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der Pfeiler des Clavierspiels, der nicht fehlen darf, ichnenne mich den nothwendigen Contrast zwischen deralten und neuen Schule und willige ein. Ich habe meineGrundsätze, meine Ueberzeugungen, doch will ich michder neuen Partei durchaus nicht schroff entgegen-stellen." . . .
In diesen Tagen fährt ein Künstler-Conclave nachWeimar, um eine neue einactige Oper von Rietz, „G. Neu-mark und die Gamba" zu hören. „Er dirigirte selbst",,schreibt Moscheies, „und das Werk ward mit Applausund Hervorruf des Componisten aufgenommen. Orchesterund Sänger zeichneten sich aus, vor Allen Frau von Milde.Noch vor der Oper bewirthete uns Liszt auf's Liebens-würdigste; volle Schläuche, Niederlagen von Cigarren,und als er sich an's Ck-tvier setzte, hörte ich zu meinernicht geringen Ueberraschung mein altes Op. 42, Variatio-nen über das österreichische Liedchen,
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das ich seit vierzig Jahren ignorirt habe. Er spielte sieauswendig und legte Effecte hinein, die in ihrem Ueber-muth Aufsehen erregend waren, auch liess er uns eine eigeneOrgelphantasie über die Buchstaben Bach hören; kühngeniale Verwickelungen, donnernd ausgeführt. In derNacht fuhren wir Alle nach Leipzig zurück." . . .
Einige Tage später heisst es: „ Ich gab Liszt einKünstlerdiner, gemüthlich ungenirt. Xach Tische fander, die Cigarre im Munde, unter Musikalien meinen Tanzund die humoristischen Variationen, beides vierhändig,und gleich musste ich es mit ihm spielen. Alles knallteund sprudelte prächtig; dann kamen wieder die alten Va-riationen und endlich meine Sonate melancolique mit wahr-haft künstlerischer Begeisterung; — es war ein Hoch-genuss. Schade, dass ich mich für die Richtung, die erin seinen Compositionen einschlägt, nicht begeistern kann;es ist das der Schleier, der über unsere künstlerische In-