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Nicht einmal der unselige Krieg, der jedes Gemüth be-unruhigt, indem er Viele zu Grunde richtet und Alle ge-fährdet, trat störend auf, und hat auch der Federkriegder verschiedenen Parteien schon begonnen: er wird keinbleibendes Unheil anrichten, denn im Ganzen war dochdieses Künstlerfest ein Friedenscongress. — Die Fremdensind nun nach Merseburg, wo ein Orgel-Concert im Domstattfindet. Auch David ist dabei betheiligt, und wenner so spielt, wie hier in der Matinee im Schützenhause,so kann man ihn nur ausgezeichnet nennen." Ein spä-terer Brief sagt: „In den Kriegswirren habe ich die Zu-kunfts-Musiker schon beinahe vergessen. Im Mai schriebich noch einen patriotischen Marsch zu vier Händen, inwelchem ich das österreichische Volkslied und Lützow'swilde Jagd erst getrennt, dann vereint brachte, und nunsieht es schlimmer als je um die Vereinigung unsererGrossmächte aus! Sogar ich alter Musiker habe also nichtgut gezählt, heisst das gerechnet (der schlechte Witzbittet um Entschuldigung). Der Marsch wurde im Schützen-hause von dem Orchester des Director Menzel gespielt."
. . . „Wir sind sehr eifrig in unseren Frühpromenadensowohl, wie in unseren musikalischen Abenden mit David,und bald gehen wir nach Thüringen, dessen grüne Ruheuns wohlthun wird." Auf der Reise dorthin wird einkurzer Halt in Halle gemacht, um der Enthüllung desHändel-Monuments von Heidel und der Aufführung seines„Simson" beizuwohnen.
Die Monate Juli und August werden mit Verwandtenund Freunden auf's Angenehmste verlebt. „Ein grün-umranktes Häuschen am Fusse der Wartburg mit derhimmlischen Aussicht auf Feld, Wald und Berge" wirdalsbald bezogen. Der Commandant, Freiherr von Arns-wald, nimmt die Familie mit grösster Herzlichkeit auf.Während diese für die Schönheiten der Burg und ihrerUmgebungen schwärmt, weiss Moscheies Jenem musika-lische Genüsse — oben auf der Orgel, unten auf demCiavier — zu bereiten. — Gleich bei der Ankunft imHotel, als die Familie Moscheies zu Abend isst, erlebt