74
Johann van der Zype, Ritter, h Margareüia von der Meulen.
,----------------------------------------«------------------------------------------,
Margarelha van der Zype, Frau zu Veerdighem, h. Egidius von derMeere, Herrn zu Hoycke, Asperen und Synghem.
,--------------------------------------«-------------------------------------------,
Wilhelm von der Meere erhielt 1618 ein Canonicat im Dom zu Gent.
Peter van der Zype zu Mecheln, h. Anna von Cannoye,
, -------------------------------------«------,-----------------------------,
Bernard Alexander von der Zype, geb. 1619 zu Mechelen,+ 1686, 12. April, h. 4. Sept. 1644 Isabella Schott, genannt
Douglas, Tochter von Walter und Isabella von der Piet, i2. Juli 1682.
iacob van der Zeypen, Ritter, h. Isabella von Hembieze.
, ---------------------- — -------/s--------------------------------------------- N
Isabella van der Zeypen. h. gegen 1740 Josse van Vulder zu Gent.
/----------------------------—---------------------------*----------------------------------------------------------- -*
Joosse van Vulder, Licentiat des Rechts, erhielt 1670 ein Canonicat in der Cathedrale von Gent.
i
Catharina van der Zypen war mit Franz T'serstevens zu Brüssel verheirathet und letzterer 26. März 1629
geboren. Gegen 1690 lebten die Eheleute Catharina Johanna Martina van der Zypen und Josse Henricy, gegen 1700
die Eheleute Maria Therese van der Zypen und Franz Huens zu Mechelen, sowie Catharina van der Zypen und
Jacob van Ophoven, Königlicher General-Finanz-Director zu Brügge. Das Geschlecht scheint sich nach Cöln verbreitet
zu haben, wenigstens kommen in der Scheffen-Genossenschaft mehrere van der Zeype vor. Auch ist das Wappen
der letzteren in den Ahnentafeln der van der Meere, Vaernewyek zu Lemsbeck und der Wychhuus zu Waelbrouck
zu finden.
® 9 &
23 — 28. Schlessin. Schonewerth. Unverzagt. Voern und Westerholt.
as Rittergeschlecht Schlessin führt nach Siebmacher ') in Blau drei (2 .1) abgerissene goldene Leopardenköpfe undeinen silbernen mit drei rothcn Rosen beladenen Querbalken; auf dem Helme ist eine rotlie Rose schwebendzwischen einem offenen, goldenen Adlerfluge wiederholt.
Das Rittergeschlecht Schonenwerth in der Schweiz hatte in Blau drei (2.1) abgerissene silberne Leoparden-köpfe und einen desgleichen auf dem Helme. So hat Siebmacher, Theil HI. Tafel 140, den Schild blasonirt.
Die Unverzagt, welche jetzt einen schräg quadrirten Schild (ecartele en sautoir) führen, wie oben abge-bildet, in dem obern und unteren schwarzen Felde einen goldenen, abgerissenen Leopardenkopf und in den goldenenFlanken eine schwarze Lilie 2 ), sollen ursprünglich drei Leopardenköpfe gehabt haben.
Voern, unter diesem Namen gab es zwei niederländische Geschlechter, das eine (ZAvcigder Burggrafen von Gent) führte einen springenden Löwen, wie hierneben, in seinem Wappen; dasandere aber hatte, wie an der Spitze dieses Abschnittes, drei (2.1) abgerissene silberne Leoparden-köpfe in Schwarz, von denen sich einer auf dem Helme zwischen einem offenen, schwarzen Adler-Auge wiederholte; so ist das Wappen in einem Wappenbuche in der Bibliothek von Burgund zuBrüssel (Nr. 5715) blasonirt.
fl Die bekannte, jetzt noch blühende, ursprünglich Burggräfliche, jetzt Reichgräfliche, Familie
HHä___J von Westerholt, deren Genealogie ich in der zweiten Abtheilung dieses Bandes abgehandelt habe,
I führte, wie hierneben einen Schwarz und Silber geschachten Schild von 2 und 3 Plätzen; es gab aber
«| y auch neben ihnen eine, in derselben Gegend sitzende Familie dieses Namens, welche drei (2 .1) abge-
^^ ^^/ rissene Leopardenköpfe in ihrem Wappen führte. So besiegelte 1465 Johann Westerholt, Richter zu
Recklinghausen eine Urkunde, mit einem Siegel, welches den zuletzt beschriebenen Schild trägt. Die Urkunde findet
sich in dem Archive des Schlosses Löringhof im Veste Recklinghausen.
') Der Titel der letzten Ausgabe, unter Hinweglassung der umständlichen Redensarten, lautet: Das grosse und vollständigeAnfangs Siebmacherische, hernacher Fiirstisclie und Helmarsche, nun aber "Weigelsche Wappenbiieli in 6 Theilen mit 14767 Wappen u. s. w.und einer Vorrede von Johann David Köhlers. Nürnberg bei Joh. Rütger Weigels Erben, David Tyroff 1709 Folio. Es sind diesem Werke12 Supplemente in Folio gefolgt.
2) Wilhelm von Chezy das Ritterthum in Rild und Wort. Stuttgart 1848. 8vo. Seite 46.