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uns einen sehr genussreichen Abend. Lustig waren wirauch und schade nur, dass Heller uns schon morgen wiederverlässt. Solche glückliche Stunden müssen Einem aberfür andere, weniger erquickliche entschädigen, wie z. B.für eine Steeple chase, wie die folgende: Zwei Schülerinnensind bestellt, um Moscheies vorzuspielen, aber kaum ange-kommen, so erscheint eine fremde blaubebrillte Dame miteinem Bruder Jüngling; sie sind weit hergereist, weil erLectionen von Moscheies wünscht; dieser wie immerabwehrend gegen Privatschüler, räth ihm lieber in's Con-servatorium einzutreten, findet aber nicht gleich Anklang.Dazwischen kommt der Musikdirector R. aus Göttingen,der Ueberbringer des Doctor-Diploms an Hauptmann, derbei dieser Gelegenheit dies und jenes und Alles von Mo-scheies hören möchte. Doch was ist alles das gegen diezwei Leoparden — sagen wir Löwen — die jetzt dasdoppeltgeöffnete Thor ausspeit? Es ist der 13jährige'Arthur Napoleon mit seinem Vater. Der Junge sieht be-trübend schwächlich aus, hat aber herkulische Finger.An Haaren ist er ein Liszt, an Körperbewegung undPedalgebrauch ein Vertreter der modernen Pianistenwelt.Alle Bewohner beider Etagen, besonders die Kinder,Avurden zusammen gerufen, um die staunenswerthenLeistungen dieses jugendlichen Napoleon des Ciavierspiels ,zu hören. Zum ■ Beschluss kam Frl. Bianchi, die stetsWillkommene!" . . . Das Pauliner-Concert, „der Rose Pil- ~~fgerfahrt" in der Euterpe, die Aufführungen bei FrauFrege, sind noch Glieder in der musikalischen Kette, dieMoscheies' Leben einschliesst; ein Theaterabend, an demdie Hebriden-Ouvertüre, das Finale der Loreley von Frl.C. Mayer, und zum Beschluss die „bezähmte Wider-spänstige" von Frau Wohlstadt gegeben, wird recht musi-kalisch - poetisch genannt; — die Vorlesungen des ProfessorMöbius über Geliert, Klopstock und Lessing rufen dieBemerkung hervor: „dass Poesie auch Musik ist und dassdie Logik oder Philosophie, die ihr zu Grunde liegt, derstrengen Basis einer wohldurchdachten Tonschöpfunggleicht."