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2 (1873)
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1858.

Das Jahr fängt mit einer mir werthen Gabe an", sagtdas Tagebuch.Härteis schickten mir einen feinen Stahl-stich Mozart in seiner Jugend, nach einem in Italienbefindlichen Bilde; gleich habe ich ihn meinem Albumneben der Autograph-Cadenz des grossen Mannes einver-leibt, und meine Freude daran ist aufrichtig. Das Gewandhausbegann seinen Concert-Cyclus mit grossem Ernst; dererste Theil lauter geistliche Musik, der zweite Mozart'sC-dur Symphonie vortrefflich gegeben und doch meinemGefühl nach die Tempi des ersten und letzten Satzeszu schnell. Ob ich älter geworden bin und mein Blutträger circulirt? Ob die Andern einer neuen, Alles aufdie Spitze treibenden Richtung folgen? Ich weiss esnicht es ist eine Gefühlssache."

Um nur der Novitäten dieses Winters zu erwähnen,nennen wir Herrn von Bronsart, einen Schüler Liszt's, derMoscheies' Concerto pathetiquesehr brav spielt"später lässt er ein eigenes Trio,eine tüchtige Composi-tion mit pikantem Scherzo hören, und in seiner Frühlings-phantasie fehlt es nicht an guten Effecten! ....Vin-"cenzo Colosanti mit einem Solo auf der Ophicleide wareine Neuigkeit", schreibt die Frau;aber was für eine!Der Unglückliche brachte die schwierigsten Varia-tionen heraus, bis er dunkelroth im Gesicht war, undwas that das Publicum? es lachte. Das mag demheissblütigen Italiener zu viel gewesen sein, denn meinguter Mann, der zwischen den Akten hinunterging, fandihn wüthend, und musste all' seine italienische Redekunstaufbieten, um ihn zu beruhigen. Mich erinnerte er an einevor Jahren in London gesehene Pantomime, auf der derLiebhaber seiner spröden Schönen eine Serenade auf derOphicleide brachte und durch die Anwendung diesermusikalischen Harlekinade viel Glück machte."

, Unter den Geigern war der vortreffliche Damrosch