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sungen wird. Einen nächsten Halt macht man in dem vonSchneebergen gekrönten Partenkirchen.Wer könnteanders als bei diesem Anblick schwärmen? Dazu dieewig wechselnde Abendbeleuchtung und der Mond amtiefblauen Himmel!" Innsbruck hat wieder seine Sehens-würdigkeiten, Schloss Ambras seine Erinnerungen an dieschöne Philippine Welser,die dort mit ihrem Gatten,dem Erzherzog Ferdinand von Oesterreich glücklicheJahre verlebte."Hinter Innsbruck schäumt der Innwild über grosse Steinmassen hin, grünbewachsene Berg-kuppen, Tannenabhänge und die ehrwürdigen Schnee-häupter der Tiroler Alpen in der Ferne."Der Abendin Mals ist erquickend; mächtige Giessbäche stürzen sichvon den Bergen herab, rauschen wie Meereswogen, Allesist überraschend, ergreifend.'" Hinter Kolman wechselnbald die wildromantischen Felsen, die Schneegebirge, diedunkeln Föhrenwälder mit den milderen Weinbergen undGärten; Maronen, Feigen, Granat und Wallnuss gedeihenLchon."

Morgens in aller Frühe geht es nach Gries undgleich in die hübsche reich ausgeschmückte Kirche, woviel reinlich gekleidetes Landvolk andächtig betet. Mo-scheies geht auf den Orgelchor. Ein Brief vom 14. Juli sagt:....Es war drollig. Der Organist begleitete gerade dasKyrie; ich griff ihm während seines Spiels zwischen dieFinger und spielend erklomm ich auch die Orgelbank,von der er, erstaunt, herunterrutschte; ich fuhr da in derMusik fort, wo er aufgehört hatte; das Stück geendet,sagte er:Jetzt müssen Sie präludiren, bis der Geistlichevorsingt", und dann wiederJetzt begleiten Sie denSchulkindern das Gloria". Ich gehorchte. Er ward immerängstlicher und verlegener, sah mich fragend an undplatzte endlich n.it den Worten heraus: Aber um Gottes-willen wer sind Sie? Ich schrieb meinen Namen auf dieMusik. Er machte grosse Augen, fiel mir um den Hals,küsste mir die Hände und küsste sie wieder, als ich schondas Credo begleitet." ....15. Juli. Der anhaltendeRegen vereitelte gestern Abend unsern projectirten Spa-