau, Diderich, Lodeivigh und Henrich, ihre Söhne, verkaufenfür 40 rh. Goldgulden den Lottwyng Kuulmans und dessen Frau Anna 3 Malter halb Roggen, halb Hafer, jährlich aus ihremAntheil an einem Bauhofe vor Warburg im Felde zu Holthusen, welcher Bauhof im Ganzen jährlich 12 Malter einbringt.1508, dominica invocavit (12. März).

43. Johann und Friedrich von Nyhussen, Knappen, bekennen sich gegenüber dem Cord Amelunxen, Bürger-meister, und dessen Frau Aleid, als Selbstschuldner für 88 rh. Goldgulden, welche Thonnies Schaden, Bürger zu Paderborn,1500 dargestreckt hat. 1509, 9. Mai.

44. Johann von Nyhusen, Knappe, und seine Frau Aleid von Mengerseu, Henrich und Ludewig, ihre Söhne,für sich und Herrn Diederich, den dritten Sohn, der sich zur Zeit in Rom befindet, überweisen dem Domkapitel zu Paderborneine Rente von 3 Goldgulden aus dem Zehnten zu Menne vor Warburg für erhaltene 60 Goldgulden, welche Summe füreine Präbende am Dome zu Paderborn, die obiger Diedrich erhalten hat, verwendet worden ist. Es siegeln Johann, Henrichund Ludwig und für Adelheid deren Bruder Jörgen v. Mengerscn. 1509, in profesto bti viti Mart. (14. Juni).

45. Frederick, Herr Diderick , Herr Engelhard, Domherrn zu Paderborn und Fritzlar, Henrick, Lodewich,Herman und Frederick, Knapen, alle Gebrüder und Gevettern von Nyhusen, übergeben dem Logger von Münster, Bürgerzu Wartbergh, Cunnen, seiner Frau, Ilsen und Katherinen, ihren Töchtern, auf dieser vier Personen Lebenszeit, einenwüsten Hof, gelegen in der niedern Huffe vor Wartbergh für jährlich 15 '/ 2 Schillinge und 3 Pfenninge wartbergherWährung. 1515, Dominica Oculi (11. März). Friedrich v. Nyhusen, Knape, siegelt für sich, für Herrn Engelhard, Hermanund Friedrich, seine Veitern, Theodericus, Domherr, siegelt für sich: für Hinrick und Lodwig, seine Gebrüder v. Nyhausen.Beide Siegel sind ahgefallen.

46. Frederick von Nyhusen, Knape, verkauft dem Kloster des Prediger-Oidens zu Wartberg, behufs einer vonseiner seligen Frau Gost? daselbst gestifteten Memorie, wozu dieselbe 12'/2 halben Goldgulden ausgesetzt hat, für 19 Gguld.,eine Rente von 12 Scheffel Korns, halb Roggen halb Hafer, aus der von Nyhusen grossem Hofe, gelegen in derFeldmark des Dorfes Dazeborch, damit diese Memorie ewig gehalten werden möchte, jedoch vorbehaltlich der Wiederlösedieser Rente. 1519, up sunte fabianus unde Sehastianus Dach der hilligen Merteler (20. Januar). Es siegeln Friedrichvon Nyhusen, Knape, und seine Vettern, die Brüder Engelhard v. Nyhusen, Kanonich zu Fritzlar und Herman v. Nyhusen.

Die Siegel sind alle drei abgefallen.

47. Schuldverschreibung des Hinrich von Ley, Priester an der Kapelle zu Nyhusen, an den Patron des Lehnsüber 17 Goldgulden. 1519, ipso die Bartholomaei apli. (24. August.) Es siegelt Cort von Mengerssen, Knape.

48. Friedrich der ältere von Nyhusen, Knape, verkauft vorbehaltlich der Wiederlöse a dem Cord Heneken,Bürger zu Lichtenau, eine Rente von drei Malter Korn, aus seinem kleinen Hofe zu Northern, vor der Lichtenowe gelegen,für 55 rheinische Goldgulden, welche Summe er zum Brautschatze seiner Tochter verwendet hat, Erich , Herzog vonBraunschweig, als Bischof von Paderborn, genehmigt diesen Rentekauf als Lehnsherr. 1521, am Dage unser Levenfrawen Visitationis genannt (2. Juli)

Die beiden Siegel sind abgefallen.

') 1510, 6. Juni genehmigt Erich, Bischof von Osnabrück und Paderborn, dass Friedrich und Bernd v. N., Vater und Sohndas obige Lehn für 60 rhein. Goldgulden mit einer Rente von 3 Goldgulden zu Gunsten der vier Priester der Domkirehe zu Paderborn,beschweren. Dann fand eine fernere Belehnung statt: 1573, 26. Juni durch Johan von Hoya, Bisehof von Paderborn, an Johann denAelteren, Edelherrn von Büren, paderbornschen Statthalter und Kath, nachdem das Lehn durch das Absterben |des Diedrich von Mehausenheimgefallen war.

2 ) Der Ehemann hiess Bernd Bredenol und wurden diesem auch 26. März 1506 die 60 rhein. Goldgulden als Brautschatzgegeben, zu deren Aufnahme Bischof Erich naohträglioh die Genehmigung ertheilte. (Siehe die vorige Note.)