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in England nach einer fünfzehnjährigen Pause — keinenAugenblick beunruhigt und sagte beim Eintreten in denSaal lächelnd zu seiner Frau, der er wohl die Spannungansehen mochte: „Du ängstigst Dich doch nicht ? Ichdenke schön zu spielen und Dir Ehre zu machen. Bei derProbe hast Du mich durch die Freundschaftsdemonstra-tionen überwältigt gesehen; — sie hatten mich überrascht— heute bleibe ich fest, wie sie auch klatschen und mitden Fidelbögen klappen — sei Du nur ganz ruhig." Undwirklich liess er sich durch den Beifallssturm, durch dielauten Bravo's, das Tücherschwenken nicht übermannen.Die Scene passte eher in's Theater als in den Concertsaal,und hinterher gingen die glück wünschenden Freunde,die dankbaren Directoren bei Moscheies ein und aus, undAlle behaupteten, er habe gespielt wie nie zuvor, habesich selbst übertroffen.
Ein späterer Brief sagt: „Ich will heute nur vonmeiner Bekanntschaft mit Mazzini sprechen. So hatteich mir den oft verschrieenen Verschwörer nicht gedacht;denn er erscheint angenehm und anspruchslos, sprichtselbst über Politik ruhig und scheinbar harmlos undinteressirt sich lebhaft für Musik. Seine Guitarre be-gleitet ihn in alle seine politischen Verstecke, und Meyer-beer ist sein Lieblingscomponist. Cavour's Tod, Gari-baldis Unwohlsein, die Quasi-Gefangenschaft des Papstes,Alles ward von ihm besprochen, immer aber zumSchluss hinzugesetzt: „die Vorsehung werde schon Alleszum Besten führen." . . .
Die Londoner Kinder und Enkel begleiten Moscheiesund seine Frau nach Boulogne und er wünscht sichgänzliche Ruhe, wird aber stets mit in die Musik hinein-gezogen, die ihm in allen Stücken missfällt. „Das Bou-logner Invalidenorchester", „die Musikbande, die den Saftaus Robert le Diable quetscht", „der mittelmässige Concoursde Chant, bei dem sie mich in der Jury mit aufpflanzten",„ein Geiger geigt wie toll", „die Sänger tremuliren undcadenziren." Ein empfohlener Clavierspieler zeigt ihm ein„Notturno", das einen unruhigen Schlaf bringen müsste,