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1,1 (1863) Geschichte der verschiedenen Geschlechter Bocholtz unter besonderer Berücksichtigung der alten Geographie, Rechts-, Sitten- und Culturgeschichte des Niederrheins
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aus den wissenschaftlichen Bestrebungen des Bucholtz wahrnahm, dass dessen Thätigkeit sich besser für den Dienstim Innern verwerthen lasse, berief er ihn im Jahre 1818 nach Wien in die geheime Haus-, Hof- und Staats-Kanzleiund beschäftigte ihn dort, aus Mangel einer vacanten Agentur, vorläufig provisorisch und aushülfsweise bis zum Jahre1824. Während dieser 6 Jahre wurde Bucholtz mit der Bearbeitung mehrerer, wichtiger und verwickelter Angele-genheiten, welche mühsame Actennachforschungen und zuverlässige Auffassung verlangten, mit Erfolg betraut undmachte sich, mit Genehmigung des Staatscanzlers, durch schriftstellerische Arbeiten für die Beförderung der Zweckedes Staats, namentlich durch viele schätzbare, im besten Geiste geschriebene, literarische und publicistische Aufsätze inverschiedenen öffentlichen Blättern, ganz besonders in den Jahrbüchern der Literatm-, einen Namen. Diese Jahrbüchererschienen unter dem Schutze und mit Unterstützung der Staatsverwaltung und versah Bucholtz mehrere Jahre beiihnen die Stelle eines Redacteurs.

Im Jahre 1824 erhielt er die Ernennung zum Hofconcipisten. Schon um diese Zeit war er ernstlich mitder Bearbeitung der Regierungsgeschichte Kaiser Ferdinand I. beschäftigt, welche er später in vielen Bänden heraus-gegeben und durch die er vorzüglich dazu beigetragen hat, manche geschichtliche Vorurtheile über die Epoche derVereinigung der wesentlichsten Bestandteile der österreichischen Monarchie günstig zu beleuchten.

Der Fürstcanzler erwog diese rühmlichen, mit tiefen Studien und angestrengten Forschungen verbundenenBemühungen des Hofconcipisten und fand, dass ihm dafür, sowie für seine streng correcte Denkweise und religiöseGesinnung um so mehr eine besondere Aufmunterung gebühre, als Bucholtz durch seine Versetzung von Frankfurtnach Wien peeuniär eher verloren als gewonnen hatte. Er stellte dieses am 16. März 1828 in einem besonderenMemoire dem Kaiser vor und beantragte für den Hofconcipisten die Stelle eines Hofsecretairs, in der Section fürdeutsche Angelegenheiten, die er ohne dies schon längere Zeit thatsächlich bekleidet hatte. Der Kaiser genehmigteden Antrag am 30. März desselben Jahrs und so erhielt Bucholtz ein jährliches Gehalt von 1600 Gulden undcharaktermassige Quartiergelder. Neun Jahre später, am 1. März 1837, ertheilte ihm der Kaiser den Titel eineswirklichen Staatscanzleirathes und als solcher ist er am 4. Februar 1838 gestorben.

Es findet sich von ihm bei einem wiener Wappenmaler auch ein Wappen, welches, statt quadrirt,quergetheilt ist, oben in Roth drei (2. 1.) goldene Buchenblätter, unten in Gold das beschriebene Kreuz, allein esliegt hier offenbar eine Willkührlichkeit des Malers vor, der, wie er sagt, das Wappen für ein Leichenbegängnissgemalt hat.

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8. Bocholtz zu Schwarzwater.

(0%>ie führten einen quergetheilten Schild, unten Silber, oben in Roth einen goldenen Leoparden. Der letztere ist_^l^ auf dem Helme bald wachsend zwischen zwei offenen Adlerflügeln, wie oben, bald springend und das Wappen^^^ in der rechten Pranke haltend, wiederholt. Ich kann nur eine Person dieses Geschlechts hier namhaftmachen, nämlich Catharina von Bocholtz, welche in nachstehender Ahnentafel vorkommt.

. Es scheint mir, dass die genannte Catharina aus dem Geschlechte der Warendorp stammt. Das Wappenhat sie wenigstens mit den Letzteren gemein, wie dieses aus Band L, Abtheilung 2, meiner Geschichte der Herrenvon Hövel hervorgeht, wo ich die Nachrichten über die Warendorp mitgetheilt habe. Auch spricht dafür, dass siean einer Stelle Bocholtz zu Fettenboholt heissen. Dieser Sitz liegt in dem cölnischen Veste Recklinghausen.