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1274; Henrich, Erzbischof von Cöln in seinem einfachen Rücksiegel mit dem erzbischöflichen Kreuze, 1278; Godfrid,Edelherr von Rüdenberg, 1283 und 1295, der im ersten Jahre den Hund mit dem Balken, wie bei 7, und im zweitenJahre wie bei 8 führt. Dann 1284 bei Godfrid von Aerschot, 1331 Gerard, Herr von Vorne, Burggraf von Zelandund zuletzt 13G5 bei Wenzel, Herzog von Luxemburg, dessen Frau Johanna indessen schon den nachfolgenden, untenrunden Schild (Figur 11) führt.
Bei dieser Schildesform kommen zum ersten Male Helme auf dem Schilde, anfänglich
nur mit Helmzierde, später auch mit Helmdecken vor. Der Erste, der, soweit bisher bekannt,
in seinem Siegel Schild mit Helm und Helmzierde geführt hat, ist Bobbo, Graf von Tiligesberg,
1258. Demnächst 1278 Crafto von Hohcnlohe. Im vierzehnten Jahrhundert kommen auch die
Helmdecken auf, und zwar finden sich solche vollständige Schilde mit Helm, Helmzierde und
Helmdecke in den Siegeln folgender Herren: 1331, des Burggrafen von Seeland, Gerard von
^^^ Vorne; 1332 des Edelherrn Simon von Grafschaft; 1340 des Arnsberger Grafen Godfried, 1334
^V des Ritters Friedrich von Kaiebach; 1347 Henrich, Herrn von Malberg; 1351 Johann, Grafen
^f von Salm; 1363 Reinard, Herrn von Reiffcrscheid. ') In allen diesen Fällen stehen die
| -^^ Schilde schräg und ruht der Helm auf dem rechten Oberwinkel des Schildes. In der ersten
Zeit ist die Lage so schräg, dass sie fast liegend genannt werden kann, und ist der Helm
bald nach vorne, bald nach der Seite gerichtet, und ohne Helmdecken.
Neben diesen Schildesformen kamen fast gleichzeitig zwei neue auf. Der Fuss des Schildes wurde bei der
einen an beiden Seiten ausgeschweift, bei der andern cirkelförmig abgerundet; beide Formen sind oben Nr. 9, in dem
Siegel und Nr. 11 dargestellt. Das angeführte Siegel (Nr. 9) datirt von 1307 und hängt an einer Urkunde, welche Elisabeth,
Gräfin von Jülich und Frau zu Aerschot, ausgestellt hat; die beiden Wappen sind das ihrige und das des Herrn von
Aerschot. Beide Schildesformen, 8 und 11, hat auch Johann, Herr zu Lothringen und Brabant gleichzeitig in den
Jahren 1312—1337 gebraucht. Später kommen sie mit der vorangehenden Figur (7 resp. 8) gleichzeitig vor, in der
Art, dass 7 resp. 8 und 11 die Regel ausmachen und 9 nur die Ausnahme. Auch bei dieser Figur 10 stehen die
Schilde das ganze 14. Jahrhundert hindurch noch schräg, wenn sie mit Helmen verziert sind.
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Die bis dahin beschriebenen Schilde und die dabei vorkommenden Helme und Helmdecken (siehe folgendenParagraph) waren etwas Reelles; sie stellen die Waffen des Siegelnden dar, wie er sie in Wirklichkeit zu Schutz undTrutz trug. Im Anfange des sechszehnten Jahrhunderts, in Folge veränderter Kriegführung, hörte dieses auf; Schildund Helm sanken lediglich zu Zieraten herab und Avurden demgemäss, in der Wirklichkeit, und im Wappen,behandelt. Von da ab findet man denn auch Wappen in den schnörkelhaftesten Formen, wobei die Schilde und Helmeoft in einer Weise behandelt sind, dass man ihren ursprünglichen Zweck kaum noch erkennen kann. Namentlich istdieses bei den Helmdecken der Fall. Ich habe vorstehend, 13. 14. 15., einige dieser verschnörkelten Schilderformen,die den Uebergang bilden, wiedergegeben, und lasse nachstehend noch einige folgen.
') Diese Beispiele sind aus: Günther, codex dipl. Rheno-Mosellanus; Kluit, historia eritica eomitatus Hollandiae; Butkens,trophees; Fahne, codex dipl. ReifTerscheidanus; dessen Urkundenbuch der Herren von Havel; Herrtog, genealogia diplomatica genstis Habs-burgicae; Seibertz, Urkundenbuch des Herzogthums Westphalen, und aus alten Siegeln entnommen.