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einige Verwundete. Liszt soll vor dem Concert gesagthaben: „Sie werden mir wohl eine Niederlage bereiten",aber sie thaten es nicht. Er dirigirte seine Preludes,die manche grossartige Effecte, aber nicht genug Klarheithaben (Frau Pohl an der Harfe). Seine tobendeMazeppa-Musik und sein Pianoforte-Concert, von Bülow mitäusserster Fertigkeit gespielt, Alles wurde anständigwenn auch ohne Enthusiasmus begrüsst, und mir ist eslieb, dass die Träger dieser Richtung, zu der ich zwarnicht gehöre, nach der Erstürmung der heiligen Gewand-haushallen, mit klingendem Spiel abziehen durften, wobeiihre drei Flöten, extra Posaunen und türkische Musikwohl einen erhöhten Effect hervorbrachten.
Behr gab zu seinem Benefiz den Tannhäuser unterLiszts Direction und der Mitwirkung der Weimar'schenSänger. Man wollte meine Meinung über diese Oper unddie ganze Liszt-Woche wissen und ich gestand, dass ichdiese Richtung nicht durchaus billige, obgleich ichGutes darin finde, und da, wo ich es finde, gern aner-kenne. Möchten nur die Neuerer nicht über Beethovenhinausstreben, Haydn und Mozart aber, die bis jetzt alsunsere Grundpfeiler galten, umstossen wollen. Wir kleinenLichter sollen natürlich unter diesem Schutt begrabenwerden, und ich für meinen Theil mache mir eine Ehredaraus. Wer weiss auch, ob wir nicht dermaleinst aus-gegraben werden wie Herculanum und Pompeji?"
„Ein unerwarteter Besuch von Stephen Heller hatuns wahrhaft erfreut", schreibt die Frau, „gehört er dochzu unsern Lieblingen, mit und ohne Musik; er ist in'sPariser Leben verliebt und doch gemüthlich wie einDeutscher. Wir hatten ihm -zu Ehren einen durchausmusikalischen Tag. Früh spielten Ferdinand Davidund Gefährten bei Härtel Quartett und das wunder-voll. Dann kam der liebe Gast zu uns und Abends ge-sellte sich die Blüthe der Leipziger Dilettantenwelt dazu;die Musiker waren, wie Moscheies sagt, sämmtlich vomTeufel zu seinem Robert in's Theater geholt; die beidenPianisten aber und die häuslichen Sängerinnen verschafften