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Sohn meines alten Freundes, des Kapellmeisters Schmittdabei." — „Mit Dr. S . . . ., dem Orientalisten, musicireich immer gern. Er liest vom Blatt wie Einer vom Hand-werk und ist musikalischer wie so Mancher, den der Zeit-geist unterwühlt." .... „Das Jean Becker-Quartett hatmich entzückt und meinen Sonntagen Glanz verliehen,das vollkommenste Ensemble, das ich je gehört habe.Immer Wohlklang, strengste Pietät für die Meister, Ver-meidung aller Koketterie, und dabei ein Bratschist (Chio-stri), der seine Partie oft zu einer noblen Selbständigkeiterhebt; ein Muster-Quartett."
„Neben den musikalischen Genüssen, die mir meineLieblinge Joachim, Frau Flinsch-Orville, Stockhausen unddie Orchester-Aufführungen bereiten, suche ich auch denMann im Monde", schreibt er, „in den populären Vor-lesungen des Director Bruhns, bewundere das neue che-mische Laboratorium des Professor Kolbe. Unser Leip-zig wird immer grossstädtischer. Die rechte Gelehrsam-keit für mich bleibt mein Scarlatti, dessen Werke inallen Schlüsseln ich jetzt viel spiele. Meine Besuche beiHauptmann sind mir stets interessant. Der Arme hat ge-fesselte Glieder, aber einen lebensfrischen Humor und ge-diegenen Geist." — Der 73. Geburtstag ruft folgendeWorte hervor: „Wie könnte ich diese grosse Zahl vonLebensjahren zählen, ohne dem lieben Gott zu danken,dass er mich unter seinem Schutze so weit geführt hat,und das an der Seite einer liebenden, geliebten Frau!Altwerden ist etwas Alltägliches, aber sich dabei jungund empfänglich für alle Lebensgenüsse fühlen, ist einBewusstsein seltener Art!" ....
Zu Pfingsten besucht Moscheies das Aachener Musik-fest und schreibt seiner Frau: . . . „Schönes Wiedersehenmit Hiller, Rietz, Grimm u. A. gefeiert und Einen „ausder .grossen Schülerfamilie" in einer angenehmen Stellunggefunden; es ist der hiesige Musikdirector Breunung. Erhat eine obligate Orgelpartie zum Judas Maccabäus ge-setzt, die er selbst spielen wird." . . . Und später: „Rietzhat seine vortreffliche Direction bei den Proben mit aller-