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22. Van der Zype oder van den Zypen,
ein flandrisches Geschlecht, namentlich in der Stadt Gent ansässig. Es führte genau das Wappen, wie die Bocholtz,nämlich in Grün drei (2. 1.) silberne abgerissene Leopardenköpfe mit ausgeschlagener rother Zunge und auf dem Helmeinen weissen Schwan oder auch blos einen Schwanenhals. Eine Linie von ihnen hat die Köpfe, statt Silber, Gold,und auf dem Helme drei Schwanenhälse.
Nachrichten über dieses Geschlecht finden sich bei Philipp de l'Espinoy, ') ferner in der Geschichte desStiftes St. Bavo zu Gent 2 ) und in Goethals Adelsspiegel. 3 ) Es finden sich namentlich:
Kitter Johann van der Zype, Herr zu Waesceres, Sohn Peters; er war erster Präsident des ßaths vonFlandern, Gouverneur der Stadt Lille, folgte 1437, 1. Juni, dem Johann von St. Omer, Herrn zu Morbecke, in derOberamtmanns-Stelle (Grand Bailly) der Stadt Gent. Er war Stallmeister des Herzogs Philipp von Burgund, auchAmtmann zu Vieuburg und des Landes Waes, starb 13. Novemher 1449 und wurde in der Kirche St. Michael zuGent begraben, wo man ihm ein schönes Epitaphium setzte. Er führte auf dem Helme vier Schwanenhälse, durch-einander geschlungen.
In St. Bavon zu Gent steht folgendes Epitaphium:
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1555.
Uniiic.
Van der Zjpe.
Clarissimo viro
FRANCISCO DE BRUNE,
Cacsarcae Majestatis apud Flaudros Consiliario Fiscique ejus Advocato,
et nobüi Matronae
ANNAE VAN DER ZYPE
ejus conjugi X. liberi suportites
Houunieutuni hoc Pictatis erga posueruut.
Ego hodie tu cras.
') Der vollständige Titel seines selten gewordenen Buches ist: Recherclies des Antiquitez et Noblesse de Flanders. eontenant.Phistoire genealogique des comtes deFlandres auee vne description curieuse du dit pays, la suitte des gouverneurs de Flandres, des grandes-Baillys, Maistres de caves, et autres officiers prineipaux des Villes, vn, recueil des nobles et rickes Chastellenies, Baronnies et infinite debelles seignueries, du resort et distriet dudit pays aueo vne deduetion genealogique de eeux qui les ont possede, la police qui y at esteobservee en la eonduite et gouuerneraent de Testat et villes, auee vn abrege partieulier de eeux qui ont este coramis aux magistrats de latres noble ville de Gand depuis trois siecles en ca, avee vne briefue description de leurs familles et rapport succinet de ce qui s'est passede memorable en aueunes annes, justifice par bonnes preuues tirees des ehartes et tiltres conseruez aux archiues des Comtes de Flaudres,des Abbayes, Cliapitres et anciens registres de diuerses villes et communautez enrichie de plusieurs figures et diuisee en deux liures, parPhilippe de l'Espinoy. Escuier, viscomte de Therouanne, seigneur de la chappelle eto.. a Douai, de Timprimerie de la vefue Marc Woyonä l'enseigne Du Phoenix. 1632, folio.
Das Buch liefert viel -weniger als der Titel verspricht. Es zerfällt in zwei Theile, durch einen gestochenen Titel und besonderesVorwort getrennt. Die Seitenzahlen laufen aber durch, es sind total 1009 und zwei Seiten Druckfehler. Der erste Thcil enthält in ver-schiedenen Unterabtheilungen das fürstliche Haus, die Grafen, Viee-Grafen, Bannerherrn, Amtmänner; der zweite Theil die Scheffenbankvon Gent ete. Die in dem Text gedruckten Wappen sind meist Holzschnitte, alle nach einer, wenig charaeteristisehen Form; einige inKupfer gestochene Wappen sind nicht besser gehalten und die in der ersten Abtheilung befindlichen vier Reihen in Kupfer gestochenerSiegel der Herren von Gent sind äusserst hölzern und den Originalen -wenig entsprechend. S. 70 befindet sich eine Kupforplatte, welcheden Fürsten auf seinem Throne darstellt, umgeben von seinem höheren Adel, der ihm zur Seite sitzt. Das Werk hat weit weniger Werthals sein Ruf.
2 ) Uistoire chronologique des Eveques et du chapitre exemt de l'Eglise cathedrale de St. Bavon a Gand. Gand. 1772. 8°S. 288, 324, 410, 563, 564. Supplement genealogique, historique. Additions et corrections a l'histoire chronologique des Eveques et duchapitre exemt de l'eglise cathedrale de St. Bavon a Gand. Gand. 1777. 8°. S. 80, 211, 218, 228, 252.
3 ) Felix Victor Goethals, Miroir de Notabilites nobiliares Belgique, des Pays-Bas et du Nord de la France. 1—5 livraisonBruxelles 1854—1857. 4". S. 213, 215, 362, 754, 762, 764.
Fahne, Bocholtz I. 17