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2 (1873)
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den Bergen, der silberne Mondschein, Alles entzücktmich. An Frau , Flinsch und den Ihrigen haben wirdie angenehmsten Nachbarn; der Finanzrath S., ein alterFreund und Meloman, gesellt sich mit den Seinigen dazuund was da Alles musicirt wird, könnt Ihr denken. Hierund da tauchen enthusiastische Wiener auf, die mich imJünglingsalter gehört haben. Einer spricht nur von demalten Rondo in A, der Andere von der vierhändigen So-nate in Es, damals neu, aber zu meiner Freude doch jetztnoch am Leben."

Im September, als Leipzig kaum erreicht ist,kommtschon ein russischer Ciavierlehrer mit einer gedrucktenPolemik, zwei Amerikaner, die musikalische Antiquitätensuchen, und mich deshalb hören möchten', der Vater einesTrios, dem ich einen Verleger finden soll, endlich aberauch ganz überraschend ein Familienbesuch." ....Nunhaben wir unsere vier Kinder beisammen", schreibt derbeglückte Vater.....

Adolf Henselt, mit dem Moscheies sich bis jetztstets verfehlt, kommt nach Leipzig und bringt einen mu-sikalischen Tag bei Moscheies zu. Er spielte wiederAlles mit künstlerischer Auffassung und Ausschmückungund interessirte mich sehr." Ein Vergnügen anderer Artist das Herumführen der Kinder und Enkel auf derMesse, und konnten mir der Kautschukmann und der Ba-jazzo auch kein Lächeln abgewinnen, die beglückten Klei-nen wirkten wohlthuend auf mein Gemüth."

Dies Gemüth wird durch die unverkennbaren, wennauch wieder verschwindenden Anfänge eines schmerz-vollen Leidens nicht verdüstert, im Gegentheil entlocktihm die Trauerkunde, dass ein Jugendfreund im Erblindenist, die Worte:Wieviel habe ich vor ihm voraus, wievielGrund zur Dankbarkeit!"

Leider bringt dies Jahr eine Todtenfeier die deshochverehrten Hauptmann,dessen sinnig-freundliche Zügeich als Leiche betrachtete, dessen Ueberreste ich zu ihrerletzten Ruhestätte geleitete. Ein unersetzlicher Verlust.Er hatte mir noch kurz vor seinem Ende die Freude ge-