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nationen. Die Aufnahme war beifällig, nur eine Parteiblieb lau."
„ Schindelmeisser's Ouvertüre „Mondnacht auf demWasser" gut gearbeitet." „von Sahr's Frühlings-Ouver-türe gut gedacht." „Singer's Variationen für zwei Cla-viere, der Gegensatz von trivial, dafür aber ultra-roman-tisch." „Dazwischen hörten wir die pathetisch-klassischenChöre zum „Oedipus" und Schumann's vortrefflich gedie-gene, von Leidenschaft überströmende Ouvertüre zu „Man-fred."
„Ich studire jetzt wieder fleissig an einer meiner ener-gischsten Compositionen, dem nun schon alten Concerto pa-thetique, das einen eigentümlichen Vortrag erheischt;aber auch Bach'sche Fugen spiele ich viel, und — —Litolff's viertes Concert, damit es doch Contraste gebe.Es kommt auch viel lieber Besuch: der verehrte Freundund Theoretiker Schnyder von Wartensee; — Auerbach,der zwar, wie er sagt, nicht Musik heucheln will, denMusiker aber dennoch zu dessen Freude aufsucht." Beiden öffentlichen Schülerprüfungen ist diesmal die PrinzessinAmalie von Sachsen zugegen, die sich den Winter überin Leipzig aufhält. Professor Coccius hat ihr durch einegelungene Operation das Augenlicht wieder gegeben; nunempfängt sie vor ihrer Abreise die Spitzen der Behördenzum Diner, „wobei ihre Liebenswürdigkeit gegen dieGäste, ihr reges Interesse an der Kunst nicht genug gerühmtwerden können." ... „Wir haben einen grossen Verlust inder literarischen Welt zu beklagen. Heinrich Heine ist inParis gestorben und auf dem Montmartre begraben!"„Weniger fühlbar, aber doch traurig, ist das Ende desAmerikaners von Heringen; er erschoss sich in New-Yorkund auf seinem Tische fand man einige Zeilen, welche dieSchuld dieses Selbstmordes auf diejenigen wälzen, die sichweigerten, seine Erfindung anzuerkennen und zu verbreiten.Bekanntlich waren dies aber alle Musiker in aller HerrenLänder diesseits und jenseits des Oceans. Denn wer wollteHerrn von Heringen zu Liebe eine neue Notenschrift ein-führen und gleich damit anfangen alle Verlagsplatten zu