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1,1 (1863) Geschichte der verschiedenen Geschlechter Bocholtz unter besonderer Berücksichtigung der alten Geographie, Rechts-, Sitten- und Culturgeschichte des Niederrheins
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1362 kauft Johan v. B. die Burggrafschaft (Chätellenie) zu Brüssel von Johann, Herrn von Petershera. ')Er war einer der ersten Biithe des Herzogs Wenzel und seiner Frau Johanna, deren Haupturkunden er fast allebesiegelt hat und führte die Brüsseler in der Schlacht von Bastweiler und Grave 1371 und 1386. Mit der Burg-grafschaft wir ein Wohnsitz in Brüssel auf Caudenberg, bei der Kirche S. Jacques, eine besondere Gerichtsbarkeitund gewisse fiscalische Rechte verbunden.

1368, 31. Mai zu Gent. Nachdem Graf Ludwig von Brabant vorzeits den Johann Coedsant zur Vergeltungseiner Verdienste und auf Lebzeit mit einem Theile der Güter des Coot von Bouchout belehnt hat, der wegen seinerErneute nach den Gesetzen von Antwerpen gebannt ist, nämlich: mit einem halben Hause zu Antwerpen und25 Morgen Land bei Lillo, belehnt er jetzt den Bastard des genannten Johann, den dieser mit Aechten van der Mosterzeugt hat, nachdem die Frau des genannten Coot, welche die andere Hälfte des Hauses eigenthümlich besass, dieseHälfte dem Bastard gegen 5 Morgen Land bei Lillo vertauscht hat. (Archiv von Antwerpen.)

1370, 13. Januar bezahlen Wilhelm, Herr von Boechout, Burggraf zu Brüssel, Herr von Ephen, Ritter,Ludwig von Wesenbeke und Wilhelm von den Zipe, Schild-Knappen, als Vollstrecker des Testaments des verstorbenenRitters Daniel von Boechout, der Stadt Zalt-Bommel 600 Mottonen, als Ersatz für den Schaden, den gedachter Danielin seiner Fehde mit der genannten Stadt letzterer verursacht hat. (Nyhoff, Gedenkwaardigheden IL, Seite 250.)

Johann, Herr von Bouchout kommt als Vasall der Herzogin Johanna von Luxemburg, Lothringen, Brabantund Limburg am 8. Mai 1370 in deren Gefolge vor, als sie zu Luxemburg den Grafen Engelbert von der Mark mitder Stadt Wesel belehnt, (Lacomblet, Urkundenbuch HI., Seite 601,) heisst aber Johann, Herr von Boicholtz, am5. April 1377, bei dem Bündnisse, welches damals Wenceslaus, Herzog von Luxemburg, Lothringen, Brabant undLimburg, Wilhelm und Maria, Herzog und Herzogin von Jülich und Geldern, deren Sohn Wilhelm, Herzog vonGeldern und Graf von Zütphen und Wilhelm von Jülich, Graf von Berg und Ravensberg schlössen, und wobeiJohann Dedingsmann auf Seite Wenceslaus war. (Lacomblet, 1. c, S. 699.)

In der Schlacht von Bastweiler, welche Herzog Wilhelm von Jülich, obgleich als Landfriedensbrecherstrafbar, im Jahre 1371, 22. August, gegen Herzog Wenzel von Luxemburg gewann, waren nach dem Register,welches darüber in der Bibliothek von Burgund 2 ) zu Brüssel verwahrt wird, die Haupt-Anführer der einzelnenbrahantschen Truppen-Abtheilungen folgende: Für die von Brüssel Johann von Bouchout, Kastelan (chastelain) vonBrüssel und Henrich von Bouchout; für das Marquisat Antwerpen Arnold von Orainhem, Herr zu Grebbendonck; fürdie Hülfstruppen Johann, Graf von Salm in den Ardennen, Peter von Baar, Sohn des Herrn von Riderfort, Johannvon Gronsvelt, Herr von Molberg, Gerlach von Boulant, Herr zu Rolldy. Unter jedem Anführer stehen die Namenderjenigen, die unter ihm gefochten haben und bei allen das Wappen, welches sie in der Schlacht führten. Dieobigen Anführer haben folgende Wappen:

ISL-

cc

o

Johan v. Bouchout, Henr. v. Bouchout, Arn. v. Crainhem, Joh., Graf v. Salm Johan v. Gerl. v. Boulant,

in Silber ein rothes den Herzschild Roth in Gold ein rothesKreuz. in Gold. Kreuz, die Merle

schwarz.

und Peter v. Bar,beidegoldene Salmeu. Kreuze, erstererin Roth, letzterer inBlau.

Gronsvelt, in Blau ein gol-in Silber rothe denes Kreuz.Kugeln.

1384 belehnte Philipp der Kühne von Burgund, bei seinem Aufenthalte zu Brüssel, Johan v. B. mit300 Pfd. jährlich und ernannte ihn zu seinem Rathe und Kammerherrn. (Hist. de Bourgogne par un Benedictin HL, S. 74.)

1386 in der Schlacht von Grave war Johann v. B. einer der Haupthelden, er kämpfte vor der Reihe derSeinigen und war die besondere Ursache, dass die Waffen der Brüsseler hochgefeiert wurden. (De Dynter chronik.Manuscript in der Bibliothek von Burgund, VI. Buch, 53. Cap.)

') Butkens Trophees Suppl. I., 464.

2 ) Bekanntlich eine der reichhaltigsten Manuseripten-Sammlungen für die Geschichte von Burgund und angränzenden Länder.Der grossartige Catalog davon ist zu Brüssel in drei starken Fnljobänden erschienen und auf Staatskosten gedruckt. Obige Nachrichtist aus Nro. 16831.

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