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erwarte mir noch viel von dem Componisten." Beweistdiese Notiz Moscheies' Interesse an einem jüngerenKunstbruder, so finden wir auch gleich daneben eine Auf-zeichnung über einen alten Jugendfreund: „Einen Rück-blick in meine Wiener Tage mit Castelli, Lenau, Komer,Grillparzer u. A. bringt mir folgender Artikel: . . . „ „DieRitter von der grünen Insel feierten in ihrer düsternBucht am Kohlmarkt den 77. Geburtstag ihres greisenEhrenritters Zdenko von Bochotin, welchen andere Sterb-liche gewöhnlich Grillparzer nennen. Ein junger Ritter,Romeo las dabei eine Anekdote über Grillparzer undHebbel vor. Ersterer schlug eine Einladung aus, weilauch Letzterer gebeten war, und zwar deshalb, „weil esEinem passiren könnte, dass der Hebbel plötzlich fragt":„Sagen Sie, wie ist Gott entstanden?" und, setzte er weh-müthig hinzu: das wäre schlimm, denn der Hebbel weisses, aber ich weiss es nicht." "
Im Jahre 1869 gab es für Moscheies viele, durch Un-wohlsein hervorgerufene, unbehagliche Stunden; nochfolgte er aber seinem Beruf mit dem gewohnten Eifer,noch siegt die Kunst als Zerstreuungsmittel, wir findenihn bei der 150jährigen Feier des Hauses Breitkopf & Här-tel, in Concerten, in der Oper; und als Frau Heinze geb.Magnus sein G-moll-Concert öffentlich spielt, macht sieihm grosse Freude. Nach den anstrengenden Schüler-prüfungen wird in Thüringen, in dem ruhigen Berka Er-holung gesucht und im vollsten Masse gefunden. Der"Winterharm ist vergessen und Moscheies reiselustig wiefrüher. Man hört Wagner's Meistersinger in Dresdenund Moscheies schreibt: „Ich fand in dieser Oper mehrEinheitliches als in den früheren; das Verhältniss desOrchesters zu den Sängern ist und bleibt ein eigenthüm-liches. Ersteres schreitet mit üppigen Modulations- undInstrumentations-Effecten voran, Letztere gehen recitirenddeclamirend, oft parlando mit. Ich fand einige Anklängean Don Juan, da wo Leporello die „maschere" im Me-nuett-Rhythmus zum Ball einladet." Tags darauf heisstes: „Ich sprach viel mit Rietz über die Eigenheiten, sowie