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Moscheies' Abreise ist, „zeigt Rossini sein gestern com-ponirtes Manuscript, ein niedliches Lied ohne Worte, diebekannte technische Form, aus der die reizende Melodieangenehm hervorsticht. Ueber die Semiramis sagte er:Nicht wahr, Sie haben hübsche Decorationen darin ge-sehen? und dabei lächelte er spöttisch. Er hat die Mar-chisios nicht empfangen, aus Furcht, sie möchten ihmvorsingen, sie auch im Theater nicht gehört. Von derPasta, Lablache, Rubini u. A. sprach er mit Wärme; dannmeinte er, ich solle ja nicht mit Eifersucht auf sein auf-keimendes Clavierspieler-Talent blicken, vielmehr ihm inLeipzig einen guten Namen als solchen machen. Fürmeine Intimität mit Clementi zeigte er erneutes Interesse;mich als seinen würdigen Erben möchte er gern in Leip-zig besuchen, nur könne er die Eisenbahn nicht vertragen.Das Alles ward scherzend hervorgesprudelt. Als- aberdie Rede auf Chevet kam, der die Noten durch Ziffernbezeichnet haben will, sagte er ernst, beinahe gelehrt:die Notenschrift, wie sie sich seit Papst Gregor entwickelt,sei ausreichend für alle musikalischen Erfordernisse. Erkönne zwar dem Chevet seine Anerkennung nicht ver-sagen, doch habe er als Membre de l'Institut das Gut-achten zu dessen Gunsten nicht bestätigt, weil er dieAusführbarkeit des Systems für unmöglich halte."
So spann sich die nie versiegende Unterhaltung bisii Uhr fort und dann folgte der nicht ausbleibende Kuss,dem sich diesmal noch Abschieds-Segnungen zugesellten." ...
Als Moscheies abgereist ist, muss der Sohn Rossiniüber das Ergehen der Familie berichten, und dem Vater„soll er schreiben, dass Rossini ihm bei seinem nächstenBesuch in Paris besser eingeübt vorspielen wird." ... „Dannkam er auf deutsche Musik zu sprechen", berichtet derSohn. „Ich fragte ihn, welche der Classiker er am meistenverehre." Von Beethoven sagte er: „Je le prends deux foispar semaine, Haydn quatre fois et Mozart tous les jours. Vousme direz Beethoven est un colosse qui vous donne souvent descoups de poing dans les cötes, tandisque Mozart est tou-jours adorable. C'est que lui a eu la chance d'aller tres