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1,1 (1863) Geschichte der verschiedenen Geschlechter Bocholtz unter besonderer Berücksichtigung der alten Geographie, Rechts-, Sitten- und Culturgeschichte des Niederrheins
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18. Bocholt, Bucholt zu Hamburg und Lübeck.

..,( i||as Wappen dieses Geschlechtes ist ablang getheilt und mit zwei ins Andreaskreuz gesetzten Buchbäumen3SÜM verziert. Auch dieses Wappen scheint auf den Ursprung aus der Stadt Bocholt hin zu deuten. DasGeschlecht hat noch 1667 in Hamburg geblüht, wenigstens sagt dieses Michael Praun 1 ), indem er dieBucholtze ein, im neuen hamburger Wappenbuche aufgeführtes Geschlecht nennt.

1302, 30. September und 1311, 4. October Magister Henrich von Buchholte, Domherr zu Hamburg. 1479 war Eberhard von Bocholt Rathsherr zu Hamburg. Er heirathete die Tochter des Rathsherrn Arends ausHamburg. Der Bruder seiner Frau, Diedrich Arends J. V. D. und Dechant zu Hildesheim, sowie sein Solin HinrichBockholt", sind Bischöfe zu Lübeck gewesen; jener der 25., wurde 1492 erwählte und starb 16. August 1506; dieserwar der 28., wurde 1523 erwählt und starb, von den Reformirten vertrieben, zu Hamburg Montag nach Judica1535. Er war vorher Domprobst und bekleidete sonst die Würde eines Doctor der Rechte und Auditor der Rota zuRom. Er widersetzte sich der eindringenden Reformation auf das Heftigste. Ueber seinen Nachlass hat langePx-ozess geschwebt. 2 )

19. Bocholtz genannt Stengelin aus dem Herzogthum Jülich.

lerner v. Bocholtz genannt Stengelin kommt 1376 als jülichscher Rittersmann in einer Urkunde des fürstlichSalm-Reifferscheid'schen Archivs zu Schloss Dyck als Zeuge vor. Er besiegelt die Urkunde mit einemSiegel, welches ein geschachtes Wappen, wie vorstehendes erstes, und die Umschrift hat: f S. WERNER.BOCHOLT. Das geschachte Feld ist entweder von einem, in der vierten Reihe von oben befindlichen, angestückten

') Ausführliche Beschreibung der Herrlichkeit, Ehr, Stand, Würden, auch Allerthum der adlichen und erbaren Geschlechternin den vornehmsten freyen Reichsstädten, 1607, 4°, S. 131.

2 ) J. R. Becker, Geschichte von Lübeck I., S. 469485 und S. 522, sowie IL, S. 1-89, hat das nicht uninteressante Leben

dieser beiden Bischöfe beschrieben. Während der Regierung des letzteren fallen die Wüllenweber'schen Unruhen, über die eine neue, um-fassende Schrift eines nordischen Gelehrten in Aussicht steht. Auch in Estor's Ahnenprobe, S. 396. wird sowohl dieses, als des im vorigenArtikel genannten Bischofs gedacht.

Fahne, Bocholtz I. D