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gewerde vnnd Adolff Isenbroch sy Engelberte vulthoine ') schuldigh vnnd hebbe Adolff mit Engelberte etwas wedderumbtho doine 2 ) möge ehr Innen darumb forderen. Engelbert Bucholt beorkundet och die wisunge des Vmbstandes alsrecht. Nachdem nhu solches also durch gegan 3 ), vort in vnse gerichtsboech geschreuen vnd apentlieh ouer dat werff 4 )des gerichts gelesen wurden, darup wy vnse orkunde, als recht, entfangen, darmit by, ouer vnd anhe warenstandtgenoten 5 ) dieses gerichts kerstin Parthman, Jasper kerckhoff vnd Johann Wenemars, geswaren gerichtsfronen vndBlasius Bruggeman sampt noch mehr guder lüde genoch sunder argelist, so heben yn vrkunde der Warheit allervurgenannten puncte wy Richter obgenant vnsen Ingesegell van gerichtswegen ahn diessen breiff gehangen, actumFridages post Nativitas domini, anno p. LIX. 6 ) —
1581 wurde Lambert Bockhold in den Rath gewählt und sass darin noch 1593; 1577 und 78 war erRichter. Dieser Lambei-t hatte sein Wohnhaus auf dem Markte (noch jetzt von der Familie bewohnt). Am18. Juli 1589 spannte ein Seiltänzer sein Seil bis an das oberste Fenster dieses Hauses, auf dem er dreimalauf- und abstieg und allerhand Possen trieb, das vierte Mal stürzte er sich herunter, auf ein untenliegendes Bett. ')Am 4; October 1568 wurde zu Dortmund eine Morgensprache 8 ) gehalten zwischen Diediich Bucholt und MargarethaFürstenberg und am Donnerstag den 12. October 1570 zwischen Johann Buckholte und Margaretha Huster; beider ersteren waren Zeugen: Lambert Bucholtz, Johann Buckholt junior, Henrich Fürstenberg, Stine Bucholtund Clara und Elsa Bucholt. Im Jahre 1611 sass Anton Bocholt im Rathe. °) In den Jahren 1816 — 25hat sich der Kaufmann C. W. Bucholtz aus Dortmund vielfach in Journalen und Zeitungen durch Aufsätze überDortmund, besonders über dessen Marken und Gemeindewesen bemerklich gemacht und stand er 1827 unter denjenigenoben an, gegen welche die letzten dortmunder Reichsleute ihre Klage auf Theilung der Waldungen richteten. ,0 )
In meiner Geschichte der Herren v. Hövel ") findet sich eine Urkunde, welche folgendes Verwandtschafts-Verhältniss dieser Familie feststellt.
Johann Boickholt, h. Margaretha, beide sind 1525 todt,
,--------------------------------------------------------------------------------------------------^-----------------------------------------------------------------------------------------.»^
1. Anna. 1525 Wittwe, zu Dortmund wohnend, Erbin ihrer Schwester 2. Bela, 1523 Wittwe zu Dortmund wohnend, \ 1524, h. Gerd vonBela, h. Johann Stark von Dalhausen- Hilbeck.
') Genugthuung.
2 ) Gegenforderung, Widerklage.
3 ) durch gegan d. h. naoh Stimmenmehrheit de6 TJmstandes abgeurtheilt.*) Mal.
s ) Dasselbe was Umstand, siehe vorige Seite Anmerkung.
6 ) Am Ende des 15. und im Laufe des 16. Jahrhunderts pflegte man nur die Einer und Zehner der Jahreszahl nieder zusehreiben.
') Fahne, Dortmund I., S. 204.
8 ) Morgensprachen sind die Eheberedungen, welche die jungen Eheleute Morgens nach der Brautnacht, und ehe sie das Bett
verliessen, machten. Es mussten mindestens vier Zeugen dabei anwesend sein. Nur unter dieser Form und zu dieser Zeit hatten diese
Beredungen Gültigkeit. Ehe jemand sich verpflichtete, sollte er wissen, was er hatte. Diese Morgensprachen sind seit 1560 in Bücher
getragen, durch einen eigens dazu ernannten Stadtschreiber. Das zweite Buch enthält die Jahre 1568—86, woraus Obiges entnommen ist.
Das 3. und letzte Buch enthält die Jahre 1586—1600. Diese Morgensprachen geben einen Blick in das, selbst in jener Zeit noch einfache
und geldarme Leben des westphäliscken Adels, denn es sind nicht bloss die Morgensprachen von dortmunder Bürgern, sondern auch von
vielen Adligen in diese Bücher getragen, welche sich wahrscheinlich dorthin, wie andere nach Cöln, begaben, um der Wohlthaten solcher
und ähnlicher Acte theilhaftig zu werden. So z. B. lautet eine von Wendt'sche Morgensprache aus dem dortmunder Buche also: 1570
Mandags den 16. Dag October ist eine Morgensprache gehalden tuschen dem ehrenfesten vnd Erbaren Lubberten Wendt eins vnd Gertrud
seyner euch er husfrauwen. anderntheils also
Lubbert wedderkor ist vertig
Gertrud wedderkor ist tachtig /•,,,,„ ... . , , ,,. ! Mark Dortmunds
Lubbert Gegengift ist taohtig f
Gertrud Gegengift ist vertig )vnd jeder sein beste Oleit.Ferner ist durch beider Seiden anwesende freundschaft bewilligt vnd vf diess Morgensprache vtgesprochen worden, dass wilchervon beiden obgenannten eheluden irst mit dode afgeen würde, one lifseruen, dass alsdan alle, dess also verstorbenen cleid vnd cleinodetho dessen life gehörig den lestlebenden anfallen eto. vnd hiemit sali die eine des andern Erb sein vnd blyuen.
tho besegelen (d. h. wenn die Urkunde ausgefertigt wird, durch): die ersame Arnd van Ennede, Cordt Schöler, Henrich Huickder olde vnd Johan Schröder Weinwirth. Standesgenoten: der edele, erenveste dugenreiche vnd erbare Herr Dederich von Schaphusen,Pastor zu Mengede, Franz Fridag, Herman und Detmar Lipperheide, Gebrodere, Catharina von Aldenbochum Wittwe Bolswing Isabella vonWachtendonc gt. von Bolswing, Sophia und Aleid von Bolswing, Herman Dickman, Xtoph Kock, Johan Derhof, Clara seine Haussfrauw,M. Philip Fabricius, Johan Stael.
°) Fahne, A., die Grafschaft und freie Reichsstadt Dortmund, 4 Bände, Cöln 1853—59, 8°, Band IV., S. 312.
">) Ebenda, Band II. 2. S. 300.
") Geschichte der Herren von Hövel, Band II., Seite 94.
Fahne, Bocholtz I. 7