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Toccata in Fis-moll für das Mozart-Album, auch ein zwei-stimmiges Weihnachtslied und fügt dem Brief, in welchemer dies mittheilt, hinzu: „Ich würde grössere Sachen fürmein Instrument schreiben, hätte ich nicht die Ueberzeu-gung, dass man sie doch nicht in die heutigen Programmeaufnehmen würde. Nur Beethovens, Mendelssohns, Schu-manns und Chopins Concerte werden gespielt. Mozartund Hummel bleiben gänzlich liegen, und von meinenacht Concerten erlebt das in G-moll eine immer seltenerwerdende Aufführung. Ich bilde mir ein, dass meinecharacteristischen Etüden, meine grande Valse und einigemeiner andern Solostücke durch Bravour zünden, meinKindermärchen und meine As-dur Etüde mit den moder-nen Notturno's um die Wette singen könnten. Doch ver-sucht es keiner meiner Collegen, sie öffentlich hören zulassen, — ich selbst spiele nicht mehr in Concerten, und— um mit Byron zu reden — for the sexton authorship,the trunkmaker — zu deutsch für einen Verfertiger alterKoffer-Maculatur, die darin begraben bleibt, halte ichmich denn doch zu gut. Wollen die Ratten und Mäusesolche Speise zum Zernagen haben, so soll.es nicht meineMusik schon bei lebendigem Leibe sein. So mache ichmitunter ein Stück für eine milde Stiftung oder schreibeLieder und kleinere Stücke fürs Haus — auch für dieEnkel; ich beschränke mich darauf, aber nicht aus Kraft-losigkeit, sondern aus Stolz. Dies meine musicalischeOhrenbeichte für Euch zum Jahresschluss."
1861.
Leipzig feiert in diesem neuen Jahr -das 25jährigeJubiläum seines Concertmeisters David. Das Gewandhaus,die Schüler und die Freunde bringen ihm wohlverdienteOvationen. „Als ich ihm gratulirte", schreibt Moscheies,„zeigte er mir den Brief, in welchem Felix Mendelssohnihm die Concertmeisterstelle anträgt; er ist so schön und