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2 (1873)
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Stunden mit im Festzuge.Mehr aber als dieser oderdie Theater-Festvorstellung", schreibt er,interessirtemich das Concert mit der neunten Symphonie, die Solo-stimmen von Fräulein Dannemann und Hinckel, denHerren Bernard und Bertram gesungen. So ausgeführthatte ich das Werk nie gehört; es electrisirte mich. DieBegeisterung war vom Dirigenten und Vorgeiger hinaufbis zu dem Pauker gedrungen, und Alle Hörer so wieMitwirkende fühlten, dass man etwas nie Geahntes ge-leistet hatte. Man jubelte. Nun sind die Festlichkeitenvorüber, aber die Symphonie soll noch einmal gegebenwerden. Rietz hatte für die Feier eine Ouvertüre, Rich-ter eine Cantate mit Text von Dr. Adolar Gerhard ge-schrieben. Ich habe mein Stück nach Schiller'sTanz",zwei- und vierhändig, als einen kleinen Beitrag der Schiller-stiftung Übermacht."

Hatte der Anfang des Monats November in Erinne-rung an Spohr's Tod und Mendelssohn's Sterbetag einernstes würdiges Gewandhaus-Concert mit Mozart's Re-quiem und Mendelssohn's 42. Psalm hervorgerufen, sobrachte das Ende desselben eine Todtenfeier für Reissigerim Conservatorium.

Am 2. December", schreibt Moscheies,feierte dieAula ihr 45ojähriges Bestehen im Beisein des sächsischenKönigshauses. Rietz, dem eben die Doctorwürde ertheiltworden ist, hat eine^Composition im gediegensten Stylfür die Feier gemacht, und der Rector, Professor vonWächter hielt eine »schöne Rede."

Am 3. December finden wir die 'Notiz,dass in derAbend-Unterhaltung des Conservatoriums besonders Gutesgeleistet wurde. Die Herren Hegar, Rose, Albrecht undGrützmacher jun. spielten Beethoven's Quartett Op. 132trotz seiner eminenten Schwierigkeiten ganz vortrefflich,und Herr Jadassohn liess sein von vielem Talent zeugen-des E-moll-Trio von seinem Mitschüler Herrn Barnett vor-tragen." . . .

Es sei uns vergönnt, hier zum Jahresschluss eine un-musikalische Notiz anzureihen, weil sie einen Charakter-