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einen Schatz von Belehrung selbst in den weggestrichenenStellen oder einzelnen Noten."
In diesem Winter giebt es in Leipzig eine franzö-sische Vaudeville-Truppe und später eine italienischeOperngesellschaft. „Die Damen Trebelli und Moriani, dieHerren Galvani und Zucchi singen schön, aber die OpernLucrezia Borgia, der Trovatore u. dgl. haben keinen Reizfür mich."
Lieber beschäftigt er sich mit dem Altmeister Bach;spielt ihn aber nicht nur, sondern lässt sich durch Gou-nod's Beigabe einer Cellostimme zum ersten Präludiumdes wohltemperirten Claviers, zu einer ähnlichen Arbeitanregen. Es entsteht eine • Reihenfolge von zehn eigenenMelodien für Cello, welche zehn der Bach'schen Präludienbegleiten, und später überträgt er diese Melodien miterhöhtem Effect auf ein zweites Ciavier. Er selbst liebtediese Arbeit; von Einigen ward sie auf gehässige Weisegetadelt und gesagt: „Wozu dem unverbesserlichen Bachdiese Melodien unterlegen? Hätte er sie doch selbstschreiben können, wenn er die Lust dazu verspürt hätte."Die Mehrzahl der Kenner und Kunstrichter aber erfreutesich an den orchestralen Effecten und der contrapunk-tischen Verarbeitung dieser Composition, die sie „stylvollund wohlklingend" nannte.
Moscheies selbst sagt darüber: „Ich werde gerühmtoder arg mitgenommen wegen dieser Präludien; aber viel-leicht werden sie doch Einigen durch meine Melodie be-kannt, die das blosse Präludium als zu trocken nicht ge-spielt hätten, und dann bin ich zufrieden; eine genauereKenntniss von Bachs Werken kann nur förderlich fürdie Kunst sein. Ich komme mir bei diesem Arrangementvor wie unsere Romanschriftsteller; sie können einerwichtigen Tagesfrage eher in einer romanhaften Um-hüllung als in einer trockenen Abhandlung Eingang ver-schaffen."
Ein Familienereigniss frühester Art ruft Moscheiesund seine Frau nach Amsterdam, und dann gehen sienach London. Von dorther schreibt Moscheies:.....Ja