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herzlich wie Alles, was er schrieb. Er ist in seinen Briefeneben so gross an Seele wie in seinen Werken, und wiebeglückt spricht sich das jugendliche Künstlergemüth beiseinem ersten Ausflug in den Süden aus. Dabei geniesster Alles doppelt, weil er es in warmer Sohnesliebe vonseinen Eltern empfangen hat. Welches Aufsehen werdendiese Reisebriefe erregen! Ich 'möchte ihnen den Titelgeben: Schule für den_Künstler und Menschen."
„Danreuther, Lfenau, Miss Schiller machen mir vielFreude als Schüler; — die Prüfungsconcerte fielenbrillant aus; — Sullivan's Musik zu Shakespeare's tempestklang frisch und klar, und er hatte den einstimmigenHervorruf am Schluss wohlverdient, dennoch habe ichmanche Plagen, was die Schüler betrifft. Ich möchteihnen eine klassische Richtung geben, und es wird mir indiesem Vorhaben nicht immer in die Hände gearbeitet.Sehe ich aber wie kürzlich, dass Dieser Herz, JenerThalberg studirt, um sie in der Abend-Unterhaltung zuspielen, so trete ich dagegen auf. Diese jungen Leutehaben noch so manches grosse Vorbild kennen zulernen, warum sollen sie ihre Studienjahre schon auf dieModetändelei verwenden? Dazu bleibt noch Zeit, wenn siedie Classiker inne haben; diese veredeln den Geschmack,jene ziehen ihn herab."
„Die Gewandhaus-Concerte begannen mit der 9. Sym-phonie. Welch' schöner Anfang; es ist das Riesenwerkeines Riesengeistes."
„Kömpel, Strauss und Lotto leisten Grosses auf derGeige, ja der Letztere ist eine Art Paganini". — „Frl.Ingeborg Stark zeigte ihr grosses Talent in dem reichenProgramm ihrer Matinee. Mit den Verbrämungen inLiszt's Arrangement von Mendelssohn's Sommernachts-traum war ich wieder unzufrieden; sie passen ebensowenigdahin, wie die Crinoline für eine Venus von Milo."
Bei David sah ich sechs oder acht M. S. Quartetteund Quintette von Beethoven. Sie gehören Herrn PaulMendelssohn, der sie ihm lieh, um eine neue Auflage fürBreitkopf und Härtel danach zu redigiren. Sie enthalten