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2 (1873)
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weisen kann. Also ausser dem hier ansässigen Vieux-temps, Giehne, Cossmann, Levi und den GeschwisternHeermann noch Rubinstein, Brahms, Max Bruch, Mme.Szarvady, Jaell, Fräulein Trautmann, Bargiel, LudwigStrauss, Marie Wieck u. A. Es versteht sich, dass wiruns gegenseitig sehen und hören, und ganz besonders ge-nussreich waren uns zwei musikalische Abende in derVilla der Frau Schumann, in der die Künster-Phalanx /stark vertreten war. Ich erbat mir von unserer geniali-schen Wirthin die Noveletten ihres Mannes, besondersmeinen Liebling in Es-dur. Mit mir spielte sie meineVariationen im Volkston und schmückte sie mit ihremGeist. Wo eine Schumann, ein Rubinstein, eine Viardotund das Ehepaar Joachim musiciren,da giebt es einenguten Klang". Aber auch mit einer lieben Dilettantinund Zeitgenossin, der Frau Beer, derselben EugenieSilny, für die ich vor 55 Jahren mein vierhändiges Rondoin A schrieb, die es im Jahre 1844 in Wien mit mir durch-ging, spielte ich es heute noch. Das sind Kunst- undFreundschafts-Reminiscenzen, die Einem das Altwerdenlieb machen. Und noch etwas gutes Altes haben wir ge-hört: die Alceste von Gluck. Seine Grösse lag im decla-matorischen Ausdruck, in der Seele seinerj Musik; schönemelodische Form war seltener."

Bei der Rückkehr im Herbst in die Leipziger Heimathwird ein freudiges Familienfest im Familienkreise gefeiert,die Hochzeit der dritten Tochter mit dem AdvocatenDr. Adolar Gerhard, und Moscheies componirt bei dieserGelegenheit zwei Lieder, deren Texte aus der IFeder desneuen Schwiegersohnes geflossen sind.

Im Jahre i£66 hatte sich eine' neue Gesellschaftin Leipzig gebildet; sie sollte an zwanglosen Abendenernste gute Musik und scherzhafte Aufführungen bringen.Man nannte sieKlapperkasten". Sie hatte ziemlich imBeginn ihrer Thätigkeit einen Hauptmann-Abend gegeben,dem bald ein Moscheies-Abend folgte.Alles sinnig undehrenvoll angeordnet", schreibt Moscheies,Alles war sohübsch als freundlich und mancher rührende Moment in