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•der Applaus. Endlich flogen Blumen und Bouquets aufdie Bühne." . . . „Leider hörten wir von Chopin's lebens-gefährlichem Zustande, fragten selbst nach und fandenalles Traurige bestätigt. Seitdem er so darniederliegt, istseine Schwester bei ihm. Jetzt sind die Tage des Armennur noch gezählt, sein Leiden gross. Trauriges Loos!"
Nicht lange, so tritt die gefürchtete Katastrophe einund Moscheies schreibt: „Die Kunst hat viel an demarmen Chopin verloren, denn, war er auch nicht Classiker,hat er auch keine grossen Kunstwerke geschaffen, so be-sass er doch ganz seltene Eigenschaften: Gemüth, Em-pfindung und Eigenthümlichkeit. Jules Janin schreibt imJournal des debats, wie er sich kurz vor seinem Hin-scheiden ein polnisches Lied und Mozart's Requiem vor-spielen Hess."
Auf der Rückreise lernt man im Hause der vortreff-lichen Familie Naumann „den alten Arndt" kennen,„dessen heitere und nimmer stockende Unterhaltung demganzen interessanten Kreise einen noch höheren Schwungverleiht." Kaum nach Leipzig zurück gekommen, heisst es: ~]
„Dasselbe Publikum, das sich für Schumann's grossesWerk, die B-dur-Symphonie mit Fug und Recht be-geisterte, ward durch eine Harfenspielerin und ParishAlvars' Bravourstück auch zur Bewunderung hingerissen;das ist das sogenannte kunstgelehrte Auditorium!" Fräulein _jNissen ist als Concertsängerin engagirt und zum erstenMal aufgetreten. Sie gefiel allgemein und ist eine vor-treffliche Acquisition, in jeder Schule zu Hause. DieLeonoren-Ouverture, Mendelssohn's A-dur-Symphonie, sein42. Psalm, Alles war ergreifend schön, obwohl ich einigeTempi nicht in Uebereinstimmung mit meinen Traditionenfand. Und die Aufnahme? — Lauwarm. O Clique! Als /wenn in einer Stadt, wo man den Genius eines Schumannverehrt, Mendelssohn als schulmeisterlich verschrieen,unter ihn gesetzt werden müsste! Das Publikum verliertalle Initiative und steht mit seiner Auffassung und seinenGefühlen unter einer Leitung, die es eben so berückt, wiedie Wühler das deutsche Volk." — Eine nicht minder I