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1,1 (1863) Geschichte der verschiedenen Geschlechter Bocholtz unter besonderer Berücksichtigung der alten Geographie, Rechts-, Sitten- und Culturgeschichte des Niederrheins
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4. Alter und Örtlichkeit der Tincturen der Wappen.

jie gewisse Gegenden ihre Wappenfiguren, gewisse Zeiten ihre Schildes- und Helmes-Formen aufweisen, sohaben bestimmte Länder - Distrikte vorwiegend gewisse Wappen - Tincturen. Grundsatz bleibt, dass alteFamilien nie Farbe auf Farbe geführt haben, sondern stets nur Farbe auf Metall. Auch findet man beialten Familien nur lebendige, aber harmonische Farben. ] ) Roth mit Gold, Blau oder Grün mit Silber. Der Grundfür das Erstere war, dass die Wappenfarben als Feldes-Zeichen dienten und daher sich bestimmt und sofort kenntlichgeben mussten. Der Grund für das Zweite war natürliches Gefühl. Das Letztere hat denn auch gewiss veranlasstdass Völker an der See, namentlich Holland, vorwiegend Grün in seinem Wappen hat.

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5. Folgerungen aus dem Vorigen.

enn man nach diesen Vorbemerkungen das oben gedachte, aus der Burg Bocholtz stammende, Wappen insAuge fasst, welches ich hier neuerdings gebe, weil der Xylogi-aph vorher an die Stelle der LeopardenköpfeLöwenköpfe gesetzt hat, und dazu einen andern Schild hält, der sich in der Kirche zu Lobbrich aufeinem Steine ohne Schrift findet und den ich nachstehend wiedergebe, so wird man aus Wahrscheinlichkeitsgründenbehaupten dürfen, dass der untenstehende Schild aus der Zeit von 12001300, und das vorstehende vollständigeWappen von 13501400 datiren muss und dass nach den Tincturen des Wappens die Familie als eine ursprünglichniederländische angesehen werden kann.

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!) Schon Tacitus, in seiner Germania, Cap. 6, berichtet von den Deutschen: Scuta laetissimis coloribus distingunt, und istden Abbildungen auf der Antonius-Säule zu Rom volle historische Treue beizumessen, so waren diese Schilde mit Thiergestalten undanderen ähnlichen Zeichen sreschmückt.