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das er selbst spielte; „es ist pikant und originell." . . . .,„Wagner's Ouvertüre zum „Faust" stelle ich. höher alsseine anderen Werke. Alles Dämonische darin ist gutmotivirt und bessere Regungen durch klar-melodische Ge-danken angedeutet. Für meinen Geschmack ist aber hierwie überall bei W. eine zu grosse Ueberladung an In-strumental-Massen." . . . Ein Brief sagt: „Auf Wunschmehrerer Orchester-Mitglieder sollte im Pensionsfonds-Concert ein posthumes Werk von Mendelssohn gegebenwerden; — die sogenannte „Reformations-Symphonie." —Er selbst war mit dieser Composition unzufrieden undwollte sie nicht herausgeben; sein Bruder, den wir wegender Aufführung befragten, überliess die EntscheidungRietz, David, Hauptmann und mir. Wir veranstalteteneine Probe, in der wir trotz vieler Schönheiten, die dasWerk enthält, uns doch für Nichtgeben entschlossen,da das Ganze nicht auf der Höhe von Mendelssohn's an-dern Werken steht und wir fürchteten, die Kritik möchtedas Andenken des Freundes verunglimpfen." . . .
Gut, wie die Absicht war, führte sie doch zu einer un-angenehmen Zeitungs-Polemik, da man sich von Englandaus bitter beklagte, dass dieses Werk dem Publikum vor-enthalten bleibe; doch bedarf es hier nur flüchtiger Be-rührung dieser vielbesprochenen Discussion.
1856.
Der 1. Januar brachte den Kapellmeister Rietz ineiniger Verlegenheit zu Moscheies. — David, sagte er,sei verhindert im Beethoven'schen Triple-Concert, das ermit ihm und Moscheies spielen sollte, mitzuwirken; wolleMoscheies allein, als Helfer in der Noth eintreten? „Ichspiele Ihnen statt des Triple-Concerts ein anderes vonBeethoven", sagte dieser, „wählen Sie selbst, welches."Die Wahl fiel auf das C-dur-Concert, das wenige Stunden