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2 (1873)
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Jahre 1814 ganz umgearbeitet unter dem Namen Fideliogegeben wurde, componirte er noch eine in E-dur hinzu.Das nennt man Gedanken-Reichthum." . . .Rossini's Teilliebe ich eben so sehr wie Du; er hat darin sein Genieder deutschen Gediegenheit angepasst, und die sogenann-ten Coloratur-Knalleffecte weggelassen. Freilich vermin-dert das seine Popularität, aber als Musiker erhebt esihn." . . .Du weisst ich habe die Gewohnheit, mirhier und da etwas aus den Zeitungen abzuschreiben, undso fand ich neulich folgendes auf beide Napoleons Be-zügliche:

L'oncle et le neveu sont des gloires egales,Mais ils ont parcouru des chemins inigaux.Si Tun de l'Gtranger a pris les capitalesL'autre de son pays a pris les capitaux.

Noch mehr aber schlägt es in mein Fach, dass imProgramm des Concert du Conservatoire steht:Ouvertürede Jubel . . . Weber." . . .

Ein andermal, als er grosse Freude an dem Spiel desspanischen Geigers Monasterio hat,der im Carneval deVenise excellirt und trotzdem die Kreutzer-Sonate undMendelssohn's Violin-Concert klassisch spielt", empfiehlter ihn Rietz in folgenden Worten:Ich erlaube mir Ihnenden Ueberbringer, Herrn de M. als einen der extrafeinstenKünstler vorzustellen. Seitdem das zahlende Concert-Publikum mit Paganini begonnen, seit uns die Bibelvon David und Joachim erzählt und mangern mit Ernstconcertirt, seit der Becker für einen Kreutzer Nahrungliefert, und unter Laub am fliessenden Lauterbach dieschmachtende Violine singt, die Hazardspiele verpöntsind und man aufs Lotto hofft, seitdem die Virtuosensich mehr als Dreyschock-weise mehren, ist kein so an-- muthiger Herzens-Eroberer erschienen, wie der jungeKlosterbruder Monasterio." . . .

Einer Tochter schreibt er:Gestern Abend sahen wirim Theater Mendelssohn's Walpurgisnacht von EduardDevrient scenisch eingerichtet. Wir hatten grosse Freudedaran, Alles machte sich vortrefflich; Bertram's Druiden-