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1288, 5. Juni auf der Woringer Heide gab Daniel von Bocholtz auf Seiten des Herzogs von Brabantdadurch eine Entscheidung in dieser berühmten Schlacht gegen den Erzbischof von Cöln, dass er den Grafen Walramvon Falkenberg, Anführer der Clever, welche den Kern des bischöflichen Heeres ausmachten, mit eingelegter Lanzeaus dem Sattel hob. Dieser hatte die bereits halb vom Bischöfe verlorene Schlacht durch seine Anordnung undTapferkeit wieder hergestellt und war im Begriffe den Sieg auf seine Seite zu lenken, als sein Fall alles niederwarf. ')
1296 und 1299, Daniel v. B., senechal von Brabant, Rath des Herzogs Johann H., der ihm für eingetödtetes Pferd in der Schlacht von Vilforde gegen die von Brüssel 60 Pfund zahlte. — 1299, 30. April entscheidetRitter Daniel von Bouchout, Seneschall von Brabant, im Auftrage des Herzogs Johann von Lothringen einen Streitüber eine Canonicat-Präbende im Stifte St. Gudula zu Brüssel. 2 )
1302, 15. März und 12. Juli wird Daniel von Boeckholt mit mehreren Anderen Bürge für Johann,Herzog von Brabant. (Archiv zu Arnheim.) 3 )
1310, 3. Mai, als Herzog Johann von Lothringen, Brabant und Limburg seine Verpflichtungen gegen dieAachener Bürger rücksichtlich des Geleits erneuert, besiegeln mit ihm die Urkunde seine Ehefrau und die HerrenFlorenz, Herr von Berlar, Botger von Leuendale, Daniel de Boychhoutze und Arnold von Wetham, Seneschall vonLimburg, alle Ritter. (Archiv zu Aachen).
1312, Daniel v. B. trägt dem Herzoge zu Lehn: die Dörfer Sterrbecke und Saventhem, sein HausBocholtz, Güter zu Wemmel und den Zehnten zu Sempst. (villas de Sterbecke et de Zaventhem, domum suam deBouchout et id quod habet in parochia de Warn . . item decimam de Sempse. Lehnbuch vom Jahre 1312.)
1314 wird Daniel v. B., in Verbindung mit einem zweiten Edelmanne erwählt, um in Uebereinstimmungmit den Hauptstädten während der Minderjährigkeit des Herzogs Johann III. das Land zu regieren.
1315, Daniel von Boechout, Ritter, bekundet, dass er dem Wechsler Heinen den Clerk 250 Müdd Roggenzu 374 verkauft und die Kaufsumme geliehen habe. *) (Provinzial-Archiv zu Düsseldorf, Nro. 230, Jülich.) Er führt,wie nachfolgt, auch den Vogel.
1318, 8. Juni. Ritter Daniel von Boechout und Rogier von Lieuendal versichern dem Herrn vonHeemberghe (Heinsberg) für empfangene 600 Pfund Pfenninge Manngeld, einen alten grossen Tornoys von Frankreichzu 16 schwere Tornoyse gerechnet, den jährlichen Betrag von 60 dergleichen auf ihre Güter. (Provinzial-Archiv zuDüsseldorf.) Sie siegeln also:
Gegen 1350—1356 fanden die Grafen von Flandern, Louis von Crecy und Ludwig von Male, aus ihrenLanden vertrieben, Aufenthalt und Schutz auf der Burg Bocholtz (Grammaye Bruxelles, S. 27,) und zogen von dortzu der Schlacht bei Scheut, 17. August 1356, welche nach den vielen, bis in die neueste Zeit gemachten Funden vonWaffen und Menschen-Knochen zu den blutigsten der Zeit gehört haben muss. 5 )
1361, 18-JFebruar zu Brüssel besiegeln Wenzel, Herzog von Brabant, Johanna seine Frau, Johann, Herrvon Immersecle, Robert von Gelinde eine Verkaufs-Urkunde Arnold's, Herrn von Rummen. 6 J
') Voisin, la bataille de "Woeringen, Brüssel, 8°. Man behauptet: es hätten 50,000 Mann auf erzbischöflicher Seite und15000 Mann auf Seiten des Herzogs dort gefochten. Schon der Umstand, dass der Fall des einen Führers das Schicksal entschied zu einerZeit, wo nicht sowohl die Kriegskunst als die persönliche Tapferkeit alles galt, hätte jene Aufschneiderei zurückweisen können, mehr nochdie Thatsache, dass der Erzbischof und seine Verbündeten damals kaum 500 Vasallen hatten, also auch schwerlich mehr als diese mitihren Knechten (höchstens zwei auf den Mann,) ins Feld stellen konnte, sowie dass die Worringer Haide für 50,000, fast ausschliesslichCavallerie, gar keinen Raum geboten hätte. Die Wahrheit ist, dass in jener Zeit die Kämpfe mit sehr wenig Mann ausgefochten wurden;nähere Beweise und Angaben nächstens in meinen Forschungen. Wenn man von beiden Zahlen eine Null streicht, möchten sie noch grossgenug bleiben.
2 ) Urkunde in Compte-rendu des seances de la commission royale d'histoire ou Recueil de ses Bulletins tome XL, Brüssel184G, 8°, pag. 258. Wie die Verhältnisse der von Bouchout als Seneschal von Brabant gegen die von Rotselaer waren, welche seit 1107bis auf die jüngste Zeit als Dapiferi von Brabant vorkommen, ist noch nicht aufgeklärt.
■ 1 ) Nyhoff, Ts. A. Gedenkwardigheden, Bd. I., Seite 85.
4 ) Man sieht, dass auch dieser Modus des Umgehens der Wuchergesetze nicht neu ist.
6 ) D'Oudeghers, Ausgabe von Lesbroussart, Band 2, Seite 491.
B ) de St. Genois Monument, anc, Seite 945.