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lO. Bucholtz aus Westphalen,
führten in einem silbernen Felde eine aus grünem Wasen hervorwachsende grüne Staude. Die Staude ist verschiedengezeichnet, bald als fünfästig, der mittlere Ast grade auf, zur Seite je zwei Aeste, alle ohne Blumen, ') bald als Staude,die zu jeder Seite drei grüne Blätter hat und oben in drei rothe Blumen ausläuft. Diese Blumen sind wiederverschieden, bei einigen sind es Kelchblumen, bei anderen Rosen. Als Rosen finden sie sich in den beiden Diplomenvom 15. Januar 1667 und 2. März 1668, welche der Kaiser dem salzburgischen Rath und Geheim -SecretairGottfried von Buchholz ausstellte. In dem ersten Briefe verleiht der Kaiser ihm, von dem gesagt wird, dass er seit1650 in salzburgischen Diensten stehe, für geleistete Dienste beim westphälischen Frieden und beim nürnbergischenExemptionstractat den Ritterstand und im zweiten das Prädicat: Edler Herr. Sein Vater, Hermann Bucholtz, dientenach dem zweiten Diplome den Churfürsten von Cöln und Bischöfen von Münster, Ernst und Ferdinand, zuerst alsRentmeister zu 'Ahaus und zuletzt als Landrentmeister zu Münster. In diesen Diplomen ist das Wappenfeld dreimalquer getheilt, unten Grün, mitten Roth, oben Silber, so dass also die Staude aus dem Grün hervorwächst, mitihren sechs Blättern auf rothem und mit den drei Rosen und deren Stengeln auf silbernem Grunde ruht. BeideDiplome finden sich in der k. k. Hofcanzlei zu Wien.
Die Staude ist in allen drei Fällen in der Form, in der sie im Schilde steht, auch Helmzierde.
11. Pueckholtzer aus Hall im Innthale.
iese führten in Schwarz eine rechtsschräge, silberne Strasse mit einem rechtsspringenden schwarzen Windspiele,das eine rothe, ausgeschlagene Zunge und ein silbernes Halsband hat; auf dem Helme, der ein Stechhclm ist,findet sich der Hund, über einem silbernen und schwarzen Turnierwulste, wachsend wiederholt. So ist dasWappen in dem Wappenbriefe blasonirt, den der Kaiser Friedrich am 3. Januar 1488 von Regensburg aus demVinccnz Pueckholtzer zu Hall im Innthale ertheilt hat. Der Wappenbrief befindet sich in Wien in der kaiserlichenReichscanzlei.
So findet sich das Wappen namentlich bei Siebmacher Y. 291 und in dem Nachlasse des Heraldikers Dorst von Schatzberj
in Schlesien.