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berühmten Namen kenne ich. — Kennen Sie auch seineCompositionen? — In Venedig spielen wir solche ernsteSachen nicht. — Welche Musik wählen Sie zu Ihrer Aus-bildung? — Wir studiren meist die Arrangements ausden beliebtesten Opern. — Ich will Ihnen eine Etüde vonMoscheies spielen, sagte ich, und wählte dazu meinechromatische in G-dur. Nun wollte ich mich verabschieden,aber er Hess mich nicht. — Lectionen von mir gebrauchenSie nicht, das ist klar, aber sagen Sie mir doch IhrenNamen — der meinige ist Carlo Fortunati. Als ich michnannte, schloss er mich mit südländischer Vehemenz inseine Arme, es regnete Küsse und Epitheta und wirschieden als musikalische Freunde, werden uns auch alssolche wiedersehen. Auch der Abbate ist ein Musik-Enthusiast."
Fortunati kommt oft, zuweilen als Hörer, mitunterauch als Spieler. Als er die vierhändige Ouvertüre zuNabucco von Verdi brachte, um sie mit S. zu probiren,hatte sie viel Aergerniss an seiner Tactlosigkeit, währender bei jedem Tanzrhythmus entzückt ausrief: „Oh chebella Sinfonia!
Wir wollen für Venedig eben so wenig wie fürdie übrige Reise Beschreibungen ä la Murray oderBädeker liefern; es versteht sich, dass man Alles sah,Alles genoss. Nur das sei erwähnt, dass italienische Ge-sangs- und Malerstudien für die Jugend damit verbundenwurden. Bei den letzteren war Carl Werner der hülf-reiche Freund, sowie er und seine Schüler auch allabend-lich eine musikalische Stunde bei Moscheies genossen. W.beschenkte sie auch mit einem von ihrem Balcon aus ge-machten Aquarell und mit einem auf der Insel San Fran-cisco getreu nachgeahmten Sonnenuntergang südlichsterFärbung.
Dann wieder schreibt Moscheies: „Ich spielte in einerClavier-Niederlage auf einem Boisselot aus Marseille voreinigen Leuten, unsere 88jährige Hausfrau - Contessadarunter. Habe ich immer der deutschen Schule ange-hört, so versuchte ich hier, mich zu italienisiren, und kam
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