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1,1 (1863) Geschichte der verschiedenen Geschlechter Bocholtz unter besonderer Berücksichtigung der alten Geographie, Rechts-, Sitten- und Culturgeschichte des Niederrheins
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29. Herbord Segard und Arndt Wederode bezeugen als Dadingsleute, dass Engelhard von Nyhausen und seineFrau Oda sich mit Hermann von Calenberg und dessen Frau Hildeburg (v. Nyhusen?) dahin verglichen haben, dass durchErstere den Letzteren zwei Pfandbriefe über 100 Goldgulden übergeben sind, damit gedachte Hildebord daran ihre Leibzuchthabe und dass damit alle Streitigkeiten unter den beiden Schwägern ausgeglichen seien. 1469, in octavo Epiphanie Domini(13. Januar).

30. Jutta von Haxthausen, Äbtissin, und das Stift Heerse verkaufen ihre Wiese, das Dystelmersch zu Wyppel-vorde bei Nyhusen für 12 rh. Gulden an Engelbert von Nyhusen und Nolthen Achteruthe. 1471, dominica trinitatis (9. Juni )

31. Hermann, Abt zu Corvey, belehnt Engelhard von Nyhusen mit allen Gütern, welche das Geschlecht vonMeyngodessen zu Lehn getragen und auf die Hermann von Meyngodessen zu Gunsten gedachten Engelhards verzichtet hat,bestehend in drei Theilen des grossen Hofes zu Meingodessen, einem kleinen Hof daselbst, 2 Hufen Landes zu Ikenrode,9 Morgen auf dem Berckhofe, 20 Morgen im Petersfelde vor Höxter, einem Hofe zu Stael, einem Hofe zu Otbergen, einemHause und einem Hofe auf der Grone binnen Höxter. 1476, up Sundag Invocavit (3. März). ')

32. Wilhelm der Aeltere, Landgraf von Hessen, als Erbvogt der Edelvogtei zu Heerse, belehnt Diederich undFriederich, Brüder von Nyhusen, zu rechten Mannlehn mit den Wüstungen und Gütern zu Emerke bei Borgentreich,namentlich über 4 Mark Rente, Warburger Währung. Gegeben zu Cassel, 1486, am Freitage nach Crispini und Crispiniani(27. October). *)

33. Diedrich zur Malsborg und seine Frau Margaretha verzichten zu Gunsten Berndts von Nyhusen, Vaters derLetzteren und dessen Mannsstammes, auf alle Nyhauser Güter und quittiren ihm 350 rh. Goldgulden als Brautschatz.Zeugen sind: Herr Werner von der Malsborgh, Kirchherr zu UfFelen, Diedrich von Brokhusen, Henrich Westphal, Gerlachzur Malsborgh, Knappen. 1491, feria III. post dominicam Exaudi (17. Mai.)

34. Cort de Jode, Knappe, und sein Sohn Tonies übertragen an die Tochter des Ersteren, Anna, und das StiftHeerse ihr Recht an dem Brocke zu Natyngen. 1497, up middewecken in den Pinxten (17. Mai).

Die alte Burg zu Niehausen.

35. Johann von Nyhusen theilt mit seinen Vettern Diederich und Friederich, Gebrüdern von Nyhusen, dieGüter seines Bruders Bernd von Nyhusen. 1499, des Dingsche dages vor Pinxsten (14. Mai).

