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tritt in's Conservatorium ein. Auch den jungen Schnorraufgenommen." Ferner heisst es : „v. Sahr's Trio interesantcomponirt, hat auch Melodie/' — „Grimm's Symphonie,ein grosser Fortschritt." — „Werden meine Schülerdereinst denn auch solche Neuerungen ersinnen, wieHaberbier in seinem Fingersatz? Er will laufende Pas-sagen von beiden Händen, einander ablösend, gemachthaben; die Finger sollen schleifend über die Untertasten •gleiten und doch dazwischen die Obertasten berühren.Das führt auf die S. Bach'sche Manier zurück; damalswollte man einer Hand allein nicht zuviel zumuthen. Obdas zu einem Fortschritt in der Kunst führen wird? —— Einstweilen spiele ich die Meister mit meinem Finger-satz and befinde mich wohl dabei, componire auch einneues Stück, eine Phantasie und versuche darin neuzu. sein."
Pleiss-Athen ist stark musikalisch bevölkert, dasHotel Moscheies eifrig besucht. ,.Ich laufe oft Gefahr,von den durch das Concertdirectorium Unbefriedigten indie Scylla ihrer Klagen mit hineingezogen zu werden,will aber nie in der Charybdis dieser Medisance unter-gehen, sondern stemme mich kräftig gegen den verhee-renden Strudel." ,
Es wird der Familie Moscheies in diesem Jahre einunschätzbares Glück zu Theil; ihre Bekanntschaft mit derFamilie Geibel spinnt sich zu einer Freundschaft aus, diein einem sechszehnjährigen täglichen Verkehr wächst undgedeiht. Das Beisammenleben in einem Hause giebt Ge-legenheit, den gleichen Geschmack in Kunst und Wissen-schaft, in Grundsatz und Gesinnung darzuthun; man theiltFreude und Leid, man wird eine grosse Familie!
Diesmal geht Moscheies' Sommerreise mit der Frau,den beiden Töchtern und dem Sohn südwärts über Nürn-berg mit seinen Schätzen nach München, wo der FreundHauser ihm collegialisch seine Schüler vorführt — nachStarenberg, wo die Familie Kaulbach weilt. Bei einerAussicht auf den sonnenhellen See componirt Moscheiesder lustigen Gesellschaft einen Canon, der sogleich ge-