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was ich Euch zuletzt schrieb, so kann ich heute nursagen: Du ridicule au sublime! Wir haben wieder dasGoldschmidt'sche Ehepaar genossen. Er spielte Beethoven'sConcert mit eigner Cadenz, genossen. Etüden und Gigue vonBach. Sie sang ausser der Freischütz-Arie und Liedernnoch Chopin'sche Mazurken von ihm begleitet und machtedrei bis vier Mal hintereinander folgende electrisirendeCadenz:
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Auch im 10. Gewandhaus-Concert trat sie auf undsang wie immer. Ich möchte ncch viel darüber schrei-ben, aber ein junger, mir empfohlener Pianist erwartetmich nebenan am Ciavier mit Octaven-Avalanchen; dabeikann ich keinen Gedanken fassen als den, dass er guteChance hat, in die Leibgarde der Ciavierstürmer aufge-nommen zu werden."
Zum Jahresschluss schreibt er: „Möchte das altekränkelnde Jahr mit seiner Handelskrisis, seiner Pulver-Explosion in Mainz und seinem Erdbeben in Neapel undSicilien alle seine Krebsschäden zu Grabe tragen! Ichtheile die Betrübniss, die Sorgen der vielen an diesenSchickungen Betheiligten, doch erhalte ich meinen Sinnan der Kunst, an den Meisterwerken der Vergangenheitund Gegenwart, so wie an dem eignen mir zuertheiltenWirken aufrecht und wünsche, dass das neue Jahr derMenschheit neue Vernunft, Moral und Liebe bringe-Amen."