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Joachim, der schon begonnen hatte, der grosse Jo-achim zu werden, verliess Leipzig in diesem Winter undging nach Weimar als Concertmeister, fand auch dort dieihm gebührende Anerkennung, während Raimund Drey-schock sich Leipzig zuwandte, um dort tüchtig und ehren-voll bis an sein Lebensende als zweiter Concertmeisterund Lehrer des Conservatoriums zu wirken. Die Frauschreibt: „Ich bin sehr glücklich darüber, dass die Com-position der neubegonnenen Cello-Sonate wieder allesTrübe verscheucht, was Moscheies eben jetzt erfahrenmusste, und ihm seine ruhige Heiterkeit wiedergegebenhat. Wer die Kunst so liebt wie er, dem bleibt sie aucheine hülfreiche Trösterin." Und er selbst schreibt im No-vember, als Deutschlands politische Zustände in argerGährung sind: „Ich danke Ihnen für alles Licht, welchesSie mir, dem Dilettanten in der Politik, über die düsternWeltzustände zu verbreiten suchen. Mir sind die ewigenReibungen der Regierungsprincipien in unserm armenDeutschland gleich einer Flasche alten feinen Weines,man schüttelt ihn und der satzige Grund verbittert seinenedlen Inhalt. Ich lese alle möglichen Zeitungen undwünsche mir beinah' die alten bösen Zeiten zurück, woAvir doch nur den fremden Feind zu bekämpfen hatten.Aber jetzt! Deutsche gegen Deutsche!! Pfui doch! Siesollten's lieber durch Diplomaten oder gar durch Ad-vocaten in Perrücken abmachen, um ihre Annalen mitrother Tinte, statt mit Blut schreiben zu können. Hierhängen die Leute die Köpfe wie überall, aber ich klam-mere mich fest an meinen Kunstberuf und lasse mich vonder Frau Musica aufrecht erhalten, schliesse auch das trübeJahr mit dem Wunsch, dass uns das beginnende neueglücklichere Zeiten bringen möge." . . .