Sie theilen das Steinwerk in zwei Theile, einen Theil nach der Burg hin, den andern nach Friedrichs Haus und dem Graben.Zu dem ersten Theile soll das Vorwerk gehören, welches den Giebel gegen das Schäferhaus gekehrt hat nebst der Stelle bis an die Kirche,zu dem andern Theile die Scheune , welche vor der Brücke steht nebst der Miststelle wie auch der Speicher, der Graben, Baumgarten undPoethoff, so wie dieses Johans seliger Bruder Engerlt getheilt hat. Die Benutzung der Neite in zwei Theile,oberhalb und nebenNiehausen" getheilt, soll jedes Jahr wechseln. Auch der Oberberg wird in zwei Theile getheilt; der Theil nach Pickelsheim soll zu derHälfte des Steinwerks nach der Burg, der andere zu der Hälfte des Steinwerks nach dem Graben gehören. Ebenso wird das Bocholt undder Helschenlid nach Wipperförde hin, getheilt. Die Mühle und Schäferei soll jeder zur Hälfte benutzen. Die 3 Meyer: Lumphose, Cleveund Tile Pipers sollen zum ersten, und die 3 Meyer: Johan Lumphose, Hermen Gropen und Johan Uden sollen zum andern Theile gehören.Die Dienste und der Zehnten, welche Tile Weydemeygers schuldet, sollen jedem Theile zur Hälfte geleistet werden und von Föltzen solljeder Theil das gebrauchen, was ihm gebührt.

36. Friedrich von Nyhusen, Knappe, bekennt seinem Bruder Diedrich von Nyhusen und dessen Frau Margaretha88'A rh. Goldgulden aus der Erbschaft ihres beiderseitigen Vaters Bernd v. N. zu verschulden und verpfändet dafür l /ides Zehnten zu Luterssen, 3 Hufen Land zu Nyhusen und 1 / t von 3 Malter Kornrente aus zwei Hufen zu Volsen. Zeugeist Diederich von Brokhusen, 1499, feria III. in festo pentecostes (21. Mai).

37. Friedrich von Nyhusen, Knappe, und sein Sohn Bernd verkaufen an Diedrich v. N. und Margaretha seineFrau Bruder des ersteren, l L des Flachszehnten zu Luttersseu, '/i des Flachszehnten von drei Hufen Landes zu Nyhusen,eine halbe Wiese vor Warburg auf dem Marsche vor der Germeter Brücke, deren andere Hälfte Diedrich bereits besitzt, fürliy a rh. Goldgulden. Löse vorbehalten. Zeuge ist Johann von Nyhusen, ihr Vetter. 1500, in vigilia pentecostes (6. Juni.)

38. Friedrich von Nyhusen, Knappe, und seine Frau Goste verkaufen für 50 rh. Goldgulden an Cord Brinck-hiann, Canonicus ad SS. Petrum et Andream in Paderborn 2V 2 rh. Goldgulden Rente aus einem Rentbriefe, der beginnt:Wy Diderich von der Asseborg, Johann und Jacob etc., und endet: gegeven in den Jaren vnses heren do man screff 1487am Mandage in den hilligen Feste Pinxten. 1500, in die saneti Michaeli Arch. (29. September).

') Fernere Belehnungen hatten statt: 1487, up sundach cantate (13. Mai) durch Abt Herman von Boneborch an Dyderichvon Nyhusen, als Aeltesten und dessen Bruder Friedrich zu Mannlehn; 1543 am Saterdage na Petronella durch Abt Franz an Engelhardvon Nihusen, Domdechant zu Fritzlar, für sich und als Vormund von Diedrich von Nyhusen, des f Friedrichs Sohn.

2 ) Dieses Lehen hatte vorher die Familie von der Windelen besessen. Fernere Belehnungen hatten statt: 1494, 2. Dec. zuCassel durch Wilhelm dem Mittleren, Landgrafen, an die Brüder Diedrich und Friedrich von N.; 1559, 31. Mai zu Cassel durch PhilippLandgraf an Diedrich v. N., Sphn des + Friedrich. 1575, 29. Aug. zu Cassel durch Wilhelm Landgraf an Henrich Spiegel zum Desenberg,nach Absterben des Diedrich v. Niehausen ohne männliche Erben; 1583, 9. Sept. zu Cassel durch Landgraf WUhelm an Engelhard Spiegeldes f Henrichs Sohn.

Fahne, Bocholtz I.