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2 (1873)
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später probirt und dann Abends im Concert vorgetragenward (das Honorar übermachte er seiner Zeit dem Pen-sionsfonds). Mehr aber, als diese improvisirte Leistung"beschäftigte ihn der Wunsch, zu Mozart's Andenken mit-zuwirken, und diesen theilte er dem Directorium schonim December mit. Man hatte nämlich am 27. Januar imGewandhause eine Matinee zu Mozart's hundertjährigemGeburtstage veranstaltet, der Ertrag war zur Gründung einesMozart-Stipendiums für einen talentvollen Schüler odereine Schülerin des Conservatoriums bestimmt. Da dasProgramm durch seine historischen Daten interessant ist,so führen wir es hier an.

Ein Prolog, von Herrn Behr gesprochen, eröffnetedas Concert. Es folgten:

Ouvertüre zum Re pastore. 1775 als Festoper in Salzburg com-

Romanze und Duett aus derselben ponirt und zum ersten Mal aufgeführt,

Oper. um den Besuch des Erzherzogs Maxi-

Concert für Violine und Bratsche, com- milian beim Bischof Hieronymus zu

ponirt im Jahre 1778, gespielt von feiern

den Hrn. Dreyschock und David.

Ouvertüre zu Idomeneo. Zum ersten Mal gegeben 29. Ja-

Scene und Arie und Marsch aus der- nuar 178 1 in München.

selben Oper.

Priestermarsch, Arie und Chöre aus Zum ersten Mal aufgeführt 30. Sep-

der Zauberflöte. tember 1791 in Wien.

Ouvertüre zu Titus. Erste Aufführung in Prag 1791.

Schlussscene, 2. Act Don Juan. Erste Aufführung in Prag 28. Oc-

tober 1787.Symphonie C-dur mit der Schlussfuge, componirt im August 1788.

Moscheies konnte nicht darüber hinwegkommen, dassman bei dieser Gelegenheit das Ciavier als solches über-gangen und dass ihm persönlich nicht gestattet war, seinePietät für den Meister an den Tag zu legen. Verstimmtdurch dieseZurücksetzung", wie er sie wiederholt imTagebuch so wie in Briefen nannte,schlug er den An-trag des Directoriums, im Armen-Concert zu spielen, aus,mit dem Bedeuten:Er stehe in den Augen der Kunst-welt vielleicht im Verdacht der Gleichgültigkeit gegenden grossen Meister, und wolle im herannahenden Wohl-