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wie mit der „Botschaft". Meine Reisevorbereitungenschreiten fort." . . .
Als Moscheies in London ankommt, wird „der Prophetgegeben; alle Plätze vergriffen, aber ich nehme lieberzwei schlechte Plätze, als gar keine." — Und am Tagenach der Aufführung: „Mme. Viardot ist nicht nur eineausgezeichnete Fides, sie hat auch, wie die Franzosensagen, cree le röle; sie ist Kapellmeister, Regisseur — miteinem Wort, die Seele der Oper, die ihren grossen Er-folg wohl zur Hälfte ihr verdankt. Es sind wieder vor-treffliche Sachen darin, doch nach einmaligem Hörenscheint sie mir die Hugenotten nicht zu erreichen. Ausser-dem hört man ja mitunter nur mit einem Ohr; in derschauerlichen Kirchenscene, in der die Viardot unvergleich-lich ist, nimmt die Situation ganz in Anspruch. DieSchlittschuhläuferei erregte unsern Neid bei der drücken-den Hitze."
Ein Monat der Erholung wird von der vereinten Fa-milie in dem Seebad Treport zugebracht, dann Rouen undParis besucht. Ein Brief Moscheies' sagt: „Sehr interes-sant war es mir, le mariage de Figaro von Beaumarchaiszu sehen; das Original des Stoffes, der Mozart zu seinerunsterblichen Musik begeisterte. Die Aufführung war,wie ursprünglich, mit etwas eingeschobener Musik ver-setzt; statt der schönen Romanze des Pagen gab es einsentimentales Vaudeville-Lied, bei der Hochzeit einen tri-vialen Marsch, der nichts weniger als spanisch war, aber alsEntr'acte die echte Mozart'sche Romanze. Ich hatte einengrossen Genuss an allen Finessen der Sprache, währendich mir die schöne Musik hinzudachte; — Roger hat auchseinen Wiedereinzug in der „Favorite" gehalten; er istein vortrefflicher Sänger mit einer volltönenden Stimme;aber er und die ganze Truppe überlassen sich dem Tre-moliren, das sie in der Fachsprache „vibrando" nennen;dazu gesellt sich dann oft noch ein wahres Schreien, undje mehr sie geschrieen haben, desto mehr werden sie ap-plaudirt. Das letzte Duett musste drei Mal gesungenwerden; jedesmal steigerte sich das Schreien und somit