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zug enthält. Moscheies schreibt einem jungen Manne inBezug auf eine vorherrschende Empfindlichkeit: „Thuenur ja nicht böse mit Deinem Freunde, denn Du hättestUnrecht, wenn Du ernstlich schmolltest. Ein kleines Ver-sehen oder eine Vernachlässigung könnte in der Ferne zueinem Bruche führen, und man sollte doch die Schwächenseiner Freunde entweder ertragen oder'mit Gelassenheitrügen. Dies mein Rath. Gott leite Dich zu allem Gutenund Schönen!"
1860.
Moscheles schreibt den in Paris weilenden Kindern:„Die Gewandhausprobe wurde mir durch die Auf-führung der Melusinen - Ouvertüre und des Finale derLorelei eine sehr aufregende, und als vollends Paul Men-delssohn in den Saal trat, da wurde mir schlimm zuMuthe. Die theuren Züge seines unsterblichen Brudersstanden in ihrer Lieblichkeit vor meinem Geistesauge,
trotz geringer Aehnlichkeit zwischen den beiden.".....
„Frau Bürde-Ney mit ihrer grossen Stimme- leisteteGrosses. Rietz, der uns nun wirklich verlässt, um nachDresden zu gehen, war ganz,weich gestimmt, als er vonseiner Uebersiedelung sprach und drückte mir zärtlich dieHände. Sein Abtreten ist ein grosser, noch unersetzterVerlust." .... Aber was sagt Ihr zu **, eben aus Pariskommend, den ich fragte, ob er den Orpheus gesehen?Antwort: „Ja, es ist ein nettes Lustspiel, welches vieleVorstellungen erlebt hat; die Oper kenne ich nicht."Und doch hat Mme. Viardot ihn nun schon 52 Mal ge-sungen .'• ....
Ein anderer Brief sagt: „Ihr wisst, wie unersättlichich im Hören aller mir gebotenen Musik bin; wie ich indie Euterpe gehe, obgleich sie mit dem unvergleichlichenGewandhaus-Orchester nicht auf einer Stufe steht. Ichhöre auch dort manches Gute, ja, wäre es nur Mittel-massiges, man könnte auch davon noch lernen, wie man